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Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinfachhandel und Weinversender

Erlesene Weine Sam

Erlesene Weine Sam Hofschuster: „100 Punkte für den grandiosen 2004er”. Gerhard Eichelmann: „100 Punkte für den genialen 2004er” Genug der Elogen. Stattdessen eine simple Frage. Wer oder was ist denn nun eigentlich der G-Max? Zunächst eine Antwort in Worten: Alte Reben einer erlesenen, geheim gehaltenen (damit kein „Pilgerpfad” von Weintouristen mit all ihren Folgen entstehen kann) kleinen Parzelle einer der großen Lagen der Kellers liefern beständig in jedem Jahrgang aufs Neue einen Stoff, der unter Weinliebhabern weltweit eine neue Legende begründet hat und der aufgrund seiner singulären Qualität zur gesuchten Rarität mit mythischem Ruf, edelsten Burgundern gleich, avancierte. Welch unübertreffliche Interpretation höchster deutscher Rieslingkultur, die in Weltklassebewertungen, der Idealnote von 100 Punkten, für den auf allen internationalen Märkten wie die berühmte Stecknadel im Heuhaufen gesuchten G-Max (auf Versteigerungen im Internet werden ca. 500 Euro die Flasche bezahlt!), mündet. Und der G-Max 2014 ist schlicht ein Sinnenzauber vom sensiblen Winzermagier mit den begnadeten Händen: Eine rare Pretiose, die zur Legende mutieren wird. Nichts, aber auch gar nichts ist hier laut oder aufdringlich – wie hinter einer geheimnisvollen Tür verbirgt sich jedoch Einmaliges und Unvergessliches! Diese These unterstreicht ein wunderschönes Kompliment: „Viele Weine, selbst gute, lassen dich Lärm schmecken. Aber nur die allerbesten geben dir Stille zu kosten. Ich habe an diesem Nachmittag Stille verkostet.“ So Michael Quentel in ‚Der WeinWisser’‚ nach einer 10 Jahres-Vertikale G-Max. G-Max 2014: Ein magischer Riesling und einer jener großen Weine, der den Verkoster sprachlos und den Genießer gerührt hinterlässt, wie bei einer großen Liebe. Man hat Tränen in den Augen. Das muss sie sein, DIE SEELE DER RIESLINGTRAUBE! Und jetzt kommt mein Versuch, mich musikalisch diesem Rieslingmonument zu nähern und somit die Frage nach seinem Wesenskern zu beantworten: Das IST G-Max pur. Die von mir bereits mehrfach angesprochene helle Seite des Mondes! Und wie der G-Max für viele Liebhaber die qualitative Spitze des Rieslings bildet, so stellt zweifellos Tschaikowsky`s Nr. 1 bmoll op 23 die unangefochtene Nummer 1 der Gattung des Klavierkonzertes dar. Es kann getrost als „Opus summum” des Meisters bezeichnet werden, dessen Strahlkraft bis zum heutigen Tage keinen Deut eingebüßt hat. Hier kommt der Komponist ohne Umschweife zum Punkt: Strahlende Hörner, unterbrochen von wuchtigem Orchestral-Akzent katapultieren bereits in den Anfangstakten die Zuhörerschaft in Sphären triumphaler Pathetik. Ohne Umschweife dann auch der erste Einsatz des Pianisten: Kein zögerndes Herantasten an ein sich entspinnendes Thema, nein, die gesamte Klaviatur wird in den ersten Solotakten brillant in Gänze ausgeschöpft, ein Unikat in der Konzertliteratur. Beobachten Sie dabei Lang Lang, meinen Lieblingsinterpreten dieses Oeuvres, wie er dieses Stück mit jeder Faser seines Körpers und Geistes lebt, gar kämpft. Hier findet in der Tat eine Auseinandersetzung zwischen Solist und Orchester statt, ein Kampf um Dominanz und Erhebung über die Harmonie hinaus. Sehen Sie, 28

Erlesene Weine wie Lang Lang immer wieder agogisch, fast physisch ausbrechen will aus dem orchestralen Gefüge, wie er sich aus den Ketten eines Klangkollektives befreien möchte um sich aufzuschwingen in die Mystifikation eines Solisten, in der er nur noch in größter Einsamkeit der Klangschöpfung entgegen eilt! So, wie auch der G-Max sich nicht einzwängen lassen will in eine enge Korsettstange: Der G-Max ist einzigartig. Ein vollkommener Wein. Ein Souverän! Wunderschön beschreibt Sam Hofschuster diese Ausnahmestellung des G-Max nach der Verkostung des 2013ers: „Zugegeben, hier Weine zu empfehlen, die man sich eigentlich nicht kaufen kann, hat nur einen begrenzten Wert. Nur steht dieser G-Max so einsam an der Spitze der trockenen Rieslinge des Jahrgang, dass ich ihn hier gar nicht unterschlagen kann. Blind probiert hat er mir beim ersten Schluck Gänsehaut und einen Schweißausbruch besorgt, wie ich das bislang noch nicht oft erlebt habe. Tiefer und komplexer ist kein anderer trockener Riesling dieses Jahr, konzentrierter vermutlich auch nicht. Dabei wirkt der Wein bei aller Kraft und Festigkeit so tänzerisch wie ein erstklassiger Mosel-Kabinett. Danach ist man erst einmal eine Zeitlang für andere Weine verdorben. 98/100 wein plus.” Übrigens: Ein „leiser” Winzermagier, dessen zutiefst filigrane Pinot Noirs nicht wenige Kenner als mit die größten Weine des Burgunds ansehen, Frédéric Mugnier, der ein großer Liebhaber der Kellerschen Rieslinge ist, hat bei einer gemeinsamen Verkostung mit Klaus Peter eine wunderbare Metapher für derart zugleich zutiefst mineralische und dabei einzigartig finessenreiche Weine gefunden. Er hat sie mit Mozarts feinsinnigen Violinkonzerten verglichen, wenn sie denn von hochkarätigen Interpreten vorgetragen werden, die über die nötige Sensibilität verfügen – denn auf eine schwebende Leichtigkeit und makellose Natürlichkeit kommt es dabei insbesondere an. Wenn sich die Solovioline aus der Stille mit lupenreinem Ton in langsamem, verträumtem Tempo löst, bevor sie jubilierend die Lebendigkeit des Orchesters wieder aufnimmt und die Seele verzaubert, mit unnachahmlich farbenreichem, warmem Klang: feinsinnig und beredt in der Lyrik, mit kleinen Delikatessen zwischendurch. ... So viel Leben, so viel Spontanität – ein Hauch von feiner Melancholie, ein wenig Ungläubigkeit vielleicht? Um so purer und mitreißender wirkt sie noch lange nach – ein haltloser Ausbruch der Freude! Ich bin also nicht allein in meinem Gefühl, dass Musik und Wein eine emotional sich aufschaukelnde Symbiose bilden. Und auch schon Aristoteles wusste: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile! So schenkt uns Klaus Peter Keller auch im Jahrgang 2014 wieder eine Symphonie seiner großen Terroirs! 29

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