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Weihnachts-PINwand 332

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Weihnachts-Ausgabe 2021 mit traditioneller Danke-Aktion und Verlosung - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinhändler des Jahres 2010 & 2019 - Weinfachhandel und Weinversender

FRANKREICH C H A M PAG N

FRANKREICH C H A M PAG N E Jacquesson CUVÉE No 744 EXTRA-BRUT, BLANC Faszinierend tiefgründig und balanciert – ein fantastischer Champagner! FCH030116 Cuvée N° 744 Extra-Brut, blanc NV 12,5% Vol. 74,66 €/l 56,00 € 17 Punkte REVUE DE VIN DE FRANCE (GUIDE 2022) Mit der Cuvée No 744 lanciert Jacquesson den 16. Jahrgang der längst zum Champagne-Klassiker gewordenen 700er-Reihe. Sie nahm ihren Anfang mit der Cuvée No 728, basierend auf dem 2000er-Jahrgang, zu dem immer auch Réserve-Weine früherer Jahrgänge mit hinzugenommen werden. Die „700er-Cuvée“ ist die einzige Cuvée des Hauses, denn alle anderen Champagner der Brüder Chiquet, die das Haus führen, sind Champagner aus einem Jahrgang und einer Lage. Jacquessons 700er-Cuvée ist einzigartig, da sie zwar offiziell ein Non-Vintage-Champagner ist, der größte Teil der Cuvée aber immer auf einem Jahrgang basiert – für die Cuvée N° 744, da fortlaufend nummeriert, also das Jahr 2016. „Das Konzept der Cuvée 700 ist in der Champagne einzigartig – und das komplette Gegenteil eines „Bruts“ ohne Jahrgang! Wir streben eher nach Exzellenz als nach Gleichmäßigkeit, wir zollen dem Charakter des Jahrgangs Respekt und negieren ihn nicht, sondern huldigen einem großartigen Wein und klammern uns nicht an einen Stil. Die Reserveweine werden mit dem Ziel hinzugefügt, die Komplexität zu verstärken, allerdings ohne jedoch den Charakter des Basisjahres zu kaschieren. Und aus genau diesen Gründen erschien es uns zwecklos, einen Jahrgangschampagner weiterzuentwickeln, der nur die Cuvée 700 hätte verarmen lassen.“ Die Frucht für die jüngste Iteration der 700er-Cuvée stammt aus den drei Grand-Cru- und zwei Premier- Cru-Lagen des Hauses. Die Pinot-Noir- und Pinot- Meunier-Frucht stammt zu 55 % aus Weinbergen in Aÿ, Dizy und Hautvillers, der Chardonnay zu 45 % aus Weinbergen in Avize und Oiry. Aus dem Jahr 2016 wurden 67 % genutzt, hinzu kamen 33 % Réserve- Weine. Wie hoch der Standard bei Jacquesson ist, zeigt die Tatsache, dass diese Basis-Cuvée des Hauses schon fünf Jahre sur lattes in den Kellern des Hauses lag, bevor sie degorgiert und mit gerade einmal 0,75 Gramm Restzucker pro Liter Dosage versehen wurde. Seit Jahren schon dürfte der Champagner also eigentlich als brut nature bezeichnet werden. Das geschieht deshalb nicht, weil viele Champagner-Genießer das tendenziell als zu trocken empfinden. Doch wenn man die Cuvée No 744 probiert, dann wird schnell klar, dass dieser Wein eine wunderbare Reife besitzt und die Dosage dabei gar nicht ins Gewicht fällt. Was dagegen wunderbar präsent ist, ist die absolut klassische, aber extrem feine Nase von warmer Brioche mit Mandelcrème, Blüten und weißen Pfirsichen, einem knackigen Apfel und zerstoßenem Kalk. Das besitzt schon im Duft Größe und erst recht am Gaumen. Da wird die Kraft deutlich, die hier unter der Oberfläche liegt, gleichzeitig die feine Textur und das elegante Mousseux von vier Jahren Flaschenreife. Auch hier gibt es wieder Noten von Stein- und Kernobst, dazu natürlich fordernde frische Zitrusnoten, ein wenig gebuttertes Toast, Stein und Rauch. Die Cuvée No 744 besitzt eine hervorragende Länge und Dichte, und sie beginnt gerade erst zu singen, das aber sehr gekonnt und sicher noch über viele Jahre. Diesen Wein kann man jetzt und sicher bis 2035+ mit Freude trinken. 44 PINWAND no 332 | Dezember 2021

Jacquesson CHAMPAGNE FRANKREICH CUVÉE No 739 EXTRA BRUT DÉGORGEMENT TARDIF, BLANC Jacquessons klassische 700er-Cuvée mit acht Jahren Hefelager – extra spät degorgiert! FCH030611 Cuvée N° 739 Extra-Brut Dégorgement Tardif, blanc NV 12,5% Vol. 119,33 €/l 89,50 € Mit der Einführung der „700er-Cuvée“ hat das Haus Jacquesson im Jahr 2004 einen neuen Maßstab für Non- Vintage-Champagner gesetzt. Der Clou ist, dass er gar nicht ein üblicher Non-Vintage sein soll, denn das Prinzip bei einem Champagner ohne Jahrgang ist ja mehr oder weniger, dass er immer möglichst konstant, möglichst gleich schmecken soll. Der 700er-Serie liegt allerdings das Prinzip zugrunde, dass rund 60 % des Weins immer aus einem Jahrgang stammen, der den Wein entscheidend prägt. Die ihrer Art war die Cuvée No 728, die auf dem 2000er-Jahrgang basierte und mit Réserve- Weinen assembliert wurde. Die Cuvée No 739 stammt entsprechend im Wesentlichen von 2011 und wurde 2015 teilweise veröffentlicht. Damals aber hatten die Chiquets, die Besitzer des Hauses Jacquesson, schon einen kleinen Teil der Flaschen beiseitegelegt, um sie noch fünf Jahre länger, und zwar unter Korkverschluss, auf der Hefe zu belassen. Dieses sogenannte dégorgement tardif, das „späte Dégorgement“, geschah 2020 mit einer Dosage von gerade einmal 0,75 Gramm Restzucker pro Liter l. Der „DT“, wie er meist genannt wird, lag also fünf Jahre länger auf der Hefe als die ursprüngliche Cuvée No 739. Diese ist eine Assemblage aus 60 % Chardonnay von der Côte des Blancs und je 20 % Pinot Noir und Pinot Meunier aus dem Grand Vallée und dem Vallée de la Marne. Der Grundwein mit 69 % Anteil aus 2011 wurde im großen Holzfass ausgebaut und dann mit 3 % Réserve-Weinen aufgefüllt. Wenn Champagner aus einem ausgezeichneten Grundwein erzeugt wird, dann ist es ein Champagner, der hervorragend reifen kann. Wenn er das unter Idealbedingungen in den Kellern von Jacquesson tun kann, umso besser. Dann wird aus einem schon vor fünf Jahren sehr guten Champagner etwas noch Feineres, das mit Reifenoten glänzt. Ein Beispiel? Die Cuvée No 739 Dégorgement Tardif! Sie öffnet sich mit Noten von Brotkrusten und getrockneten Kirschen, Feigen und Softaprikosen, Orangenschalen und indischen Gewürzen, während im Untergrund der Stein und auch Noten von Unterholz und trockener Erde eine Rolle spielen. Am Gaumen glänzt natürlich das sehr feine Mousseux, das von acht Jahren Reifung zeugt. Was hier aber genauso wunderbar zum Vorschein kommt, ist die ganz feine Süße, die der Champagner suggeriert, obwohl er ja gerade einmal 0,75 Gramm Restzucker besitzt – also so gut wie nichts. Aber die Reife, die Noten von Brot, Toast und einem Hauch von Honig, die mürbe Frucht von Steinobst und gereiftem Apfel tragen das Ihrige dazu bei. Zum Finale hin aber wird es forsch, da zieht der Champagner an, bietet Kraft, Druck wie auch Frische und zeigt das Trockene, das Steinige und Mineralische, das in Wellen über den Gaumen läuft. Ja, es hat sich mehr als gelohnt, in ein so langes Hefelager investiert zu haben! Diesen Wein kann man jetzt und sicher bis 2035+ mit Freude trinken. 95 Punkte SOMMELIER MAGAZINE DIZY „TERRES ROUGES“ BLANC DE NOIRS EXTRA BRUT, 2013 Hier spricht das Terroir: betörender Lagen-Champagner! FCH030513 Dizy „Terres Rouges“ Blanc de Noirs Extra Brut, 2013 12,5% Vol. 177,20 €/l 132,90 € Lange Zeit war der Champagner aus dieser Lage bekannt als prestigeträchtiger Rosé aus dem Hause Jacquesson. Aber seit dem Jahrgang 2012 wird der lieu-dit „Terres Rouges“, der sanft geneigt nach Osten hin abfällt und 1,33 Hektar Fläche umfasst, als weißer Einzellagenchampagner produziert. Dabei ist der Name Programm. „Terres Rouges“, auf diesen rötlich-braunen Böden, die auf Sockel aus Kreideschluff aufgeschichtet sind, stehen 12.000 Pinot Noir-Rebstöcke, die 1993 gepflanzt wurden. Dieser sehr kalkhaltige Untergrund ist ein perfekter Wasserspeicher und ermöglicht es den Rebstöcken, sich besonders tief in die Erde zu graben, wo sie eben jenes Wasser und Mineralität aufnehmen können. Jean-Hervé Chiquets Entscheidung, statt des bestens etablierten und geschätzten Rosé-Champagner aus diesem Weinberg einen noch besseren Blanc de Noirs zu vinifizieren, wird verständlich, wenn man diesen Grand Seigneur im Glas hat. Perfekt übersetzen die Pinot Noir- Trauben den herrlich kreidemineralischen Charakter dieser kargen Lage in einen einerseits kraftvollen, gleichzeitig gradlinigen und puristisch anmutenden Champagner mit beeindruckender Tiefe und Länge. Der Jungfernjahrgang durfte sich auf Anhieb über 98 Punkte im Decanter freuen. Von diesem bei aller Erdverbundenheit absolut himmlischen, im Februar 2021 dégorgierten Vergnügen, wurden 10.512 Flaschen und 584 Magnums abgefüllt. Wenigstens eine davon sollte den Weg in den heimischen Keller finden! Ab sofort bis 2045 (und sicherlich darüber hinaus). 18 Punkte REVUE DE VIN DE FRANCE (GUIDE 2022) 45

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