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Weihnachts-PINwand 332

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Weihnachts-Ausgabe 2021 mit traditioneller Danke-Aktion und Verlosung - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinhändler des Jahres 2010 & 2019 - Weinfachhandel und Weinversender

DEUTSCHLAND NAHE

DEUTSCHLAND NAHE Schäfer-Fröhlich FELSENECK RIESLING KABINETT, 2020 Einer der schönsten Kabinett-Rieslinge Deutschlands kommt von der Nahe! DNA031220 Felseneck Riesling Kabinett, 2020 8% Vol. 23,33 €/l 17,50 € Der Wein erzählt davon, wie ein Winzer die Größe dieses Prädikats erkennt und in seiner Spitzenlage Kabinett erzeugt. „Kabinett oder nicht Kabinett?“ Eine Frage, die uns ganz oft gestellt wird und auf die es für uns nur eine eindeutige Antwort gibt: Für uns handelt es sich bei einem Kabinett um Deutschlands versteckte, noch weitgehend unentdeckte Königsklasse neben den Großen Gewächsen. Denn diesen herrlich animierenden, von Säure und Fruchtsüße perfekt ausbalancierten Stil bei niedrigem Alkoholgehalt macht uns keine andere Weinbaunation nach. Sie existiert schlichtweg so nirgends auf dem Planeten Wein. Als absolute Liebhaber dieses Prädikats verweilen wir oft selbst bei den Klassikern von der Mosel. Mit welchen Scheuklappen auch wir von Zeit zu Zeit durch die Weinwelt tapsen, hat uns ein Besuch bei Tim Fröhlich klargemacht. Denn bei Tims Weinen denken auch wir zunächst an die trockenen Rieslinge, die in ihrer Mineralität und expressiven Art einmalig sind. Wir hatten das enorme Glück, Tim im Jahrgang 2018 kurz nach John Gilman zu besuchen, der gerade an einer großen Story über gereifte fruchtsüße Weine schrieb. Tim hatte für ihn sämtliche Jahrgänge seines Felseneck- Kabinetts geöffnet. Eine einmalige Gelegenheit, den Felseneck Kabinett in seiner Entwicklung bis zum Jahrgang 2008 Jahr für Jahr zurückverfolgen zu können. Um es auf den Punkt zu bringen: Gerade in diesem tänzelnd leichten Prädikat entfaltet die majestätische Paradelage Felseneck ihre Einzigartigkeit. In der Jugend noch von Spontangärung und wilder Aromatik geprägt, entwickelt sich das Felseneck Kabinett immer mehr zu einem hochfeinen, präzisen und geschliffenen Wein, wird regelrecht gebändigt. Dann, wenn neben der expressiven Mineralität eine klare Frucht ans Tageslicht tritt, etwa mit ein bis zwei Jahren Flaschenreife, findet dieser Kabinett seine perfekte Balance. Mit etwa zehn Jahren Reife (2008 ist hier magisch!), steht ein fast trocken wirkender Wein vor einem, bei dem die pure grandezza der Lage zur Geltung kommt. Tims Liebe zum „echten“ Kabinett lässt sich in einem Satz zusammenfassen: „Guter Kabinett muss von großem Terroir kommen.“ Im Jahrgang 2020 las er die Trauben aus Terrassen, die nicht nach Süden hin exponiert sind, von über 40-jährigen Rebstöcken, der steilsten Parzelle im Felseneck. Und weil er diesen Wein genauso behandelt wie ein Großes Gewächs, nur eben nicht trocken vergoren, schmeckt man die Handschrift des Winzers und der Lage eindeutig heraus, so wie eben bei den legendären trockenen Weinen des Hauses. Das Ergebnis ist eine Symbiose aus knackigen Kabinett-Trauben und dem unverkennbaren Schäfer- Fröhlich-Stil: Der Kabinett brilliert in der Nase, duftet nach weißen Johannisbeeren, kühlen Brombeeren und kandiertem Ingwer. Dabei sind die Früchte fast „gletschern“, wie in Eis gehüllt. Das ist ein karger und purer Riesling, dessen niedrige Mostgewichte ein Leichtgewicht ergeben, allerdings aufgrund der alten Reben und perfekten Säurewerte voller Dramaturgie und Spannung am Gaumen. Die kargste Parzelle ergibt den vielschichtigsten Wein, der geradeaus über den Gaumen brettert, fast trocken wirkend daherkommt, da die Mineralität hier regelrecht am Gaumen klirrt. Der Felseneck Kabinett blüht hier zur Hochform auf, besitzt dabei eine Tiefe, wie sie auch Große Gewächse besitzen. Das regt zum Diskurs an, begeistert und weckt Emotionen. Wer einmal einen Kabinett dieser Güteklasse im Glas hatte versteht, wie dramatisch unterbepreist dieses von Winzern wie Sommeliers hochgeschätzte Prädikat nach wie vor ist. Trotz all der steigenden Aufmerksamkeit der letzten Jahre. Tim geht hier bewusst den steinigen Weg (per aspera ad astra) und erntet dafür einen der rassigsten „Kabis“ der Nahe im Jahrgang 2020. Bravo! Liebe Kunden: Tim Fröhlichs Kabinett ist ein Paradebeispiel für die wahre Größe dieses Prädikats. Er zeigt sich aktuell schwebend leicht, besitzt allerdings Potenzial von mindestens 10, eher 20 Jahren und durchläuft dabei einzigartige Phasen, in denen neue Geschmackswelten erreicht werden. 38 PINWAND no 332 | Dezember 2021

Schäfer-Fröhlich NAHE DEUTSCHLAND Nicole und Tim bewirtschaften den heute 22 Hektar umfassenden Familienbetrieb aus Bockenau © Dieth+Schröder BOCKENAUER FELSENECK RIESLING SPÄTLESE GOLDKAPSEL, 2020 „Im Übrigen brilliert das Weingut schon seit Langem nicht nur mit seiner stolzen Serie Großer Gewächse – auch die fruchtigen und edelsüßen Weine haben Klasse, und die preisliche Mittelklasse bietet hohes Niveau zu fairem Preis.“ – Falstaff Weinguide 2021 DNA030420 Bockenauer Felseneck Riesling Spätlese Goldkapsel, 2020 7,5% Vol. 34,66 €/l 26,00 € Was macht eine Goldkapsel-Variante aus? Obwohl es keine offizielle Deklarierung gibt, sind sich die meisten Winzern in Deutschland darüber einig, dass eine Goldkapsel-Variante bei fruchtsüßen Weinen stets eine gewisse Extraklasse und Wertschätzung ausdrückt, die oft darin mündet, dass noch feinere und noblere Trauben in den edelsüßen Wein eingingen. Für Tim muss sie immer etwas dunkler, kühler und mehr vom Schiefer geprägt sein. Über 50 Jahre alte Reben aus Tims Spitzenlage, dem Felseneck, gehen hier ein. Wir sagen es gleich: Es ist vielleicht die schönste Variante, die man käuflich erwerben kann. Denn es gibt im Jahrgang 2020 nur die halbe Menge der üblichen Ernte. Lediglich rund 1.000 Liter dieses Nektars existieren und Tim zog bei unserer Kellerprobe in Erwägung diese Exklusivität zur Versteigerung in Bad Kreuznach auszurufen, wo sie selbstredend horrende Preise erzielen würde. Im Gegensatz zur „einfachen“ Spätlese aus dem Felseneck besitzt diese Spitzen- Variante noch etwas mehr Potenzial zur Reife, allerdings auch eine etwas kräftigere Aromatik. Das sind somit die goldgelben, aber von Botrytis verschonten Trauben, die sich im Keller im Fass als einen Hauch feiner herausgestellt haben. Wichtig ist es Tim hierbei zu erwähnen, dass der Wein nicht süßer ist, sondern vor allem „dunkler in der Mineralik“. Die Goldkapsel-Variante hat mehr Tiefe, duftet nach Kumquats, Orangenrinde und Minze. Eine komplexe Spätlese, aus den ältesten Klonen des Felsenecks. Wir lieben, wie ungeschliffen und kompakt sie über die Zunge gleitet, all ihren Extrakt und die konzentrierten Säuren und Aromen bündelt, dabei wie ein glühendes Eisen dahinbrettert. Man fühlt sich ein wenig wie Ikarus, der dem Geheimnis im Höhenflug zu nahekam. Man muss achtsam sein, jeden Schluck genießen, denn die Aromen falten sich in kleinsten Einheiten minutenlang aus. Das ist ein pures Elixier, der größtmögliche Ausdruck der Paradelage Schäfer-Fröhlichs. Diese Spätlese ist ab sofort zu genießen (aber eigentlich ist sie zu schade dafür!), Potenzial für viele Jahrzehnte ist gewiss! RAR WIE NIE ZUVOR! 39

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