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VDP Versteigerung 2021

Deutschlands Kronjuwelen kommen unter den Hammer

Könnte Tino heute hier

Könnte Tino heute hier diesen Text schreiben, hätte er bestimmt einen passenden Fussballvergleich zur Hand – die Schlagzeile könnte nur heißen: Neben Paris zaubert Messi jetzt auch in München! (auch wenn Sie alle wissen, dass sein und unser Herz hier im Saarland für den FCK und nicht für die Bayern schlägt!) Die Schubertslay, einer der mythischsten Weinberge Deutschlands: Wir reden hier vom wurzelechten, nur 0,8 ha großen Kernstück des Piesporter Hanges, oberhalb des Dörfchen Ferres gelegen, den schon der Römer Ausonius um 360 n. Chr. besang und sicher zu den feinsten und auch spektakulärsten Weinbergen an der ganzen Mosel gehört. Julia Harding MW (Jancis Robinson) bezeichnet diese kleine, extrem steile Parzelle als das „jewel in the mosel crown“ – den strahlendsten Edelstein in der Mosel-Krone. Die bis zu 120 Jahre alten Rebstöcke stehen hier in Einzelpfahlerziehung in kleinen, von Fels zerklüfteten Terrassen in unbereinigten Fluren. Umgeben von Trockenmauern, welche Schutz bieten und die Tagessonne speichern, bietet die Schubertslay darüber hinaus ein ursprüngliches Bild der Weinregion Mosel. In er alten preußischen Steuerkarte ist dieser Bereich in der höchsten Kategorie eingestuft. Jäh stürzt dieser Berg in die Tiefe, wo die Mosel in ihrem Bett vorbeifließt, die Hangneigung macht es schier unmöglich, sich hier normal bewegen zu können, der Wunsch nach einem Sicherungsseil keimt auf, und wer hier schon einmal versucht hat, Halt zu finden, der vermag es sich vorzustellen, welche Mühen es bereitet, diesen Weinberg zu bewirtschaften. Aber leicht haben es sich Julia und Klaus Peter noch nie gemacht, wenn es darum ging, Topqualitäten einem Weinberg abzuringen. Und die uralten Rebstöcke mit ihren lächerlich kleinen Erträgen liefern Träubchen, die die abgrundtiefe Mineralität des schroffen Schieferfels in ihrem feinen Saft extrahiert haben. Träubchen für die Weine, auf die Weinliebhaber weltweit, seitdem die Kunde des Schubertslay-Keller-Projekts an die Öffentlichkeit gedrungen ist, wie elektrisiert warten. Markus Budai: Mit Weinenthusiasten haben wir uns diese Fragen schon öfters gestellt: „Wie würde jene Lage schmecken, wenn sie unter den behutsamen Händen eines anderen Winzers ausgebaut würde, welch Potenzial könnte ein anderer Winzer aus einer Lage herausholen? Und welcher Lagencharakter würde sich hierbei herauskristallisieren?“ Diese Thematik, die uns schon einige lange Weinabende bescherte und für kontroverse Diskussionen sorgte, wurde vor drei Jahren zur Wirklichkeit. Dass sich die Familie Keller der Mosel widmet und dann auch noch einem der historisch attraktivsten und aufwändigst zu bewirtschaftenden Weinberge, ist schlichtweg ein Gedicht für jeden Weinliebhaber und sicherlich eine der mit größter Aufmerksamkeit verfolgten Begebenheiten der Weinwelt. Die Schubertslay mit ihren Einzelpfählen wirkt auf einen Novizen wie ein Labyrinth. Man muss schon jeden Schritt genau vorausplanen, bevor man ihn tätigt. Allein die letzten Reben stehen kurz vor einer 30 Meter tiefen Abbruchkante, die Steillage mit 80% Steigung ist ein Kampf gegen sämtliche Gesetze der Schwerkraft. Wie Elisabeth Heller, die uns bei der Lese unterstützte anmerkte, muss man schon eine moselanische Bergziege sein, um sich in der Schubertslay mühelos zu bewegen. Den Eimer stets gegen die wurzelechten Knorzen gelehnt, sodass die wertvollen Trauben nicht den Berg hinabkullern, lasen wir hier mit nach vorne gestrecktem Oberkörper. Die Kritikerstimmen sind euphorisch: ► John Gilman, Herausgeber von View from the Cellar, großer Liebhaber deutscher Weine und profunder Kenner derselben sowie durchaus strenger Kritiker, vergab für den Jahrgang 2018 begeistert 98 Punkte – die höchste Bewertung, die er jemals einem jungen Moselkabinett gegeben hat in seiner 30-jährigen Tätigkeit als Weinschreiber und natürlich auch die höchste Wertung aller Kabinette des Jahrgangs. „Ein brillanter Wein … Er ist pur, mit mittlerem Körper und laserstrahlartig fokussiert, mit perfekter Balance, knackiger Säure, wunderschöner, aufblühender Komplexität und atemberaubender Länge sowie grip im filigranen und elektrisierenden Abgang. 98 Punkte!“ SONDERMAILING VDP-VERSTEIGERUNG 2021 // KELLER – 8 –

► Auch Jancis Robinson vergab beiden Vorgängern von 2018 und 2019 die höchste Punktzahl für einen deutschen Kabinett (18,5/20): „Dieser Wein hat Delikatesse und erobert dennoch Ihren Gaumen - und fesselt Ihre ganze Aufmerksamkeit - mit dem intensiven Kontrast zwischen Fruchtsüße und Säure. Es ist ein intensives Kabinett, behält aber immer die Finesse des Kabi-Stils. Wunderschöne Tiefe … seidig und großartige Länge. Hat Kraft im Herzen, aber Leichtigkeit in seinen Gliedern.“ – 18,5/20 Punkte ► Und Mosel Fine Wines urteilte über den 2018er: „Der Wein ist unglaublich rein, energetisch und dennoch so raffiniert am Gaumen und hinterlässt ein herrlich luftiges und pikantes Gefühl im fast halbtrocken anmutenden Finale. Dies ist ein prächtiges und vielschichtiges Kabinett, das seinem Prädikat treu bleibt. Das Potential ist immens!“ – 95–97 Punkte Exotik ohne dominierende Süße. Hier greift alles ineinander und zwar auf eine spielerische Art. Der früh gelesene Kabinett schmeckt so, wie der Archetyp, die Ur-Idee des noblen Prädikats: Animierend, leichtfüßig und tänzelnd. „Die Korbkelter verleiht den Weinen enorme Griffigkeit, die in Jahren wie 2020 besonders wichtig ist.“ fügt Klaus Peter hinzu. Doch es handelt sich hierbei nur um einen der vielen kleinen Bausteine, welche alle lediglich in Ansätzen erklären können warum jener Riesling derartig zu faszinieren weiß. Am Ende bleibt es wohl ein Geheimnis ob das große Terroir oder eine mächtige Portion Herzblut die wahre Größe ausmachen. Sicher ist: Es ist einer der schönsten Kabinette, das die Mosel im Jahrgang 2020 hevorgebracht hat! Kabinett ist ein Stück Kulturgut, vielleicht zu den größten Stärken der Deutschen Weinkultur zählend und die Schubertslay ist ihr unangefochtenes „Juwel in der Moselkrone“ (Julia Harding MW). © Michael Hamann Schubertslay 2020: „Eine Primaballerina auf der Zunge“. So lautet Klaus Peter Kellers Verbildlichung des träumerischen Kabinetts aus der 120jährigen Parzelle der Schubertslay. Für einen halben Hektar Rebfläche gingen allein 500 Lesestunden im Vorjahr drauf, insgesamt waren 2.000 für die Bewirtschaftung im 80 Prozent steilen Hang erforderlich! Es gibt nur diesen Kabinett aus den ausschließlich wurzelechten Reben. Man muss wahrlich kein Connaisseur dieses sowohl von Winzern wie Weinliebhabern höchst geschätzten Prädikats sein, um die Magie, die der Riesling hier entfaltet, schmecken und sinnlich erleben zu können. Der Schubertslay Kabinett überzeugt mit seiner schieferdominierten Nase, wirkt einerseits dicht, andererseits transparent. Seine leichte Würze, die subtilen Aromen (Birnen, Apfelschale, Geißblatt), sowie ein Hauch Pfirsich, die typische Frucht Piesporter Terroirs, zeichnen diesen facettenreichen aber leichtfüßigen Riesling. Am Gaumen erleben wir eine Veranschaulichung von Ying und Yang, in Form perfekter Balance zwischen Frucht und Säure. Es ist der Schiefer, der hier dominiert und die seidige, ja verführerische Stilistik des 2020er Jahrgangs. Muskatnuss, Birnen, ein Hauch – 9 – Werte Kunden: 10 Jahre lang werden wir Zeit haben, die Meisterwerke, die die Kellers in dieser Zeit aus dieser fantastischen Parzelle vinifizieren werden, zu erwerben (dann läuft die Pacht aus und sie werden diesen wunderbaren Weinberg wieder abgeben) – spätestens dann werden diese Weine zusammen mit den besten Jayers, Contis und Leroys zu den gesuchtesten Sammlerstücken der Welt gehören – da sind wir uns sicher. Am 13. November 2021 haben begeisterte Weinfreunde erstmals die Chance, sich einige Flaschen dieses superraren Weins, von dem lediglich 360 Flaschen und 3 Magnums versteigert werden, zu sichern – die Erträge in der Schubertslay sind minimal (oftmals nur 10 bis 15 Hektoliter pro Hektar), die Qualität unfassbar gut, genauso spektakulär wie der Weinberg selbst! Sichern sie sich den Premierenjahrgang von Julia und Klaus Peter aus der Schubertslay – Sie werden es nicht bereuen. SONDERMAILING VDP-VERSTEIGERUNG 2021 // KELLER

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