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VDP Versteigerung 2021

Deutschlands Kronjuwelen kommen unter den Hammer

OBERHAUSEN | NAHE ©

OBERHAUSEN | NAHE © Dönnhoff 96 Punkte: „Die Oberhäuser 2020 Brücke Riesling GG zeigt sich in der Nase klar, reif und intensiv, mit Aromen von nassem Stein und Erde. Am Gaumen ist er kristallin, intensiv und salzig, ein pikanter Riesling mit viel Struktur und Länge. Beeindruckend wie nie zuvor als GG.“ – Stephan Reinhardt (Robert Parker’s Wine Advocate) Möglicherweise standen die eigentliche Konzentration auf die Arbeit eines Winzers – das Mitfühlen mit dem Verlauf der Natur, das geduldige Ausharren auf den perfekten Lesezeitpunkt und das wiederholte Verkosten im Keller während der Entwicklung der Weine – nie stärker im Fokus als 2020, einem Jahr frei von Auslandsreisen, Messe- und anderen Terminen. Die Kultur, das Zusammenführende und der soziale Aspekt des Weins mögen gelitten haben, nicht aber seine Qualität – soweit unsere prinzipielle Einschätzung. Für uns kommt die 2020er-Kollektion aus Oberhausen aromatisch dem ganz großen Jahrgang 2019 – „Der Jahrgang brachte einige der größten, feinsten und vibrierendsten Rieslinge der letzten 20 Jahre hervor“ (Stephan Reinhardt) – sehr nahe. Zur Versteigerung gelangt dieses Jahr das Große Gewächs aus der Monopollage Brücke, direkt am Weingut gelegen. – 16 – © Dönnhoff SONDERMAILING VDP-VERSTEIGERUNG 2021 // DÖNNHOFF

BRÜCKE VDP.GROSSE LAGE RIESLING GROSSES GEWÄCHS, 2020 98 Punkte: „Ein äußerst markanter und für die Nahe ungewöhnlich „dunkler“ Wein.“ – Stuart Pigott (Suckling) DNA024520 Brücke VDP.GROSSE LAGE Riesling Großes Gewächs, 2020 DNA024520M Brücke VDP.GROSSE LAGE Riesling Großes Gewächs, 2020 MAGNUM © Andreas Durst 98 Punkte SUCKLING Die Oberhäuser Brücke ist die kühlste Lage im Dönnhoff’schen Lagenportfolio. Sie hat als einzige die Nähe zum Fluss, damit leicht kühlere Nächte als die Hermannshöhle und schroffere Nacht-Tag-Temperaturunterschiede. Bis 2015 wurden hier nur edelsüße Weine gewonnen. Doch die klimatischen Veränderungen und der Traumjahrgang 2015 ermöglichten erstmals für ein Großes Gewächs prädestinierte Trauben zu lesen, die trocken vergoren wurden. Diese karge Lage ist ein Potpourri der Böden des Weinguts: Schiefer, ein Untergrund aus Vulkangestein, Anteile von Kalk und Quarzit, sogar etwas Sandstein sammeln sich hier. Die Brücke thront, obwohl so karg, „aromatisch“ sogar noch über dem Flaggschiff des Hauses, der Hermannshöhle – ein Monolith, eine Sensation und einer der großen Weine Deutschlands! Es handelt sich hierbei um eine – 17 – Selektion der reifsten Trauben. Die Besonderheit: Cornelius selektiert direkt am Rebstock, welche Träubchen in seinen Versteigerungswein eingehen. Dabei wandert die sonnenzugewandte Seite der Trauben am Rebstock in das Große Gewächs, die schattengewandte Seite in die verführerische Spätlese – selten wird ein wichtiger Aspekt des Terroirs anschaulicher dargestellt als hier … Die Brücke überzeugt durch ihre völlig unaufgeregt und angenehm offenherzige Art, im Duft nicht zu reife Zitrusfrüchte, auch getrocknete Blumen und weißer Tee, Weinbergpfirsiche, gelbe Kiwi und ein Hauch würziges Tannengrün – ein tiefenentspannter Riesling der Extraklasse. Am Gaumen zeigt sich die Lage diesmal wunderbar offen. 2020 verbindet tiefen Extrakt mit ausgereifter Säure, zartem Schmelz und einer animierenden Leichtigkeit, die das Jahr eher frisch erscheinen lässt. Das feine Säuregerüst umspannt den Wein, hält die reife Frucht zusammen. Dabei gewinnt die Monopollage mit etwas Luft immer mehr an Fokus und offenbart ihren mineralischen Kern. Ein wunderbar feinpolierter Riesling, frei von „Weinkellerkünsten“ und übertriebenem Gerbstoffeinsatz. Die Brücke ist einfach fein, fast ölig und von wunderschöner Aromatik (Pampelmusen, Ananas, Zitrone), erinnert an die besten Rieslinge aus dem Dellchen. Beim Verkosten dieses Monuments denken wir an eine weitere Weisheit, die uns Helmut einst auf den Weg mitgab, welche die Philosophie des Weinguts und alles drumherum ideal zusammenfasst: „Wir machen Herkunftsweine, keine Brands. Und ich brauche auch keine Geschichten zu erfinden, die erzählen mir die Weinberge.“ Wie wahr! SONDERMAILING VDP-VERSTEIGERUNG 2021 // DÖNNHOFF

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