Aufrufe
vor 1 Jahr

Sondermailing Klaus Peter Keller - Jahrgang 2020

„Unser 20. Jahrgang macht uns glücklich!“ (Julia & Klaus Peter Keller)

ENGE GASSEN TIEFE

ENGE GASSEN TIEFE WURZELN ALTE REBEN Liebe Weinfreunde, im Folgenden möchten wir Ihnen auf vielfachen Wunsch kurz schildern, worauf es Familie Keller ankommt: „Die 10 Goldenen Keller-Regeln für beste Qualität“ UNSERE BÖDEN 1. Unsere alten Reben sind tief verwurzelt, sie überstehen auch trockene und karge Jahre. Die Reihen sollten eng, die Reben dicht gepflanzt sein. Denn natürliche Konkurrenz durch hohe Stockdichte führt zu noch besserer Qualität. In den großartigen Kalkstein- & Schieferlagen unserer Region besitzen wir häufig die ältesten (und engsten!) Rebberge, die wir liebevoll hegen und pflegen, auch wenn der zeitliche Aufwand dafür nicht unerheblich ist. Zum Weingut gehören 10 Große Lagen, die zusammen 12,65 ha Rebfläche umfassen. 2. Mit Gesteinsmehlen, ökologischen Düngern sowie Mulchpräparaten steigern wir die Widerstandsfähigkeit unserer Reben gegen Krankheiten und Schädlinge und verbessern so die Bodenstruktur. Das natürliche Wurzelwachstum in tiefere Bodenschichten wird gefördert und die Nährstoffverfügbarkeit der Pflanzen verbessert. 3. Unsere Steillagen bewirtschaften wir von Hand, in Hangund Flachlagen achten wir auf Traktoren mit geringem Gewicht, um Bodenverdichtungen zu vermeiden. Zahlreiche Arbeitsgänge werden auch hier von Hand verrichtet. © Dieth+Schröder UNSERE REBEN 4. Ein Großteil der Reben, die heute in unseren besten Lagen wachsen, hat Hedwig Keller bereits in den 60er und 70er Jahren selektiert und von der Saar mit zu uns nach Rheinhessen gebracht. In unseren alten Anlagen pflanzen wir nach Bedarf lieber jüngere Reben nach, als die alten zu roden. Wir nutzen eigene Selektionen mit oft ganz alter Genetik, um möglichst viele unterschiedliche Charaktere in unseren Weinbergen einzufangen. Wie in einer intakten Großfamilie sitzen und leben hier mehrere Rebgenerationen zusammen im Weinberg. Die Vielfalt im Rebberg ist eine wichtige Grundlage großer, komplexer und langlebiger Weine. 5. Bis in den März hinein führen wir den Winterrebschnitt durch. Einige fruchtbare Augen an der ausgewählten Fruchtrute werden während dieser Arbeit bereits entfernt, um die Ertragsmenge zu verringern und die Durchlüftung in der Laubwand zu verbessern. 6. Im Juni und Juli brechen wir vorsichtig von Hand überzählige Triebe weg, dadurch reduzieren wir weiter den Ertrag und verbessern die Belichtung. Bis in den August hinein stellen wir unsere Reben – Trieb für Trieb – von Hand gerade um ein schnelles Abtrocknen von Trauben und Blättern nach Niederschlägen zu garantieren. Dadurch beugen wir auch dem Aufkommen von Schadpilzen vor. Wir führen einen sehr späten ersten Laubschnitt durch, in einigen alten Top-Parzellen schneiden wir gar nicht, sondern flechten das Laub ein, um jeglichen Stress für die alten Pflanzen zu vermeiden und ihre natürliche Wuchskraft zu fördern. Jede Parzelle bekommt ihr individuelles Pflegekonzept. ► VIDEO Uralte Reb-Persönlichkeiten: Feuervogel Sylvaner © Dieth+Schröder KELLERMAILING 2021 // KELLERS ZEHN GEBOTE – 10 –

UNSERE TRAUBEN 7. Die lange und langsame Ausreife der Trauben am Stock ist unser Ziel (Niedrigtemperaturgaren). Das Risiko der späten Ernte gehen wir ein, um Ende Oktober und manchmal auch im November noch vielschichtigere und ausdrucksstärkere Trauben ernten zu dürfen. 8. Wir ernten von Hand in 15-Kilo-Kisten oder Kippwägen, die die Trauben nur unter Ausnutzung der Schwerkraft in die Kelter transportieren. Darüber hinaus sortieren wir am Stock und auf Sortiertischen von Hand. Drei Keller-Generationen, mit Erfahrung von zusammen bald 100 Herbsten, kümmern sich um Ernte, Verarbeitung und Einlagerung des neuen Jahrgangs. © Weingut Keller – 11 – 9. Im Keller ist kontrolliertes „Nichtstun“ unser oberstes Gebot, die Erhaltung des natürlichen Potenzials der Trauben, die wir im Weinberg geerntet und im Weingut gekeltert haben. Oftmals über Monate vergären die Moste im alten Holzfass oder Edelstahl – je nach Sorte und Jahrgang. Für jede Weinbergsparzelle (und ist sie noch so klein) haben wir das passende Fass im Keller, bei edelsüßen Spezialitäten können das manchmal auch nur 20 Liter oder sogar weniger sein. 10. Die Jungweine sind unsere Babys und der Keller ist die Säuglingsstation. Es gibt nichts Schöneres und Aufregenderes als die Entwicklung des neuen Jahrgangs zu verfolgen. In zahlreichen Proben entscheiden wir in der Familie, welche Fässer den Charakter unserer Böden und Lagen am besten widerspiegeln. Ab März beginnen wir mit der Abfüllung der Gutsweine, ab Spätsommer werden die Großen Gewächse in Flaschen gefüllt. Die Spätburgunder folgen etwa 20 Monate nach der Ernte. Ein neuer Jahrgang ist geboren! KELLERMAILING 2021 // KELLERS ZEHN GEBOTE

1997-2022 Pinard de Picard GmbH & Co. KG, Saarwellingen, Germany. ALL RIGHTS RESERVED.