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PINwand Nr 330

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Weinmailing im Oktober 2021 - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinhändler des Jahres 2010 & 2019 - Weinfachhandel und Weinversender

FRANKREICH BEAUJOLAIS

FRANKREICH BEAUJOLAIS Marcel Lapierre MORGON, ROUGE 2020 Die Ikone von Morgon: Lapierres Natural-Beaujolais-Kultwein. FBJ060220 Morgon, rouge 2020 13,5% Vol. 26,66 €/l 20,00 € FBJ060220M Morgon, rouge 2020 MAGNUM 13,5% Vol. 30,00 €/l 45,00 € FBJ060220D Morgon, rouge 2020 DOPPELMAGNUM 13,5% Vol. 35,00 €/l 105,00 € Beaujolais 2020 – ein herausforderndes Jahr. Es gab kaum einen Winter, den man so hätte nennen können, die Blüte startete früh, der Sommer wurde heiß und die Lese begann bereits am 20. August. Es war nach 2003 die früheste Lese in der aufgezeichneten Geschichte des Beaujolais. Wohl dem, der dann so alte und gepflegte, natürlich bewirtschaftete Weinberge mit tiefwurzelnden Reben besitzt, wie Mathieu und Camille Lapierre. Die Besonderheit des Jahrgangs zeigt sich in der reifen und gereiften Frucht, die sich mit einem ebenso reifen und seidigen Tannin verbindet, aber von einer lebendigen Säure durchzogen wird. Lapierres Morgon stammt von 15 Hektar mit saurem Granit und Kies, in dem mehr als 60 Jahre alte Gamay-Reben stehen. Gearbeitet wird hier, wie es der Naturwein-Verfechter und Visionär Marcel Lapierre 1981 eingeführt hat: zertifiziert biologisch und mit hohem Aufwand im Weinberg, sowie non-interventionistisch im Keller. Wobei der Wein natürlich die für das Beaujolais so typische macération semi-carbonique durchläuft, der in Teilen angewandten Kohlensäuremaischegärung, die für unverfälschte Frucht und seidiges Tannin sorgt und gleichzeitig die Trauben so schützt, dass sie nur minimal (wenn überhaupt) geschwefelt werden müssen. Diese traditionelle Beaujolais-Mazeration mit halbem Kohlensäuregehalt ohne SO2 und ohne zugesetzte Hefe dauert je nach cuve 10 bis 21 Tage. Danach reift der Gamay rund neun Monate in kleinen, gebrauchten 216-Liter-Fässern und wird mit sehr wenig Füllschwefel auf die Flaschen gezogen. Wie immer ist dieser Wein aus dem wohl berühmtesten der zehn Beaujolais-Crus purer, flüssiger Genuss. Hier trifft Trinkfreude auf Eleganz und Balance, Kraft und Sinnlichkeit. Der granatrote Morgon duftet nach Zimtkirschen und Sauerkirschen, nach Veilchen und Süßholz, zerstoßenen Walderdbeeren, ein wenig warmem Waldboden und einem Hauch von Wildgeflügel. Hinzu kommt ein Hauch von Amaro, jenem Bitter mit vielen mazerierten Kräutern und Orangenschale. Am Gaumen wirkt der Morgon seidig und elegant mit einer noch jugendlich saftigen, süßen, aber in Teilen auch knackigen Frucht. „Pop and pour“ – und jede Menge Spaß haben. Doch sollte man darüber nicht vergessen, dass dieser Wein ein Kraftpaket ist! Öffnen, karaffieren und aus großen Gläsern genießen. Bis 2035! „CUVÉE CAMILLE“ MORGON, ROUGE 2020 Eine gerade mal einen Hektar große Parzelle und ein fantastischer Morgon – das ist „Camille“! FBJ060320 „Cuvée Camille“ Morgon, rouge 2020 14% Vol. 38,00 €/l 28,50 € FBJ060320M „Cuvée Camille“ Morgon, rouge 2020 MAGNUM 14% Vol. 39,33 €/l 59,00 € FBJ060320D „Cuvée Camille“ Morgon, rouge 2020 DOPPELMAGNUM 14% Vol. 43,00 €/l 129,00 € Dieser Morgon, den manche „Cuvée Camille“ nennen und andere wieder „Roche de Py“, ist eine absolute Rarität aus dem Hause Lapierre. Der „Gamay Noir à jus blanc“, wie die Rebsorte eigentlich heißt, stammt von einer einzelnen Parzelle namens Roche de Py von exakt 1,0540 Hektar Größe. Als Camille Lapierre, die Tochter von Marcel, vor Jahren ins heimische Weingut zurückkehrte, um mit ihrem Bruder Mathieu das Weingut von ihrem Vater zu übernehmen, benannte Marcel diesen Parzellenwein nach seiner Tochter – und nach seinem eigenen Vater, der ebenfalls Camille hieß. Die alten Parzelle, aus der die Trauben stammen, liegt an der Côte du Py mit südwestlicher Ausrichtung auf flachem Boden. Die Trauben durchlaufen dieselben Phasen der Entstehung wie der „einfache“ Morgon, nur dass die cuvaison länger dauert und zu 100 % in Holzbottichen erfolgt. Die alten Reben stehen in einem ähnlichen sauren Granit wie die Reben für den klassischen Morgon, und doch ist den Lapierres immer wieder die besondere Intensität und Frische der Weine aus dieser Parzelle aufgefallen. Im Keller erfolgte die traditionelle macération semi-carbonique ohne Zugabe von SO2 oder Hefe. Die max. 2 Fl./ Kunde Vergärung dauerte 24 Tage. Danach wurde der Wein für neun Monate in gebrauchten 216-Liter-Fässern ausgebaut und mit ein wenig Füllschwefel auf die Flaschen gezogen. Was hier entstanden ist, ist ein leuchtend granatroter Gamay, dessen Duft an frische rote und blaue und vor allem frische und saftige Früchte erinnert. Die „Cuvée Camille“ duftet nach knackigen Sauerkirschen und Granatapfelkernen, nach violetten Blüten und Boysenbeeren, vor allem aber nach viel Stein, etwas Rauch und Trockenholz. Am Gaumen glänzt der Morgon mit zarten aber griffigen Tanninen und mit einer für einen so warmen Jahrgang sehr bemerkenswerten Säure, die durch die Mineralität des sauren Granitboden noch deutlich unterstrichen wird. Da ist einfach sehr viel Energie in diesem Wein, der auch hier die rote Frucht mit einer feinen Kräuterwürze und etwas Rauch kombiniert. Das ist ein starker Morgon-Cru mit einem noch stärkeren, langen Abgang! Jetzt öffnen und aus großen Gläsern genießen. Oder weglegen und warten. Der Wein hat Potenzial bis 2035+. DER PARZELLEN-MORGON 30 PINWAND no 330 | Oktober 2021

Marcel Lapierre BEAUJOLAIS FRANKREICH DIE MORGON- IKONE Wer eine Morgon-Magnum in seiner Nähe weiß, hat gut lachen. Auch wenn der Weg dahin möglicherweise etwas beschwerlicher war. 31

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