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PINwand Nr 330

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Weinmailing im Oktober 2021 - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinhändler des Jahres 2010 & 2019 - Weinfachhandel und Weinversender

FRANKREICH CAHORS

FRANKREICH CAHORS Château du Cèdre SUBSKRIPTION FR-BIO-01 „LE CÈDRE“ CAHORS, ROUGE 2020 (BIO) 2020: Eine neue Generation Cahors FSW070220 „Le Cèdre“ Cahors, rouge 2020 38,66 €/l 29,00 € FSW070220M „Le Cèdre“ Cahors, rouge 2020 MAGNUM 39,33 €/l 59,00 € FSW070220D „Le Cèdre“ Cahors, rouge 2020 DOPPELMAGNUM 43,31 €/l 129,95 € „Cèdre ist seit mehreren Jahrzehnten schon der Platzhirsch Cahors und einer der großen Rotweinklassiker Frankreichs. In Verbindung mit seiner Preiskategorie lässt er eine Vielzahl an Bordeaux- Weinen geradezu unattraktiv erscheinen!“ – Ralf Zimmermann Liebe Kunden: Schon über 20 Jahrgänge haben wir bei unserem Freund Pascal verkostet. Er vinifiziert Jahrgang für Jahrgang Weine der Spitzenklasse, die jahrgangsbedingt stilistisch unterschiedlich ausfallen können, gleichwohl immer excellent schmecken, und bisweilen von der Natur so gesegnet werden, dass sie nochmals qualitativ herausragen. Das sind dann die sogenannten Jahrhundertjahrgänge. Zu den Sternstunden unseres Arbeitslebens zählt ein Besuch und Plausch mit Pascal Verhaeghe. Er ist der ideale Botschafter und „Patron“ Cahors’, und dies seit mehreren Jahrzehnten, ließ damals schon viele Bordelaiser Châteaubesitzer schwitzen, die einen Blick ins nahe Tal des Lot schweifen ließen. Kein Wunder, seine Weine reifen nachweislich mehrere Jahrzehnte und entwickeln sich zu ganz großen Rotweinen, sind dabei aber zu einem Bruchteil der Preise zu erhalten, welche die großen Namen aus Bordeaux aufrufen. Und dabei steckt hier viel mehr Authentizität im Glas als bei vielen großen Häusern, die von Beratern und Önologen unterstützt einheitliche Weine hervorbringen, die einfach nur dem Marktgeschmack entsprechen sollen. Dass seine Weine heute so schmecken wie vor Jahrzehnten, diese Annahme müssen wir allerdings revidieren. Als Beweis gilt uns hier Aristoteles über 2.400 Jahre alte Weisheit „Die Schönheit ist für jedes Lebensalter eine andere.“, die er in seiner berühmten „Rhetorik“ erwähnte. Wie oft erwähnt Pascal bei unseren Verkostungen, wie sehr sich nicht nur die klimatischen Bedingungen, als auch sein eigener Geschmack, ja seine Vorstellungen vom perfekten Wein über seine Tätigkeit als Winzer verändert haben. Die Feinheit, ja der Trinkfluss und eine gewisse Eleganz zählen zu den Attributen, die er für erhaben ansieht, die er auch in seinen Weinen sucht. Und so mag manch Cahors-Novize verwundert sein über die Finesse und Seidigkeit, die allen Rotweinen Château du Cèdres eigen ist. Die Vorstellung davon, was großen Cahors ausmacht hat Pascal längst in seinem Kopf, er spürt sie, hat das Abbild geistig vor Augen (seine Wanderjahre verbrachte In Subskription, Auslieferung ab Frühjahr 2023 Pascal im Burgund und es war immer sein Lebenstraum, einen burgundischen Malbec zu erzeugen. In den letzten zehn Jahren hat er, dieser so im positivem Wortsinne Weinbesessene, die Alkoholgradationen im Schnitt um ein Volumenprozent absenken können.) Dass eine ökologisch nachhaltige Bewirtschaftung das Ausgangsmaterial für große Weine ist, so wie beim Tischler nur aus gutem Holz wertige Produkte entstehen, ist dem Winzer lange bewusst, er ist biozertifiziert. Unter diesen selbst gesetzten und hohen Anforderungen hat er regelmäßig zu leiden, ein feuchtregnerisches und doch warmes Jahr wie 2018 verlangte Fingerspitzengefühl ob der hohen Ausfälle durch Mehltau. Im Jahrgang 2020 macht sich der Winzer für eine frühe Lese stark. Der warme Sommer brachte eine hohe Grundreife, folglich begann Pascal die Lese Mitte September, deutlich früher als üblich. „Die Reife der Malbec-Trauben gestaltete dafür die Arbeit währende der Vinifikation sehr leicht. Wir mussten einfach anwesend sein um dem Wein bei der Entwicklung seiner Ausdruckskraft der Frucht und des Terroirs zu verhelfen. Die Reife und Geduld erledigen nun den Rest.“ Bis ins Frühjahr 2023 schlummert der Wein nun im Keller des Château. In den „Le Cèdre“ 2020 geht nichts anders ein als reinsortiger Malbec. Die Reben sind hier zwischen 29 und 50 Jahre alt, reifen für 24 Monate in 50 % neuem Holz. Die Fassprobe zeigt einen tief tintigen Rotwein, dessen Ränder selbst in leuchtendem lila strahlen. Die vitale Farbe des Weins spiegelt sich auch im Bouquet wider. Tapenade, ein dichtes und duftiges Bouquet aus Heidelbeermarmelade, Schlehe und Sauerkirschen zeichnet eine beerige Waldfrucht, dazu dann Maraschino-Kirschen und Pflaumenmus. Das ist konzentriert, kraftvoll, aber nie vom Holz geprägt – die Frucht überstrahlt alles! So zeigt sich der „Le Cèdre“ auch am Gaumen kraftvoll aber von sehr seidigem Tannin. Es ist schon jetzt fein poliert, lässt der Fruchtintensität und Konzentration den Vorzug. Das ergibt einen dichten, festen Cahors, der niemals übers Ziel hinauschießt. Ein Hauch Tamarinde und etwas in Kakao gehüllte Bitterorangen hallen gemeinsam mit Darjeeling-Tee aus. Manch spitzzüngiger Verkoster mag meinen, dass die alte Garde nicht mehr zu melden hätte. Wer einen derart eleganten und auf den Punkt gelesenen Cahors wie diesen im Glas hat, weiß: Von diesem Meister kann man einiges lernen! Ab Freigabe im Jahr 2023, Höhepunkt wohl ab 2027 bis 2045+. 18 PINWAND no 330 | Oktober 2021

Château du Cèdre CAHORS FRANKREICH FR-BIO-01 © Marc Ginot „GC“ CAHORS, ROUGE 2020 (BIO) Subskription eines Giganten: Hier ist oben! In Subskription, Auslieferung ab Frühjahr 2023 FSW070320 „GC“ Cahors, rouge 2020 90,66 €/l 68,00 € FSW070320M „GC“ Cahors, rouge 2020 MAGNUM 90,00 €/l 135,00 € Es ist Dir gelungen, lieber Pascal! So lautet unsere Antwort auf das namensgebende Mantra, welches hinter dem Kürzel „GC“ steckt. Natürlich steht „GC“ für die „Grande Cuvée“ des Hauses, den Grand Cru Château du Cèdres. Es handelt sich hierbei aber auch um ein Wortspiel, das gebürtigen Franzosen (und anderen frankophonen Menschen) nicht entgangen sein dürfte: Spricht man die Initialen der „Grande Cuvée“ nämlich auf französisch aus, so tritt Pascals eigentliche Idee hervor: „J’essaye“, oder zu deutsch: „Ich versuche“ (… einen Grand Cru zu vinifizieren). Dieser Cahors, ausschließlich aus Malbec-Trauben gekeltert, stammt von über 50jährigen Reben, die schon von Natur aus nur noch enorm niedrige Erträge liefern. Aufgrund seines immensen Entwicklungspotenzials komplett in neuen Fässern von 500 Litern vergoren, wird er nun mindestens 27 Monate (bis zur Freigabe im Frühjahr 2023) dort heranreifen. Er stammt vom wohl besten Terroir Cahors, von den „Coteaux de Bru“. Ein Weinunikat mit einer legendären Aura, in der Stilistik dem Le Cèdre zwar ähnlich, gleichwohl aber mit dem letzten kleinen, entscheidenden Kick mehr, der ihn in die absolute Weltspitze katapultiert! Ein echter „vin de garde“, der eine Länge und eine Frische und Eleganz besitzt, die referenzartig sind für ihre Region. Kein Wunder, die Reben sind hier zwischen 50 bis 62 Jahre alt, lieferten im Jahrgang 2020 nur 28 Hektoliter pro Hektar Ertrag. Die Nase unserer Fassprobe fällt gegenüber dem „Le Cèdre“ noch komplexer aus. Es duftet hier nach süßlich ausgereiften Waldbeeren. Rosmarin, Thymian gesellen sich zum pflaumigen Bouquet hinzu. Am Gaumen greift dieser Wein dann die markante Gerbstoffstruktur auf, die wir von klassischem Cahors gewohnt sind. Doch halt! Die Tannine sind zwar strukturierend, doch enorm seidig, ja poliert. Schlehen, Cassis, auch Kirschen tauchen auf. Pascal hat über all die Jahre am perfekten Cahors gefeilt, es „versucht“ wie er sagt. Dies ist ihm im Laufe seiner Karriere einige mal gelungen, im Jahrgang 2020 hat er für uns wohl einen seiner größten Würfe gelandet. Der „GC“ klettert die Komplexitätsskala nochmals einige Stufen höher als sein kleiner Bruder, gewinnt an Struktur und Reifepotenzial, vernachlässigt dabei aber bereits im Stadium der Fassprobe keineswegs die Sinnlichkeit und Finesse der Malbec-Traube. Zeugnis von Pascals großer önologischer Erfahrung, aber auch seines eigenen, sich verändernden Geschmacksideals, das er im bestmöglichen Ausdruck der Weine seiner heimatlichen Region sucht und verkörpern möchte. Er arbeitet in seinen Cahors immer mehr die Feinheit und Frische heraus, und es scheint, als habe der Mann, der vor über 30 Jahren bereits das Cahors aufblühen ließ, wieder einen sehr guten Riecher bei der Weiterentwicklung seiner individuellen Stilistik! Ein Wein, der das Terroir der Region in sich trägt, aber auch den neuen Begebenheiten der klimatischen Veränderungen bestens angepasst ist. Das ist Handwerkskunst aus Hand eines Meisters! Ein Cahors, der zu schweben scheint, dabei mit einem Reifevermögen von drei bis vier Dekaden gesegnet ist. Die Quadratur des Kreises – hier wird sie Realität! Zu genießen wohl etwa ab 2025 bis mindestens 2055+. 19

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