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PINwand Nr. 329

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Pinard de Picard Weinmailing, Ausgabe Okober 2021 - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinhändler des Jahres 2010 & 2019 - Weinfachhandel und Weinversender

FRANKREICH BEAUJOLAIS

FRANKREICH BEAUJOLAIS Rottiers „MORTPERAY“ MOULIN-À-VENT, ROUGE 2020 (BIO) 93+ Punkte bei Parker! Grandios und elegant kitzelt dieser Gamay die Papilllen der Rotwein-Kenner FBJ041020 „Mortperay“ Moulin-à-Vent, rouge 2020 Diam-Kork 14% Vol. 19,86 €/l 14,90 € FR-BIO-01 Mit dem Mortperay hat Richard Rottiers einst die Parker-Kritiker überzeugt. Mit einem Wein dieser Preisklasse satte 94 Punkte einzufahren, hat gehörig auf die Appellation im Süden Burgunds aufmerksam gemacht (der aktuelle Jahrgang heftet sich mit 93+ Punkten dicht an die Fersen). Doch mehr produzieren kann und will der biologisch zertifizierte Winzer ohnehin nicht. Viel wichtiger ist es ihm, seinen Gamay und die Geschichte der Windmühle, die dem Gebiet seinen Namen gibt, mit Genießern zu teilen. Denn sie steht als Symbol für die Beständigkeit, ja: Beharrlichkeit dieser Region. Vielleicht haben die Menschen rund um die Welt in ihrem „Beaujolais-Fieber“ vergessen, was hier sonst für köstliche Rotweine entstehen können. Doch die Winzer selbst wussten stets, was sie an ihrem erdgeschichtlich uralten rosa Granit hatten. Und unbeschwert von falscher Modernisierung und Gefallsucht der Weine, konnten sie in der Zwischenzeit die Finessen dieses Terrains noch besser ausloten – im Falle des Montperay sogar mit Rebstöcken, die gut 60 Jahre alt sind. max. 2 Fl. / Kunde Fein-fruchtig wie ein Konfekt! Kirschmarzipan und herbe Anklänge an Edelschokolade sind die ersten Pinselstriche eines Geschmacksbilds, das auch Heidelbeeren und – deutlich weniger präsent – Erdbeere mitbringt. Die Weichheit der Rebsorte Gamay bringt auch im Mund eine Familienähnlichkeit mit den Pinot Noirs etwas weiter nördlich im Burgundischen mit. Wieder ist da viel (kühler) Kirsch-Ausdruck und roter Frucht-Charme. Dunkle Aromen-Einsprengsel von schwarzen Oliven und Lorbeer zeigen die markante Signatur des Granitbodens. Final wird es dann noch provençalisch, wenn der trockene Kräuter-Mix den Gaumen kitzelt. Vor allem Thymian schmeckt vor, hat aber nicht das letzte Wort bei diesem komplexen Terroir-Wein aus dem Beaujolais. Das behält sich der 2020er der Domaine Richard Rottiers für seine floral unterlegte Schattenmorellen-Frucht vor. Sie hat im Rückaroma ihren dramatischen Auftritt und bleibt gerne für ein „Da Capo“ – nämlich den nächsten Schluck dieser Köstlichkeit! Ab sofort bis 2033. 28 PINWAND no 329 | Oktober 2021

Rottiers BEAUJOLAIS FRANKREICH „LES THORINS“ MOULIN-À-VENT, ROUGE 2020 94 Punkte „Eine großartige Ausgabe dieser Cuvée.“ – William Kelley (Parker) FBJ040920 „Les Thorins“ Moulin-à-Vent, rouge 2020 Diam-Kork 13% Vol. 21,20 €/l 15,90 € Ökologisches Denken hat das Leben von Richard Rottiers schon bestimmt, ehe er zum Weinbauern wurde. Als Ingenieur und Pflanzenfachmann arbeitete er unter anderem in Neuseeland, ehe der Experte für Bodengesundheit aus der Agrar-Beratung in das Winzertum wechselte. Im Chablis auf einem Weingut („Domaine des Malande“) aufgewachsen, wählte er dennoch die weitgehend unbekannte Ecke um Romanèche-Thorins für sein neues Leben. Mit lediglich fünf Hektar baute er seinen Ruf auf, wobei die kleine Fläche einen Reichtum an alten Reben, allesamt zwischen 40 und 80 Jahre alt, mitbringt. Das Bioweingut vertraut auch beim Ausbau auf traditionelle Techniken. Im Falle des „Les Thorins“ wird die intensive Frucht des Beaujolais etwa bewahrt, indem der Winzer die regionstypische „macération semi-carbonique“ anwendet. Dabei wird das Holzgebinde mit entrappter Maische befüllt und die Gärung gestartet. Das Kohlendioxid verhindert dann den schädlichen Sauerstoff-Zutritt, auch wenn nach zwei Tagen weitere, frische Trauben dazukommen. Eine Art Schutzgas-Atmosphäre fördert so die interzelluläre Gärung der einzelnen Weinbeeren – ein homogeneres Geschmacksbild, vor allem aber weniger Gerbstoff und klarere Frucht, sind das Ergebnis. Beim „Les Thorins“ lässt sich das nachkosten; denn der florale Duft – irgendwo zwischen Veilchen und Lavendel zu verorten – bringt den Dörrzwetschgen-Ton dieser Gärmethode ebenso mit wie einen feinen Sauerkirsch- Touch in der Nase. Das runde Mundgefühl wiederum erinnert in jeder Phase (und Faser) an fleischige Kirschen. Wie frisch entsteint, schmeckt man sowohl das Fruchtfleisch, als auch den Gerbstoff der roten Schalen. Dazu gesellt sich feines Marzipan am Gaumen. Ideal umhüllt dieser Beaujolais Hartkäse wie den berühmten Comté. Wer ihn leicht ankühlt, wird aber auch einen feinen Braten-Begleiter in diesem Wein finden. Wobei nichts dagegen spricht, sich einfach eine Flasche des „Les Thorins“ ganz ohne Essen schmecken zu lassen! Ab sofort bis 2028. 94 Punkte PARKER MOULIN-À-VENT, ROUGE 2020 (BIO) Ein sinnlicher, ein feiner, ein burgundischer Moulin à Vent mit der Reife und Saftigkeit des Jahrgangs 2020. FBJ040120 Moulin-à-Vent, rouge 2020 Diam-Kork 13% Vol. 23,33 €/l 17,50 € FR-BIO-01 Das Jahr 2020 gehört zu spannendsten der letzten Dekade. Es war ein Jahrgang der Extreme, in dem aber der Gamay mal wieder bewiesen hat, wie gut er sich an veränderte Verhältnisse anpassen kam. Es gab einen sehr frühen Austrieb, einen heißen Sommer wie auch Herbst und eine der frühesten Lesen in der Geschichte des Weinbaus. Besonders der heiße Sommer hat vielen jungen Reben zu schaffen gemacht. Doch in den Weinbergen, aus denen dieser Moulin à Vent stammt, sind die Reben um die 50 Jahre alt, wurzeln also tief und finden so gut wie immer Wasser. Richard Rottiers kennt die Parzellen wie seine Westentasche. Für diesen Ortswein hat er neun davon ausgewählt. Alle werden seit langer Zeit organisch bewirtschaftet. Wie alle seine Weine und wie es für die Region typisch ist durchlaufen die Trauben eine macération semi-carbonique, bevor sie in Fudern und in gebrauchten Barriques über sechs Monate hinweg ausgebaut werden, um danach noch weiter auf der Flasche zu reifen. Vor allem der Barrique-Anteil ist bei diesem Moulin à Vent höher als bei Rottiers’ anderen Weinen, und das merkt man der Struktur, der Textur und dem Tannin an. Dieser Wein braucht länger, bis er sich findet, er wirkt dann aber auch präziser und noch strukturierter. Im Auftakt duftet der Gamay intensiv nach Veilchen und süßen reifen und teils eingelegten Kirschen, nach warmer Walderde und Waldhimbeeren sowie nach dunkler Schokolade. Schon im Duft kann man die Konzentration und Kraft dieses Moulin à Vent erahnen, aber eben auch die reife und hedonistische Süße des Jahrgangs. Am Gaumen verweilt der Gamay mit einer reifen Frucht von dunklen Kirschen. Das Tannin bleibt, wie es so typisch für Gamay ist, geradezu pudrig fein und ist doch markant, was auch am Holzfassausbau liegt. Alles an diesem Wein ist saftig und voll, und doch absolut präzise und fein ziseliert. Wieder einmal ein Ausdruck höchsten Könnens, das Richard Rottiers hier an den Tag gelegt hat. Diesen Wein kann man jetzt und sicher bis 2033 oder länger genießen. 93 Punkte PARKER 29

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