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PINwand Nr. 327

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Weinmailing Ausgabe August 2021 - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinhändler des Jahres 2010 & 2019 - Weinfachhandel und Weinversender

DEUTSCHLAND MOSEL

DEUTSCHLAND MOSEL Molitor MARKUS MOLITOR ZELTINGEN JAHRGANG 2019: „WIR ZIEHEN EIN WEITERES MAL DEN HUT VOR DER LEISTUNG VON MARKUS MOLITOR UND SEINEM TEAM.“ VINUM WEINGUIDE 2021 Punkterausch bei Molitor: 17 (!) Rieslinge mit 98 bis 100 Punkten bewertet! „Bezeichnungen wie »trocken« oder »feinherb« hat Markus Molitor mit dem Jahrgang 2007 abgeschafft. Für ihn trocken schmeckende Weine werden mit weißer Kapsel ausgestattet, feinherbe mit grüner und süße mit goldener.“– Eichelmann Weinguide 2021 Über Markus Molitor ist wahrscheinlich schon alles gesagt, sind sämtliche Loblieder bereits gesungen worden. Als „der Außerirdische“ wurde er bezeichnet (Weinwisser), andere nennen ihn „lebende Legende“ – es ist schon faszinierend und grenzt ans Unbegreifliche, was Markus da Jahr für Jahr aus seinem ungeheuer vielfältigen Lagenportfolio auf Flaschen zieht. Aus mehr als zwanzig erstklassigen Einzellagen mit unterschiedlichsten Bodenzusammensetzungen und Kleinklimata, vinifiziert er jährlich über 90 (!) verschiedene Weine, spielt so virtuos wie kaum ein anderer Winzer auf dieser Klaviatur fabelhaften Terroirs. Vom trockenen, „einfachen“ Gutsriesling bis hin zu den grandiosen edelsüßen Raritäten kann man sämtliche seiner zutiefst mineralischen Weine bedenkenlos empfehlen, die sich jahrein, jahraus durch reife Frucht, fabelhafte Dichte und einen ausgeprägten Terroircharakter auszeichnen. Viele Kritiker haben zu Recht die außergewöhnliche Qualität des Jahrgangs 2019 begeistert besungen – und nun wurde eine ganze Kollektion in den Weinolymp erhoben! Robert Parker’s Wine Advocate hat Stephan Reinhardts Wertungen für die aktuelle 2019er-Kollektion von Markus Molitor veröffentlicht, für die er ein wahres Punktefeuerwerk abbrennt. Sage und schreibe 17 (!) Rieslinge werden mit 98 oder mehr Punkten bewertet, die Kritiken lesen sich denn auch über die Maßen enthusiastisch. „Die Rieslinge stammen alle aus renommierten Schiefersteillagen von der Mittelmosel und der Saar – sie sind so etwas wie der Mount Everest, K2 und Nanga Parbat der Rieslingwelt.“ Und den Genuss dieser Weine vergleicht Stephan Reinhardt mit dem Erklimmen der höchsten Gipfel dieser Erde! Absolut faszinierend ist dabei die außergewöhnliche qualitative Homogenität des nicht eben kleinen Portfolios von Markus. Schon im Einstiegsbereich dürfen sich Weinliebhaber auf hervorragende Weine freuen: Der „Alte Reben Mosel“ für deutlich weniger als 20 Euro hat für Stephan Reinhardt das Zeug zum Wein des Jahres! Wir haben Ihnen unten die unserer Meinung nach schönsten Weine aus dem Molitor-Traum-Jahrgang 2019 zusammengestellt, von raren Tropfen der Extraklasse wie die aus dem Erdener Prälat (2 x 100 Punkte!) bis hin zu unseren Preis-Genuss-Favoriten aus dem Kabinett- und Spätlesebereich! „Egal für welchen Wein Sie sich entscheiden, Sie werden kaum enttäuscht werden“, schließt Stephan Reinhardt seinen Jahrgangsbericht. Dem ist nichts hinzuzufügen! Dann mal rauf auf die (8.000er-)Gipfel des Riesling-Genusses! 84 PINWAND no 327 | August 2021

Molitor MOSEL DEUTSCHLAND PINOT NOIR „HAUS KLOSTERBERG“ ROSÉ, 2020 Wenn Sie ausschließlich Riesling trinken, verpassen Sie etwas! DMO066220 Pinot Noir „Haus Klosterberg“ Rosé, 2020 DV 12% Vol. 13,20 €/l 9,90 € Es kann Sie niemand zwingen, ausschließlich Riesling zu trinken. Selbst wenn das an sich keine Strafe wäre. Auch wenn der Wein von der Mosel kommt und auch wenn Sie Markus Molitor als Winzer kennen, der steilen Riesling aus mindestens ebenso steigen Hanglagen zaubert und genau dafür – also Riesling – gefeiert wird, heißt das immer noch nicht, dass Sie jemand zwingen kann, ausschließlich Riesling zu trinken. Denn auch Markus Molitor baut auf den 38 Hektar Rebfläche seines Weinguts nur zu 95 Prozent Riesling an. Zwei Prozent sind mit Weißburgunder bestückt und immerhin drei Prozent mit Pinot Noir. Und diese Spätburgunderreben liefern die Trauben für drei Rotweine und einen Rosé, den einzigen Rosé von Markus Molitor: „Haus Klosterberg“. Auch dazu kann Sie natürlich niemand zwingen, aber den sollten, sollten Sie probieren (selbst wenn Sie sonst ausschließlich Riesling trinken), denn für den Rosé gilt genau dieselbe winzerische Maximen wie für alle Molitor-Weine: Handlese und Selektion im Weinberg! Ein Teil der Saftes wird durch Ganztraubenpressung gewonnen, um die Frische zu bewahren, der Rest mittels Saignée-Verfahren aus der Rotweinmaische, um den Körper des Wein zu stärken. Vergören wird natürlich spontan und im Stahltank. Aber entscheidend ist wie immer, was ins Glas kommt. Dort leuchtet der Pinot Noir „Haus Klosterberg“ Rosé von 2020 intensiv lachsfarben und duftet zart nach Beeren: Himbeere, Walderdbeere und leicht herb und kühl nach roten Johannisbeeren. Am Gaumen dann präsent und druckvoll. Die Beerennoten summen leicht und verspielt im Hintergrund und es offenbart sich eine rauschend lebendige Säure von saftig-fleischiger Pink Grapefruit. Deren zarte, appetitanregende Bitterkeit findet ihren perfekten Gegenpart in der moseltypischen würzigen Schiefermineralität. Das ist so gelungen, anspruchvoll und elegant, wie es schmackhaft und genussfördernd ist. So darf Wein gerne immer sein – egal in welcher Farbe. Und angesichts dessen wäre es doch wirklich schade, wenn Sie ausschließlich Riesling tränken. Ab sofort bis sicherlich 2025. PINOT BLANC „HAUS KLOSTERBERG“, 2019 Top Basis-Weißburgunder von Molitor DMO067919 Pinot Blanc „Haus Klosterberg“, 2019 DV 12% Vol. 13,20 €/l 9,90 € Es ist beglückend, welch steiler Aufstieg dem Pinot Blanc bzw. Weißburgunder im Portfolio von Markus Molitor in den letzten Jahren gelungen ist. Was zunächst fast wie ein Mauerblümchen am Rande der großen Anzahl von Rieslingen schien, hat sich zu einer Pflanze von veritabler Größe entwickelt. Dazu trägt auch bei, dass der Weißburgunder längst nicht mehr zugekauft wird, sondern komplett aus eigenen Lagen gekeltert wird. Das ehrt diesen Mann, der den Ruf des Mosel-Burgunders fast im Alleingang aufpoliert hat. Und es ist immer wieder beeindruckend, dass ihm das überhaupt möglich ist; denn mittlerweile bewirtschaftet er rund 100 Hektar – weitestgehend in Steillagen. Beim Pinot Blanc „Haus Klosterberg“ trifft Molitors großes Gespür für Burgundersorten auf den Anspruch, einen hervorragenden Gutswein ins Glas zu bringen, der vor Süffigkeit nur so strotzt. Molitors Weißburgunder bringt Charme, eine saftig reife Frucht und eine lebendige Säure zusammen, ist dabei klar und präzise, 2019 aber auch wieder wunderbar üppig und fleischig in der Frucht. Dabei profitiert der Pinot Blanc „Haus Klosterberg“ davon, dass er zu rund 20 % im Holz ausgebaut wurde, was ihm einen feinen, cremigen Charakter verliehen hat. Im Duft erinnert der Weißburgunder zunächst an leicht öligen Schiefer und damit an seine Riesling-Geschwister, von denen man diesen Duft ja kennt. Später und mit Luft finden sich immer mehr weiße Blüten, saftig reife gelbe Äpfel und Birnen, Orangen, Aprikosen und Pfirsiche, dazu ein Hauch von Honig, etwas blonder Tabak und Gartenkräuter. Dabei wirkt der Wein so appetitlich, dass man sofort den Drang verspürt, ihn zu kosten. Und wenn man den ersten Schluck im Mund hat, möchte man direkt weitertrinken, so lebendig und saftig, so süffig und trinkfreudig präsentiert sich der Wein. Da findet sich so viel reife gelbe Frucht, so viel Schmelz, durchzogen von einer reifen und lebendigen Säure, und gleichzeitig so viel Kraft und Substanz – das ist einfach umwerfend charmant. Der Kommentar vonStephan Reinhardt zum Wein: „Ein ausgezeichneter Gastronomiewein mit beeindruckender Finesse und Delikatesse.“ Ab sofort bis sicherlich 2024+. 89 Punkte PARKER 85

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