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PINwand Nr. 327

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Weinmailing Ausgabe August 2021 - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinhändler des Jahres 2010 & 2019 - Weinfachhandel und Weinversender

DEUTSCHLAND BADEN Holger

DEUTSCHLAND BADEN Holger Koch verbindet Schmelz, Cremigkeit und Grip traumwandlerisch sicher. Der 2019er Chardonnay *** besitzt Tiefe, Volumen und Frische (brillanter Holzeinsatz!), der 2018er Pinot Noir * begeistert mit kühler Kirschfrucht, einem leisen Sahnetouch, Substanz und vibrierender Säure: Glückwunsch zum Aufstieg!“ Dem ist im Grunde kaum noch etwas zuzufügen. Aber lauschen wir doch am besten dem Meister – den er uns vermutlich nur zähneknirschend durchgehen lässt! – selbst: „Ich versuche, authentische, harmonische, lebendige Weine zu machen. Meine leicht erhöht liegenden Weingärten (300 bis 380 Meter, Lössboden auf Vulkangestein) in Bickensohl profitieren nämlich nicht nur von den vielen Sonnentagen, sondern auch von kühlen Nächten, denn hohe Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind ideal zur Herausbildung komplexer Aromen. Daher ist das Bickensohler Terroir bestens geeignet, meine Vision von mineralischen Weißund Rotweinen in die Realität umsetzen zu können, die einen samtigen, kraftvollen Körper mit vielschichtiger, finessenreicher, feiner Frucht verbinden. Entscheidend ist immer die handwerkliche Arbeit im Weinberg. Sorgfältig, naturnah, nachhaltig. Wir müssen das Erbe für unsere Kinder schützen und bewahren.“ © Werner Richner UND WAS SCHREIBT DIE FACHPRESSE DAZU? „Nachhaltige Aromen statt lauter, protziger Verkostungsweine“ lobt der Gault&Millau die feinsinnigen Rot- und Weißweine von Holger Koch, die in ihrer ausgefeilten Stilistik und Terroirprägung unseren Vorstellungen von einem großen Pinot Noir und grandiosen Weiß- und Grauburgundern entssprechen, zumal sie von der Seele ihrer Heimat Baden zu erzählen vermögen! Und dennoch hat Parker-Verkoster Stephan Reinhardt auch mit seiner Beobachtung recht, wenn schreibt: „Holger Koch und seine Frau Gabriele bevorzugen einen erfrischenden und finessenreichen, eleganten Stil beim Pinot Noir. Tatsächlich ist der Stil ihrer Weine sehr französisch: pur, präzise und elegant, mit einem reduzierten Fruchtaroma in der Nase und am Gaumen, dafür geprägt von Intensität, Nachhaltigkeit und Frische.“ © Werner Richner Intensität, Nachhaltigkeit und Frische – das gilt selbstverständlich auch für die jüngsten weißen 2020er, ein Jahrgang, der Holger – allen Widrigkeiten zum Trotz – richtig zupassgekommen ist, denn die Weine sind (so seine bescheidene Einschätzung) „gut geworden – frischer, straffer als 2018, runder als 2019“. Wer wie wir von diesen beiden Jahrgängen schon völlig begeistert war, wird sich mit dem 2020er mehr als nur anfreunden können: Das wird ein Bund fürs (Wein-)Leben! 74 PINWAND no 327 | August 2021

Holger Koch BADEN DEUTSCHLAND WEISSBURGUNDER, 2020 (EDITION PINARD DE PICARD) Weißburgunder wie wir ihn uns wünschen! DBA010120 Weißburgunder, 2020 (Edition PdP) DV 13% Vol. 13,26 €/l 9,95 € Das ist Baden at its best! Das ist Holger Koch! Für diese Exklusivfüllung für Pinard de Picard wurden die Trauben von Hand gelesen und streng selektioniert. Das Ergebnis: ein wunderbarer Weißburgunder, der gelassen zwischen zurückhaltender Eleganz und unbeschwertem Trinkgenuss pendelt. Der Wein stammt von rund 30 Jahre alten Weinbergen rund um Bickensohl mit Lößböden. Die Trauben werden nach der Lese entrappt und über Nacht langsam gepresst. Der Saft wird – wie immer bei Holger Koch – spontan angegoren und im Zweifel mit neutraler Zuchthefe durchgegoren, falls die Gärung nicht zu 100 % durchläuft, denn restsüße Burgunder sind überhaupt nicht sein Ding. Der Ausbau findet sowohl mit Edelstahl als auch im neutralen großen Holzfass statt. Kochs Kunstgriff bei seinen Weißweinen, einen kleinen Teil der Trauben auf der Maische vergären zu lassen (hier sind es 5 %), hat sich in den letzten Jahren als ein bewährtes Stilmittel etabliert, das seinen Weinen auch in warmen Jahren besondere piccantezza verleiht. Denn Frucht und Fülle bringen die Trauben in warmen Jahrgängen schon aus den Weinbergen mit. Doch benötigen sie auch Frische und Struktur, um perfekt ausbalanciert zu sein. Genau dies bringt die Beigabe der mazerierten Trauben mit sich. In der Nase duftet dieser Gutswein zart nach Apfel und Apfelquitte, einer Spur Birne, etwas Honigmelonen und einem Hauch Kamillenblütten. Ein zart cremiger Weißburgunder, dessen ausgewogene Struktur auf Anhieb überzeugt. Seine am Gaumen animierende, glockenklare Kernobstaromatik, eine Spur zum Teil noch unreifer Haselnüssen, der zitrische Nachhall sowie eine zarte Salinität ergeben ein herrlich fruchtreduziertes Geschmackserlebnis. Ein wunderbarer Gutswein und, typisch Holger, ein Wein, der schon im Basissegment für Anspruch sorgt und auch dem fortgeschrittenen Gaumen noch spielerisch ein Entzücken abringen kann. Bitte mehr davon! Ab sofort bis 2026+. GRAUBURGUNDER, 2020 (EDITION PINARD DE PICARD) Präzise Handarbeit, strenge Selektion – das ist die „Edition Pinard de Picard“! DBA010420 Grauburgunder, 2020 (Edition PdP) DV 12,5% Vol. 14,40 €/l 10,80 € Auf Lieblingsjahrgang 2019 folgt … Lieblingsjahrgang 2020! Das gilt zumindest für die Weine von Holger Koch! Seine Burgunder lassen es weder an Struktur – natürlich! – noch an Substanz oder Grundreife mangeln, doch haben sie nun vielleicht ein Quäntchen mehr Körper, mehr Rundungen und vor allem mehr Tiefe. Dieser feine, herrlich präsente Grauburgunder veranschaulicht dies bestens. Um seinen Weinen den richtigen Schwung zu geben, sie mit mehr Gerbstoff aufzuladen, ihnen mehr Frische zu ermöglichen und auch mehr Charme, hat Holger einen kleinen Teil des Grauburgunders aus seiner besten Lage auf den Traubenhäuten und Stengeln vergoren, also einen Orangewein entstehen lassen, den er in kleinen Portionen von nur wenigen Prozent (5 %, um genau zu sein) dem traditionell vergorenen Wein wieder beigegeben hat. Das war schon das Erfolgsrezept des genialen 2019er-Jahrgangs! Getreu dem Motto „Jemand, der die Spitzenweine liebt, der soll auch die Basis mögen.“ schenkt Holger Koch seinen Gutsweinen größtmögliche Aufmerksamkeit. Dieser farblich etwas intensivere Grauburgunder duftet sehr zart (Holger Koch: „fast verhuscht“) nach weißen Früchten, Mandeln und Äpfeln, dazu dann etwas Quitten und ein Hauch noch grüner Haselnuss – ein komplexes Bouquet, wie wir es bei einen Grauburgunder dieser Preisklasse kaum erwarten würden. Ein am Gaumen vor allem auch in seiner Stuktur wunderbar präsenter Wein (nicht zu cremig, nicht zu schlank), der sich kraftvoll zeigt, in jedem Moment allerdings fein und bemerkenswert elegant bleibt. Bis in den Nachhall hinein (wieder zitrisch, mit leicht herben Grapefruitnoten, dazu eine leicht salzige Komponente) animierend – die Lust auf den nächsten Schluck ist geradezu Programm dieses so angenehm intensiven wie leichtfüßigen Grauburgunders! Jetzt schon herrlich, und sicherlich noch bis 2025+. 75

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