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PINwand Nr 325

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Weinmailing Ausgabe Juli 2021 - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinhändler des Jahres 2010 & 2019 - Weinfachhandel und Weinversender

DEUTSCHLAND RHEINHESSEN

DEUTSCHLAND RHEINHESSEN Keller WEINGUT KELLER FLÖRSHEIM-DALSHEIM VOM GESPÜR ALS ZAUBERFORMEL Welche Entwicklung: Klaus Peter und Julia blicken auf 20 gemeinsame Jahrgänge und ihre Weine haben in dieser Zeit einen Platz in der ‚hall of fame‘ der weltbesten Gewächse gefunden! Glückwunsch für diese fantastische Leistung! © Michael Hamann 4 PINWAND no325 | Juli 2021

Keller RHEINHESSEN DEUTSCHLAND „Unser 20. Jahrgang macht uns glücklich!“ JULIA & KLAUS PETER KELLER Werte Kunden, die Weine der Kellers werden mittlerweile mit routinierter Regelmäßigkeit mit Preisen überhäuft. Heute aber feiern wir eine besondere menschliche Auszeichnung. In all den Jahren, in denen wir Ihnen nun schon von der Familie aus Flörsheim- Dalsheim berichten, gab es stets viel zu erzählen. Denn wenn es im Weingut Keller eine Konstante gibt, dann die, dass kein Stillstand herrscht. Wir sind froh, dass Pinard de Picard quasi von Anbeginn mit dabei war (Der Jahrgang 2002 war der erste, den wir Ihnen anbieten durften, damals als besonders hell leuchtende Perle des kalkreichen rheinhessichen Hügellands; wir danken hiermit für das jahrelange Vertrauen in unsere Tipps!). Was die Erfolgsgeschichte angeht, so hat vieles damit zu tun, dass man hier mit klarem Blick auf die Zukunft hinarbeitet, sich selbst stets hinterfragt und seines Glückes eigener Schmied ist. Denn wenn man nichts dem Zufall überlässt, ist man auch gegen unliebsame Überraschungen gefeit. Heute wollen wir die Gelegenheit nutzen, um auf das zurückzublicken, was sich in den vergangenen beiden Dekaden getan hat. Aus gegebenem Anlass: Denn Julia und Klaus Peter Keller feiern den 20. Jahrgang, den sie gemeinsam auf die Flasche gebracht haben! Spricht man von großen Weinen, so liegt diesen großes Terroir zu Grunde, spricht man von der ungeheuren Dynamik der Familie Keller, so mag manch einer von großem Glück erzählen, für uns ist es vor allem eines: Gespür! Besonderes Gespür besaß auch Klaus Peter, als er im Jahre 2000 frisch ins 1789 gegründete Weingut seines Vaters einstieg. Damals liebäugelte er mit einer Lage, die viele in Rheinhessen als unrentabel betrachteten. Die Rede ist vom Kirchspiel. Heute eine der Konstanten und festen Größen des Betriebs, ja Vorzeige-Lage, wenn es um die Bedeutung rheinhessischer Rieslinge geht. Klaus Peter besaß viel Mut als er seinen Vater (mit 72 Jahren noch immer im Weinberg anzutreffen!) zum Erwerb der einzigartigen, vom Kalk geprägten Lage überzeugte. Mit dem äußerst schwierigen, von enormem Regen geprägten Jahrgang 2000, lieferte Klaus Peter einen für ihn zunächst enttäuschenden Erstlingswein ab. Der Druck war enorm, die Verantwortung immens und mit mahnendem Zeigefinger schien sich das Kirchspiel aufzulehnen und zu sagen: „So leicht kriegt Du mich nicht!“ Nur ein Jahr später, und das besondere Gespür Klaus Peters hatte sich bestätigt. Mit dem 2010er-Jahrgang fuhr der junge Winzer einen trockenen Riesling ein, von dem wir noch heute, 20 Jahre später, schwärmen, der als große Referenz gilt. Vater Klaus überschrieb Julia und Klaus Peter fünf Jahre später zuversichtlich das Weingut. Mit der Geburt des „Max“, im Jahre 2000, wurde zudem ein weiterer Wein gefüllt, der heute als die Ikone des deutschen Rieslings gilt: der „G-Max“, der – laut Gault&Millau – „deutsche Montrachet“. Die Hommage an Großvater Georg und Sohn Max galt als „Baby-Wein“. Damals war noch nicht absehbar, welch einmalige Geschichte dieser Kultwein schreiben würde. Und so heißt es heute im Ausland, wenn Max auf Reisen anderen die Philosophie des Hauses näherbringt: „G-Max is travelling!“ Ende der ersten Dekade der 2000er sorgten Julia und Klaus Peter für großes Aufsehen, als sie mit dem Hipping und Pettenthal am Roten Hang gleich zwei neue Lagen erwarben. Der Rote Hang, die vielleicht historisch bedeutsamste Lage Rheinhessens, lebte damals vom Ruf längst vergangener Zeiten. Es waren der Wille und erneut das unfehlbare Gespür Klaus Peters, die diesen legendären Lagen der Rheinfront zum erneuten Glanz verhalfen. Wenn wir uns die heutige Nachfrage nach dem Großen Gewächs vom Pettenthal vergegenwärtigen, kann man getrost davon sprechen, dass der Rote Hang nicht nur eine Renaissance erlebte, sondern besser denn je zuvor dasteht. Aufmerksame Freunde des Hauses wissen, dass Julias Ausbildung, die sie bei der Süßwein-Ikone Hans Günther Schwarz (vier Jahrzehnte lang Kellermeister bei Müller-Catoir bis 2001 und soeben 80 Jahre alt geworden: Lieber H. G. Schwarz, Sie haben eine Generation junger Winzer inspiriert, wies es Julia und Klaus Peter heute tun und dies bereits vor 40 Jahren. Herzlichen Dank für hierfür und alles Gute für die nächsten 20 Jahre!) absolvierte, ihre Liebe zu Scheurebe und Rieslaner entzündete. Während viele Winzer auf den internationalen Sauvignon-Blanc-Trend setzten, widmeten sich die beiden mit Hingabe der „Scheu“, bauten den Heimatsklassiker trocken wie fruchtsüß aus. Auch hier sind die beiden ihrem Gespür gefolgt, dürften damit sicher zum gesuchtesten Scheurebe-Produzenten Deutschlands zählen. Und einen der schönsten Rieslaner (aus dem Monsheimr Silberberg), der die Geschichte der viel zu wenig beachteten Rebsorte fortschreibt, vinifizieren sie ohnehin. 5

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