Aufrufe
vor 1 Jahr

PINwand Nr 325

  • Text
  • Weinfachhandel
  • Weinhandel
  • Weinverkostung
  • Winetasting
  • Wine
  • Weine
  • Wein
Weinmailing Ausgabe Juli 2021 - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinhändler des Jahres 2010 & 2019 - Weinfachhandel und Weinversender

DEUTSCHLAND RHEINHESSEN

DEUTSCHLAND RHEINHESSEN Keller RIESLING „VON DER FELS“, TROCKEN 2020 „Diejenigen, welche sich keinen G-Max oder Pettenthal leisten können, sollten nicht verzweifeln. Schließen Sie ihre Augen, nehmen hiervon einen Schluck; dann sind sie (fast) hier.“ – Jancis Robinson DRH010620 Riesling „von der Fels“ trocken, 2020 12,5% Vol. 29,20 €/l 21,90 € max. 6 Fl./Kunde bevor diese, in ihrer jeweiligen Einzellage Klaus Peters Ansprüchen genügend, ihren ureigenen Terroircharakter als Solokünstler beweisen dürfen. „THE BUTTERFLY OF BACCHUS“ JANCIS ROBINSON Der „von der Fels“ blickt mittlerweile auf eine 20jährige Geschichte zurück! Ursprünglich im Jahrgang 2000 gefüllt, als eine Visitenkarte für das besondere Terroir der Kellerschen Lagen, dem Kalkstein, genießt jener Wein heute ebenso Kultstatus wie die Großen Gewächse aus welchen er stammt: Kirchspiel, Abtserde, Morstein und Hubacker! Wir können mit großem Stolz sagen, dass wohl kein anderer Wein jenseits der Großen Gewächse bei uns über all die Jahre, und 17 Jahrgänge dürfen wir die liebenswerte Familie Keller schon begleiten, eine derartige Dynamik entwickelt hat wie der „von der Fels“. Worin mag der große Erfolg begründet liegen? Nun, die Geschichte ist schnell erzählt, dabei, wie alle Erfolgsprojekte, vor allem in der einzigartigen Qualität begründet. Der „Von der Fels“, dessen subtiler Name rein gar nichts von seiner magischen Größe verrät, ist nichts anderes als die Vorstufe zu den legendären Großen Gewächsen, das „Trainingslager der jungen Reben“, Nun sind jene Rieslingstöcke aber so langsam in die Jahre gekommen, was sich in diesem Fall jedoch nur nach einer vermeintlichen Schwäche anhört. Klaus Peter besitzt schlichtweg keine jüngeren Reben mehr, die in den „von der Fels“ eingehen. Mittlerweile ist der „von der Fels“ selbst erwachsen geworden und stammt in der Regel von im Schnitt 25-, ja oft eher 30-jährigen Reben aus den Großen Lagen. Michael Schmidt (Jancis Robinson) verkostete eine eindrucksvolle Vertikale aller „von der Fels“ der Jahrgänge 2004 bis 2016. Dabei merkte der Weinkritiker begeistert an, dass sich der Vertreter aus dem Spitzendjahrgang 2004 als einer der Weine mit dem größtem Potenzial präsentierte. Wenn man bedenkt, dass die Cuvée seinerzeit um gleich zwei exzellente Große-Gewächs-Lagen (Abtserde und Morstein) „bereichert“ wurde und der Wein wie alle Rieslinge des Hauses in den Folgejahren noch trockener, puristischer und feiner ausgebaut wurde, dann kann man mit Fug und Recht von einem von Deutschlands größten Weinwerten sprechen! Kein Wunder, dass die Grande Dame der englischen Weinkritik, Jancis Robinson, von diesem Wein als kleinem, da erschwinglichem G-Max oder Pettenthal schreibt! Und so verführt unser kleiner „G-Max-und-Pettenthal-Ersatz“ mit intensivem Duft nach gelben Früchten, einem Hauch Ananas samt Strunk sowie zarten und erfrischenden Noten frischer Minze, die wie in Kreidestaub (hier rockt der Kalk!) gebettet wirken. Das ist zugänglich, sofort nach Öffnen der Flasche präsent, und so dauerhaft zuverlässig, dass man (mindestens) eine Notfallflasche für schlechte Zeiten im Kühlschrank aufbewahren sollte – denn dieser Muntermacher ist ein Quell großer Freude für alle Liebhaber präziser und gleichermaßen verspielter Rieslinge! Am Gaumen baut der „von der Fels“ dann seinen gewohnten Spannungsbogen auf, der manch Großes Gewächs müde aussehen lässt. Der dritte warme Jahrgang in Folge ist für uns so etwas wie ein zuversichtlicher Ausblick auf die Zukunft des deutschen Weinbaus, schmeckt er doch derartig präzise und erfrischend, dass uns klar wird: Die Zukunft lieg im deutschen Wein, sofern man die richtigen Entscheidungen trifft und den Reben Raum und Kraft zur Entfaltung 12 PINWAND no325 | Juli 2021

Keller RHEINHESSEN DEUTSCHLAND gibt. Ein Fruchtbündel von Pfirsichen, reifen Äpfeln und Birnen vermischt sich hier mit Pampelmusen und Zitrusfrüchten, die mit ihrer feinen Säure zur Lebendigkeit des Rieslings beisteuern. Es ist die seidige und klare Beschaffenheit, die den Jahrgang 2020 auch hier ausmacht, das transparente und strahlende Element im Wein. Die Säure ist bestens integriert, auch jetzt in der Jugend, wo der trocken ausgebaute Riesling auch einmal eine gewisse Härte zeigen kann. Doch 2020 zeigt sich präsent, mit offenen Armen, bereitet auf Anhieb Freude. Das macht ihn dieses Jahr so attraktiv: Charme schließt großes Reifepotenzial nicht aus! Und genau das beeindruckt dann auch uns als ausgemachte Puristen. Wie schafft Klaus Peter es nur, auch wärmeren Jahrgängen wie 2018, 2019 und 2020 eine derart unfassbare Leichtigkeit mit auf den Weg zu geben (hierzu Jancis Robinson exemplarisch über den „von der Fels“: „Butterfly of Bacchus“)? Das Tänzerische, die Feinheit und Eleganz der Rieslingtraube, die Keller mit diesem Wein ins Glas zaubern, kurzum: Riesling vom Kalkstein at its very best!) Nun, eine Erklärung liefert sicherlich die Beschattung der Trauben, eine Technik, die Familie Keller von einem der meist geschätzten Betriebe aus Burgund übernommen und die in Verbindung mit einem minimalen Laubschnitt dem warmen Sommer den Wind aus den Segeln genommen hat. Die Trauben haben den Sommer im Schatten zugebracht, konnten so langsam ausreifen und ihre Aromenintensität behalten. „Nicht nur wir Menschen benötigen bei derartigen Temperaturen einen Sonnenschutz, auch die Trauben genießen das“, erklärt Klaus Peter. Dabei haben Kellers hoch gepokert, denn auch diese Methode fordert ihren Preis. Denn man muss dieses Konzept von Anfang bis Ende des gesamten Vegetationszyklus’ durchziehen und kann nicht mitten im Sommer „auf Teufel komm raus“ entblättern, ansonsten würden die Trauben, die durch den Sonnenschutz direkte Sonne kaum gewohnt sind, verbrennen. Aber auch gegen andere Elemente ist dieser „Sonnenschirm“ wirksam: Er fungiert als zusätzliche Schutzwand gehen Hagel – denn die Kellers wissen, was sie tun! Genießen Sie diesen Spitzenriesling aus perfekt gereiften Trauben aller gerühmten Grand-Cru-Lage Kellers, der von solch sensationeller Qualität ist, dass er vielerorts in der Welt ehrfurchtsvoll als der „kleine G-Max“ gerühmt wird und viele Große Gewächse spielend hinter sich lässt. Versprochen! Kellers „von der Fels“: Das ist eine Hymne an die einzigartige Finesse und Mineralität großer Rieslinge – der Kick des Kalksteins! – aus den weltberühmten rheinhessischen Nobelterroirs, die in der Weinwelt mittlerweile einen ähnlich legendären Ruf genießen wie die teuersten Lagen des Burgunds! Zu genießen ab sofort. Und wenn Sie die Geduld besitzen auch weit über 2035 hinaus. Das Konzept ist klar: zu behandeln wie ein großer Wein. Aber des fast unverschämt günstigen Preises wegen, lässt sich hier mit deutlich mehr Elan eine zweite (oder dritte) Flasche öffnen! „VON DER FELS“: ALTER KANN ETWAS WUNDERBARES SEIN! Werte Kunden, der Riesling „von der Fels“ ist ein magischer Weinwert. Er spiegelt, zusammen mit Schäfer-Fröhlichs „Schiefergestein“, die kompromissloseste Qualitätsphilosophie eines Winzers wider. Normalerweise heben wir am „von der Fels“ hervor, dass es sich hierbei um einen Wein handelt, der nicht nur die Vorfreude auf die Großen Gewächse Kirchspiel, Hubacker, Abtserde und Co. erhöht, sondern ernstzunehmender Traumstoff zu erschwinglichem Preis ist. Doch von Jahr zu Jahr verfestigt sich bei uns mehr und mehr ein Gedanke: Er ist das einzige (natürlich inoffizielle!) Große Gewächs, das bereits vor September verfügbar ist …! © Michael Hamann 13

1997-2022 Pinard de Picard GmbH & Co. KG, Saarwellingen, Germany. ALL RIGHTS RESERVED.