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PINwand Nr. 322

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Weinmailing Ausgabe April 2021 - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinhändler des Jahres 2010 & 2019 - Weinfachhandel und Weinversender

SPANIEN JUMILLA Olivares

SPANIEN JUMILLA Olivares „PANARROZ“, TINTO 2018 Das Schnäppchen aus der Jumilla, um sich immer neu zu verlieben SLE010218 „Panarroz“ DO Jumilla, tinto 2018 KK 14,5% Vol. 7,86 €/l 5,90 € Tiefkirschrot bis violett schimmert der Panarroz der Bodega Olivares im Glas. Schon vor dem ersten Schluck steigen einem die volle Fruchtaromen des Jumilla-Weins in der Nase: Pflaume und Kirsche, dazu leichte Kräuternoten. Am Gaumen entfaltet sich ein deutliches Tanningerüst, Pflaume, Cassis und Waldbeeren, dabei leicht, schwebend, unkompliziert. Frucht, Säure und Tannine stehen in einem angenehmen Gleichgewicht. Die Cuvée aus Monastrell, Garnacha und Syrah kombiniert die wohl typischsten Trauben der Region, ein Best-of mar mediterráneo und bleibt dabei komplett seinem Wesen treu. Denn trotz der immer wieder hohen Kritikerwertungen (Es variiert je nach Maßstab, aber 88 bis 90 Parker-Punkte und Mundus Vini Gold sind gesetzt) versucht Olivares aus seinem „Panarroz“ keinen größeren Wein zu machen, als er ist. Und das ist gut so. Er wird im Stahltank ausgebaut und relativ jung in Flaschen gefüllt. Was es zu trinken und schmecken gibt, kommt von den Trauben der Jumilla, der Hitze, der Kraft der Sonne und dem Boden. Und das ist mehr als genug, um an einem lauen Sommerabend die Zeit zu vergessen, wird aber noch viel besser als Speisenbegleiter zu Gegrilltem und Pfannengerühr-tem. Der Panarroz ist einer jener Weine, die man vor langer Zeit in Spanien entdecken und lieben lernen konnte, weil sie ein unschlagbares Genuss-pro-Euro-Verhältnis aufwiesen. In der Jumil-la ist das vielerorts noch immer so und bei Olivares ohne Frage. Aufgrund seines ausgewoge-nen Charakters und seiner Aromendichte ist der „Panarroz“ geradezu ein Schnäppchen und wird gerne als Geheimtipp gehandelt. Aber seien wir ehrlich: Geheimtipps sind irgendwie … doof. Wenn Sie einen tollen Wein wie diesen entdecken und er zudem so erschwinglich ist, dass man ihn jederzeit im Haus haben kann, erzählen Sie es bitte ihren Freunden! Ab sofort bis sicherlich 2025. „TRES VIÑEDOS“, TINTO 2020 Olivares’ Tres Viñedos ist ein Höhepunkt der Jumilla SLE010620 „Tres Viñedos“ DO Jumilla, tinto 2020 DV 14,5% Vol. 8,66 €/l 6,50 € Im Nordwesten der Jumilla, auf der kargen, sandigen und kalkhaltigen Erde der D. O. baut die Winzerfamilie Olivares seit fast einem Jahrhundert Wein an. Die Lage der Bodega auf über 800 Metern über dem Meeresspiegel, das trockene Klima und die oft unberechenbaren Wetterum-schwünge machen den Weinbau hier zu einer schwierigen Aufgabe. Gleichzeitig ermöglichten diese Faktoren die besondere Geschichte der Jumilla. Im 19. Jahrhundert blieb die Region von der Reblauskatastrophe verschont und erlebte so ihre erste Blütezeit. 1930 begann Pascual Olivares Fernandez, Monastrell, die klassische Rebe der Region, anzubauen. Die Traubensorte kommt wie wenige andere mit den Bedingungen von Klima und Boden zurecht, und die Monastrellreben der Bodega sind außerdem nicht nur besonders alt und eben wurzelecht, sondern liefern durch Erfahrung und Können der Winzerfamilie auch Jahr für Jahr von der Kritik gefeierte Weine. Aus einfachem Grund: Mehr Terroir im Glas geht eigentlich nicht. In dieser Cuveé hat Olivares Monastrell (85 %) und Syrah (15 %) aus drei hochgelegenen Parzellen mit alten Reben (den namensgebenden tres viñedos) vereint und dem Wein drei Monate zur Reifung in Holzfässern gegeben. Das Ergebnis ist ein fruchtbetonter Wein mit feinen Brombeeraromen, samtigen Tanninen und einer subtilen Kräutrigkeit. Durch die Höhenlage und die kühlen Nächte bleibt eine angenehme Säure erhalten, und er wirkt leicht und lebendig. Seine Tiefe und Eleganz sind erstaunlich für einen so jungen Wein und wahrscheinlich genau das, was Kritiker und andere Weintrinker immer wieder begeistert. Sie müssen nicht darauf warten, dass der Wein in den kommenden Jahren sein Potenzial entfaltet. Obwohl er ohne Probleme einige Jahre im Keller ruhen könnte, ist schon alles da, was es für anspruchsvollen Weingenuss braucht. Warten sollten Sie auch nicht beim Erwerb des Weines. Weil er aus Trauben von ledig-lich drei Parzellen der Bodega vinifiziert wird, ist der „Tres Viñedos“ nur begrenzt verfügbar. Ab sofort bis sicherlich 2026+ 98 PINWAND °322 | April 2021

Olivares JUMILLA SPANIEN 93+ Punkte PARKER „ALTOS DE LA HOYA“, TINTO 2018 Monastrell und Garnacha für ein saftig-süffiges Original aus Jumilla! „DULCE MONASTRELL“, TINTO 2020 (0,5L) Olivares’ süße Essenz der Jumilla SLE010118 „Altos de la Hoya“ DO Jumilla, tinto 2018 KK 14,5% Vol. 9,26 €/l 6,95 € SLE010417F „Dulce Monastrell“ DO Jumilla, tinto 2017 (0,5l) 16% Vol. 39,80 €/l 19,90 € Winzer Paco Selva vinifiziert aus uralten wurzelechten Reben mit niedrigen Erträgen und opti-mal gereiftem Lesegut einen – wir machen’s uns einfach – „superleckeren“ Wein aus Monastrell und etwas Garnacha. Wir sind schon vom Duft, der dem Glas entströmt, komplett verzückt: reife Brombeeren, Süßkirsche, dazu Thymian und ein hübsches Quantum orientalischer, leicht süßlich anmutender Gewürze. Am Gaumen begeistert der „Altos de la Hoya“ mit weichen fast cremigen, dabei feinkörnigen Tanninen, die das fruchtig-würzige Aromenspektrum – immer wieder Kirsche und Brombeeren, als zweite Ebene dann Kakaobohnen bis Milchschokolade, etwas mit Kardamom, Zimt und einem Hauch Nelken gewürzter Mokka, Süßholz und winzige Graphiteinsprengsel –ideal komplettieren. Der „Altos de la Hoya“ bietet eine erstaunliche Ex-traktfülle, dicht und lang anhaltend. 6 Monate zur Abrundung in 500 l-Fässern aus französischer und amerikanischer Eiche gereift, ist der Fruchtkern dabei so dicht und konzentriert, dass der Ausbau im Holz nicht einmal ansatzweise in den Vordergrund tritt und nur als meisterlich dosiertes Gewürz wahrzunehmen ist. Ein überaus originelles, urwüchsiges Geschmackserlebnis – zarte, perfekt eingebundene Säure, viel Finesse und besagtes samtiges fast cremiges Tannin auch im lang anhaltenden Nachhall. Trotz (oder gerade wegen?) seiner südlichen Herkunft wirkt dieses Preis-Genuss-Wunder an-genehm frisch im Trunk, die wurzelechten Monastrell-Reben (mit etwas Garnacha ausbalanciert) unterstreichen ein unverwechselbares Geschmackserlebnis voll mediterraner Ursprünglichkeit und sanfter Wildheit: Ein autochthones südspanisches Original zum vorbildlich fairen Preis, ein idealer Zechwein und ziemlich hinreißender Essensbegleiter! Ab sofort bis sicherlich 2025+. Fast jeder Weinbauer hat einen Wein, der untrennbar mit seinem Haus verbunden ist. Für die Bodega Olivares ist das der „Dulce Monastrell“, ein Süßwein, der sich nur in besonderen Jahr-gängen vinifizieren lässt. Nur wenn es gelingt, die Lese der Trauben bis in den Spätherbst zu verzögern, um sie in übervoller Reife zu ernten, kann der „Dulce Monastrell“ gekeltert werden. Die Winzerfamilie stellte ihn daher traditionell nur in kleinen Mengen für den Eigenbedarf her. Als der Wein 1998 zum ersten Mal auch zum Verkauf angeboten wurde, galt er in Spanien als Sensation. Dieser Wein ist das Kleinod der Bodega, Ergebnis allen winzerischen Könnens und die Essenz von Aroma und Ausdruckskraft der wurzelechten Monastrelltrauben, die Olivares seit fast 100 Jahren auf den kargen Böden im Nordwesten der D. O. Jumilla anbaut. Tief dunkelrot mit violetten Reflexen liegt der „Dulce Monastrell“ schwer und leicht ölig im Glas, duftet intensiv und betörend nach Schattenmorellen und getrockneten Feigen. Am Gaumen tritt die Kirsche etwas zurück und Feige dominiert. Allerdings nicht üppig süß und vorder-gründig, sondern durchaus fein und differenziert, abgesetzt gegen eine schöne Cassis-Säure und einen Hauch Minze. Der Süßeeindruck des Weins selbst integriert sich so angenehm subtil in die Fruchtaromen. Wer sich an PX-Sherrys erfreut, wird hier eine schöne, ebenfalls spanische Entdeckung machen können, ebenso jeder, der einen Dessertbegleiter sucht. Der „Dulce Monastrell“ brilliert zur Käseplatte, ergänzt aber auch Crème Brulée oder Panna Cotta perfekt. Und wer eine Flasche Bourbon besitzt, kann damit auch eine überraschend tolle Manhattan-Variante mixen: 4 cl Bourbon, 4 cl „Dulce Monastrell“, zwei Spritzer Angostura Bitters, kaltgerührt und im Tumbler auf Eis serviert. Dann kann der Süßwein sogar Aperitif! Ab sofort bis sicherlich 2028+. 99

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