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PINwand Nr. 320

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Frisch eingetroffen! Weinmailing Ausgabe März 2021 - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinhändler des Jahres 2010 & 2019 - Weinfachhandel und Weinversender

FRANKREICH BURGUND

FRANKREICH BURGUND Joblot GIVRY 1ER CRU „LES BOIS CHEVAUX“, ROUGE 2019 Grandioser Pinot Noir von der Côte Chalonnaise. FBU040719 Givry 1er Cru „Les Bois Chevaux“, rouge 2019 14% Vol. 42,66 €/l 32,00 € Die Gemeinde Givry im Süden Burgunds, der Côte Chalonnaise, gleicht einem echten Amphitheater an großartigen Lagen. Sie galt schon vor mehr als zwanzig Jahren als Geheimtipp für enorm preiswerte Burgunder, speziell Pinot Noir. Das gilt auch weiterhin und im Kontext der mehr als regen Nachfrage nach Burgunds Juwelen vielleicht mehr denn je. Primus inter pares dieser „Schätze-Inverkehrbringer“ ist die Domaine Joblot, die seit ein paar Jahren von Juliette, der Tochter Jean-Marc Joblots geführt wird. Sie hat am Stil im Wesentlichen nichts verändert, ihn jedoch mit subtilen Adaptionen wie beispielsweise der Verringerung des Neuholzanteils, feinfühlig aufgefrischt und weiterentwickelt. Der 1er Cru „Les Bois Chevaux“ ist nach Osten ausgerichtet und ist mit 20-jährigen Reben bestockt. Er liefert den vielleicht schlanksten und geradlinigsten Wein unter den Lagenweinen des Hauses. Wenn Sie einen kühlen und puren Pinot Noir schätzen, dann ist der „Les Bois Chevaux“ der Wein Ihrer Wahl aus Juliettes Kollektion. Die Frucht ist hier weniger pflaumig, mehr von Himbeeren und Erdbeeren geprägt. Das steht diesem straffen Pinot Noir, der am Gaumen ein vibrierendes Frucht-Säure-Spiel besitzt, ausgesprochen gut. Er hat nicht ganz die Anlagen zu einem Wein für „zwei Dekaden und mehr“ wie die von doppelt so alten Reben stammenden Crus „Clos du Cellier aux Moines“ und „Servoisine“, betört dafür aber gerade in der Jugend mit seiner Rassigkeit und dürfte auch ansonsten über mindestens ein Jahrzehnt schönste Weinerlebnisse vermitteln. Ein puristischer Wein, voller Vitalität, dessen animierende Aromatik und fast hedonistische Ausprägung die Delikatesse dieses Crus früher als gewohnt zum Vorschein bringen. Das macht richtig Freude! Zu genießen sofort (bei 14–16 °C) bis nach 2032+. GIVRY 1ER CRU „EN VEAU“, BLANC 2019 „En Veau“ blanc 2019: Von 15-jährigen Chardonnay-Reben aus der südöstlich aus gerichteten Premier-Cru- Lage stammt dieser charmante Chardonnay. max. 2 Fl./Kunde FBU040219 Givry 1er Cru „En Veau“, blanc 2019 13,5% Vol. 42,66 €/l 32,00 € Bei den in den letzten Jahrgängen immer besser gewordenen und daher stets sehr schnell ausverkauften Weißweinen spürt man am deutlichsten die behutsamen Veränderungen, die von Tochter Juliette initiiert worden sind. Liebe Leut’: ist das gut! Dieser hellgoldene Wein duftet einfach köstlich, bleibt dabei eher subtil in seiner Fruchtausprägung: ein Hauch Birne, etwas Vanille und Tabak geben sich zu erkennen, allerdings kein spürbares Toasting von neuem Holz. Der Premier Cru bleibt ausgesprochen elegant, duftet neben den eher würzigen Noten ein wenig nach Wollwachs und Marzipan. Das erinnert in seiner kühlen Art schon durchaus an Chardonnay ganz aus dem Norden Burgunds, dem Chablis. Am Gaumen zeigt sich dieser Givry angenehm seidig und weich, auch hier wieder ohne tropische Frucht. Der Jahrgang 2019 verleiht dem Wein Kraft, geht aber in aromatischer Hinsicht ganz in heller Frucht auf. Besonders attraktiv ist die am Gaumen fast ölige Art dieses Chardonnays. Ein Hauch Zitronat hallt nach, gibt dem Wein Frische im Ausklang. Das trinkt sich jetzt einfach herrlich und dank des – so scheint es uns – zunehmend reduzierten Holzeinsatzes unter Juliettes Ägide, kann man diesen feinen Wein schon jetzt wärmsten Herzens empfehlen. Das tun wir hiermit auch! Ab sofort bei 12–14 °C zu genießen. Höhepunkt wohl ab 2023 bis 2030+. 98 PINWAND °320 | März 2021

Joblot BURGUND FRANKREICH GIVRY 1ER CRU „MADEMOISELLE“, BLANC 2019 Mademoiselle: Die Assemblage der 1er Crus „Servoisine“ mit ältesten Reben aus „Veau“. FBU041019 Givry 1er Cru „Mademoiselle“, blanc 2019 13,5% Vol. 46,66 €/l 35,00 € Der 1er Cru „Mademoiselle“ überzeugt mit Trauben des 1er Crus „Servoisine“ von 95 Jahre alten Reben, deren Südausrichtung für die nötige Ausreifung des Chardonnays sorgt. Assembliert wird er mit den ebenfalls ältesten Reben aus dem 1er Cru „Veau“. Was uns an diesem Weißwein so begeistert und generell die Chardonnay-Stilistik der Domaine seit Juliettes die Leitung übernommen hat kennzeichnet, ist der höchst bemerkenswerte Ausbau im Holz. Obwohl die Domaine bei all ihren Weinen seit jeher auf einen hohen Anteil neuer Fässer vertraut, wirken sie niemals holzlastig. Das Holz vermählt sich hier bestens mit den intensiven Weinen. Ein Zeichen jahrzehntelangen Feinschliffs und bester Kontakte zur tonnellerie François Frères (auf die auch die Domaine de la Romanée- Conti vertraut). Es duftet hier mehr würzig und nach Getreide sowie einer Spur gereiften Tabaks, statt nach Vanille- und Röstnoten. In diesem noblen Rahmen tauchen dann Williamsbirnen, Granny-Smith-Äpfel und Lindenblüten auf. Am Gaumen zeigt sich die „Mademoiselle“ angenehm stoffig und von geschmeidiger Textur, hier vereinen sich Aromen von Anis, Quitten und Golden Delicious, unterlegt mit etwas Kalk, der hier stets mitschwingt. Das ist in der Tat ein beeindruckender Weißwein, den man leicht in die besten Appellationen der Côte de Beaune verorten könnte. Absolutes Highlight, aber wie so oft schon leider nur in homöopathischen Mengen verfügbar. Juliette über den sicherlich einmaligen Jahrgang 2019: „Voilà – ein Jahr, das sich im Laufe der Monate als außer gewöhnlich erwiesen hat.“ Aber wem sagt sie das?! Trinkreife ab sofort, Höhepunkt ab 2023 bis 2032+ 99

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