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PINwand Nr. 320

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Frisch eingetroffen! Weinmailing Ausgabe März 2021 - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinhändler des Jahres 2010 & 2019 - Weinfachhandel und Weinversender

FRANKREICH V E N TO U X

FRANKREICH V E N TO U X Fondrèche „LE ROUGE“ VENTOUX, ROUGE 2019 91 Punkte: „Einer der besten Weinwerte, die man an der südlichen Rhône finden kann.“ – Robert Parker’s Wine Advocate FRS031319 „Le Rouge” Ventoux, rouge 2019 14,5% Vol. 13,26 €/l 9,95 € 91 Punkte WINE ADVOCATE Sebastien Vicenti weiß einfach, worauf es ankommt. Als ehemaliger Sommelier ist für ihn klar, dass ein Einstiegswein abseits des fairen Preises fesseln und begeistern muss und zwar auf Anhieb und sobald er vom Winzer freigegeben wurde. Deshalb erkannte er schon früh, dass Schwefel den Wein zwar konserviert. Doch zu eifriger Einsatz blockiert die Weine und oft wird seine Dosis aus Routine zu hoch angesetzt. Daher verzichtet er während der Vinifikation bei allen Weinen auf die Zugabe. Und diese Vitalität und Freiheit des Weins schmeckt man, gerade in der Basis! Sein Ventoux rouge ist ein Blend aus 50 % Grenache, 40 % Syrah und 10 % Mourvèdre. Vicentis Lagen, mit unmittelbarem Blick auf den Mont Ventoux, liegen allesamt rund ums Weingut. „Gerade angesichts der Klimaerwärmung glaube ich fest an die Zukunft des Ventoux“, so Sebastien, handelt es sich hier doch um eine kühle Ecke, die bei richtiger Bewirtschaftung und Lese eine beeindruckende Frische im Wein erhält, während es oft in Gigondas und Châteauneuf-du-Pape bereits zu warm ist. Sein Hauswein verbringt einige Monate in Barriques, Fudern und Betontank, um dann lediglich vor der Füllung leicht geschwefelt zu werden. Wie alle Weine der Domaine besticht er durch eine spannende Mischung aus dunkelwürzigen Aromen, intensiven Tanninen und pfeffrigen Noten, ohne Frische vermissen zu lassen. Das Bouquet (Schwarzkirschen, Brombeeren, schwarzer Pfeffer und Salzstangen) ist einnehmend und intensiv und direkt präsent. Konzentriert und kraftvoll trifft der Le Rouge auf der Zunge ein, um dort Kräuter, Waldbeeren, Cassislikör und Oliven abzuladen. Die Tannine sind kräftig, geben einen feinen Widerstand am Gaumen, ohne allerdings sperrig daherzukommen. Sie sorgen für eine fleischige Textur im Wein, der dann ganz fein und samtig aushallt. Das ist einfach ein wunderbarer Einstiegswein, der von der beeindruckenden Region erzählt, die Stilistik der Domaine widerspiegelt und dies alles zu einem Preis, der jedermann Zugang verschafft. Eben ein perfekter Gutswein. Zu genießen ab sofort bis mindestens 2024+. „IL ÉTAIT UNE FOIS“ VENTOUX, ROUGE 2018 Dunnuck: bis 95 Punkte! Wie aus einer anderen Zeit: Uralte Reben, 1936 gepflanzt! FRS030818 „Il était une fois” Ventoux, rouge 2018 14,5% Vol. 42,66 €/l 32,00 € 92–94+ Punkte „Il était une fois“ ist eine Grénache-dominierte Cuvée, die durch jeweils rund 5% Syrah und Mourvèdre abgerundet wird. Im Gegensatz zur würzig-erdigen und durch Syrah geprägten Cuvée „Persia“ ist dieser feine Ventoux von der rotfruchtigen Aromatik der Grenache- Trauben geprägt, Châteaeuneuf-du-Pape lässt grüßen! Wie aus einer vergessenen Zeit erzählt diese Cuvée von uralten Reben. Diese liefern zwar nur noch äußerst geringe Erträge, ergeben allerdings hochkonzentrierte und feine Weine. Die tief wurzelnden Reben gruben sich tief in die Erde und überstehen auch den zähsten Sommer. Die Parzelle, die bereits 1936!! gepflanzt wurde, bringt einen Wein hervor, der nur in besonders guten Jahrgängen von Sebastièn produziert wird und der äußerst fruchtintensiv daherkommt. Es duftet nach Maraschino-Kirschen, Himbeeren und Kirschlikör. Der „fromme“ Duft von Myrrhe verleiht dem Wein ein dunkles Momentum, bei dem man innehält. PARKER Überhaupt gewinnt die Cuvée mit dem Luftkontakt deutlich an Expressivität, florale Düften von Rosenblättern und getrockneten Blüten entfalten sich. Vergoren im Beton und ausgebaut im großen Holzfuder des Edelküfers Stockinger, zeigt sich hier eine blitzsaubere Frucht, die ohne Holzbetonung auskommt. Es ist die intensivste aller Cuvées im Hause, ein Wein, der wie ein Aromenbündel, ein Konzentrat daherkommt und eine fast schon ölige Konsistenz besitzt. Doch steht diesem dicht gewobenen und im Tannin kräftigen Wein auch eine erfrischende Säure entgegen, die ihn ausbalanciert. Daher nennt ihn Sebastien auch den „Grenache des Südens mit nördlicher Ausstrahlung“. Gönnen Sie dem Wein ruhig zwei bis drei Jahre Flaschenreife oder bedienen Sie sich einer Karaffe. Es lohnt sich enorm, diesem Wein von den Côtes de Ventoux den Raum und vor allem die Zeit zu geben, welche er einzunehmen fordert. Zu genießen ab sofort bis mindestens 2025+. 60 PINWAND °320 | März 2021

Fondrèche VENTOUX FRANKREICH „DIVERGENTE“ VENTOUX, ROUGE 2018 Syrah aus genialer Mikroparzelle. Jeb Dunnuck: 93–95 Punkte! 93–95 Punkte DUNNUCK FRS031418 „Divergente” Ventoux, rouge 2018 14,5% Vol. 56,00 €/l 42,00 € Alte Syrah-Reben eines speziellen Klons, gepflanzt 1955, sind die Grundlagen für diesen Stoff, aus dem die Träume gemacht sind! Stilistisch nahe am großartigen „Persia“, aber mit dem kleinen entscheidenden Kick mehr! Dieser geniale Tropfen vom Mont Ventoux hat auch uns innerlich berührt! Die kaum möglich gehaltene Steigerung des „Persia“. Nicht weil er noch mächtiger wäre, im Gegenteil, er wirkt feiner! Obwohl er unglaublich reichhaltig, mächtig und konzentriert ist. Und obwohl es diese Cuvée erst seit dem Jahrgang 2015 gibt, hat er schon jetzt höchste Auszeichnungen abgeräumt. So bezeichnete Jeb Dunnuck den Divergente im vergangenen Jahr als „der feinste Wein, den ich vom Ventoux verkostet habe“ und bereits der Vorgänger, aus dem Jahrgang 2016, weckt beim Kritiker Assoziationen an „top Hermitage aus dem Meaul lieu-dit“. Was uns am Jahrgang 2018 gefällt, ist die prägnante rote Frucht und Leichtigkeit, die der Jahrgang mit sich brachte. Eine kühle und würzige, eher dunkelbeerige Nase entströmt hier dem Wein. Das wirkt weder überkonzentriert, noch erschlagend, sondern wunderbar harmonisch. Und dann entwickelt sich diese Feinheit, diese rotkirschige Frucht mit Luftkontakt. Der Ausbau, eine Mischung aus Fudern und Barriques, entlockt dem Wein eine feine Frucht im jugendlichen Stadium, ohne ihn mit neuem Holz zu überlagern. Und so bereitet er auch enorme Freude am Gaumen, wo die noch festen Tannine sich niederlegen aber eine feine, fast cremige Struktur zur Geltung kommt. Bleistift, Pflaumen und Erdbeeren vermischen sich hier. Das ist ungemein dicht und von frischen wie getrockneten Pflaumen geprägt, ohne an Frische einzubüßen. Das ist kein (noch) ungestümer vin de garde, der seine Zeit benötigt. Nein, er hat bereits jetzt immensen Trinkfluss mit seiner feinen Struktur und den dunklen und reifen Früchten, die von etwas Räucherspeck ummantelt sind. Er zeigt Grazie und spielt in einer Liga mit den um ein Mehrfaches teureren Hermitage-Gewächsen, aber preislich, da hat er die Nase deutlich vorn! Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2023 bis nach 2037+. 61

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