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PINwand Nr. 320

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Frisch eingetroffen! Weinmailing Ausgabe März 2021 - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinhändler des Jahres 2010 & 2019 - Weinfachhandel und Weinversender

DEUTSCHLAND RHEINHESSEN

DEUTSCHLAND RHEINHESSEN Seehof AUXERROIS „VON DEN KALKTERRASSEN“, 2020 Die Nähe zu Frankreich ist nicht nur namentlich unverkennbar. DRH050220 Auxerrois „Von den Kalkterrassen“, 2020 DV 13,0% Vol 12,26 €/l 9,20 € Dieser Wein aus dem Hause Seehof liegt uns besonders am Herzen. Auxerrois ist eine bis vor wenigen Jahren kaum noch nachgefragte uralte Rebsorte, die in der Stilistik ihrer feinrassigen Weine gewisse Ähnlichkeiten mit Pinot Blanc oder Weißburgunder besitzt. Ihren Ursprung hat die Rebsorte in Frankreich, wo sie vermutlich nach „Auxois“, einer alten Bezeichnung für das Elsass benannt wurde. Der sympathische Florian Fauth hat aus Westhofener kalkhaltigen Parzellen einen wunderbaren Vertreter dieser Rebsorte in exemplarischer Qualität vinifiziert, den wir Ihnen, liebe Kunden, ganz besonders anempfehlen möchten, da sich dieser Wein in seiner Eigenständigkeit nochmals deutlich von den beiden Basis-Burgundern abhebt und nicht nur namentlich eine französischen Herkunft erkennen lässt. Dabei muss gesagt werden, dass Auxerrois ziemlich hohe Anforderungen an den Winzer stellt. Die Beeren sind besonders dünnhäutig und daher auch besonders anfällig für Fäulnis. Man muss sie also mit viel Liebe pflegen und ständig nach ihrem Wohlbefinden schauen. Damit ist der Auxerrois unter den Rebsorten so etwas wie der Bonsai unter den Zimmerpflanzen. Wie gut, dass wir uns daher nur ums Genießen dieser feinen Rebsorte kümmern müssen! Ganz einzigartig ist bereits der Duft. Sanddorn, weiße Blüten und Birnen tummeln sich hier, werden von einer feinen Würze unterlegt. Der Ausbau im Stahl, aber auch einer kleinen Partie im gebrauchten großen Holz, unterstreicht die burgundische Stilistik am Gaumen. Hier wirkt der Auxerrois rassig und würzig, erinnert an eine Mischung aus Weißburgunder aber auch Muskateller. So ganz lässt er sich allerdings in keine Schublade stecken. Saftige Pampelmusen und ein Hauch Cassis, von pikantem Kalkstein abgerundet – wer diesen aromatischen, gleichermaßen feinwürzigen Wein einmal probiert hat, wird ihn lieben! Man spürt die Kalkböden, das exzellente Traubenmaterial (dieses Jahr besonders aromatisch intensiv) und den geduldigen Ausbau des höchst individuellen Weißweins. Je länger man den Wein im Mund hat, desto intensiver tritt die Mineralität in den Vordergrund und zeigt den Facettenreichtum der Auxerrois-Traube ganz vortrefflich. Ein wunderbarer Weißwein, der stilistisch irgendwo zwischen Chardonnay, Muskateller und Weißburgunder pendelt, aber doch völlig eigenständig ist. Mineralisch, steinig, erfrischend. Zweifellos: ein Schatz im Weingut Seehof. Ab sofort mit Genuss und bis leicht 2024+ 10 PINWAND °320 | März 2021

Seehof RHEINHESSEN DEUTSCHLAND In Subskription: Auslieferung vorgesehen ab Herbst 2021 WESTHOFEN KIRCHSPIEL RIESLING TROCKEN, 2020 Das Kirchspiel gilt als eine der feinsten Rieslinglagen Rheinhessens. Seehof liefert eine der preiswertesten Interpretationen auf eindeutigem Großes-Gewächs-Niveau! DRH051620 Westhofen Kirchspiel Riesling trocken, 2020 DV 22,00 €/l 16,50 € Das Westhofener Kirchspiel ist eine besonders privilegierte Lage. Nicht nur in Rheinhessen, sondern, im vinophilen Sinne, bundesweit. Der langgezogene Osthang öffnet sich in Form eines Amphitheaters zum Rhein. Als Beschützer gegen kalte Winde fungieren Hügel. Die Ost- bis Südostexposition sorgt mit viel Morgensonne für ein ideales Mikroklima in den Hanglagen. Die Lage Westhofener Kirchspiel wurde das erste Mal im Jahr 1348 schriftlich erwähnt. In dieser knapp über 44 Hektar großen Traum Lage auf 120 bis 200 Höhenmetern besitzt das mittlerweile über Deutschlands Grenzen hinaus bekannte rheinhessische Who’s who mit Keller und Wittmann Parzellen – und Florian Fauth mit seinem Weingut Seehof. von anderen Spitzenwinzern gewohnt sind. Die Mineralität ist hier fein verwoben mit einer kristallklaren Erscheinung. „Wir haben das Kirchspiel einen Ticken frühe eingefahren, dadurch ist es ein wenig niedriger im Alkohol als im Vorjahr und nochmals feiner. Darauf haben wir bei der Lese penibelst geachtet“, so Florian, der sich über einen großen Schatz im Keller freut. Zu genießen ab sofort, karaffiert und aus einem großen Glas, bis 2030+ Was er den kalkhaltigen Böden abgewinnt, hat eindeutig den Geschmack, die Struktur und das (Lager-) Potenzial eines Großen Gewächses. Jetzt kommt ein „Aber“ – aber was für eins: Denn das Westhofener Kirchspiel von Seehof gibt es zum märchenhaft niedrigen Preis. Für Florian ist der Jahrgang 2020 stilistisch näher an 2017 und 2019 dran als an 2018, was in jedem Rieslingliebhaber der puristischen und feinen Seite jener Rebsorte große Erwartungen hervorrufen sollte. Es war das Jahr der großen Lagen, die nicht von ungefähr diesen Status besitzen. Hier stehen tiefwurzelnde, da alte Reben in guter Wasserversorgung (die ältesten Reben wurden hier 1984 gepflanzt, sind mittlerweile 37 Jahre alt und liefern hocharomatisches Lesegut). Für Florian war das Jahr überraschend entspannend, wenngleich der akribisch arbeitende Winzer eine intensive Zeit der Ernte hinter sich hat. „Wir haben rund eine Woche später als 2019 lesen können, haben mit dem Sektgrundwein begonnen. Dann war relativ schnell Vollgas gefordert, und wir haben wie im Vorjahr in rund drei Wochen fast alle Trauben eingefahren. Ununterbrochen waren wir im Weinberg, haben meistens um fünf Uhr morgens, wenn es kühl war, begonnen und bis zum Mittag gelesen. Denn danach wäre es zu warm geworden.“ Das Ergebnis: strahlende Rieslinge wie dieses Kirchspiel. Er duftet nach saftigen Pampelmusen und Zitronen, das Bouquet ist angenehm weich und seidig, man spürt gleich die Finesse, die dem großen Riesling eigen ist und die dieser Lage zu ihrem legendären Ruf verhalf. Die Frucht ist intensiv und fein, unternimmt keine exotischen Ausflüge, sondern verweilt in dieser klaren und transparenten Agrumen-Vielfalt. Mandarinen tauchen am Gaumen auf, der Riesling zeigt sich beschwingt und geradlinig, wechselt dann ins Zitronige. Das ist urtypisch, so wie wir es bei der Lage auch 11

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