Aufrufe
vor 7 Monaten

PINwand Nr 318

  • Text
  • Online
  • Rotwein
  • Weinfachhandel
  • Winetasting
  • Wine
  • Weinverkostung
  • Weinhandel
  • Pinwand
  • Weine
  • Wein
Weinmailing Ausgabe Januar 2021 - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinfachhandel und Weinversender

SPANIEN B I E R ZO

SPANIEN B I E R ZO Ortega GODELLO CALCÁREO „CAL“ DO BIERZO, BLANCO 2019 97 Punkte: „Cal ist einer der aufregendsten Weine, die ich in diesem Jahr probiert habe – er zählt zu den allerbesten Weißen Spaniens.“ – Tim Atkin „Ihr Godello CAL ist noch immer der beste Weiße aus dem Bierzo“ – Luis Gutiérrez (Robert Parker’s Wine Advocate) Wir wussten es von der ersten Flasche an, aber jetzt ist es amtlich: „CAL“ – einer der besten Weißweine Spaniens! SBI020419 Godello Calcáreo „CAL“ DO Bierzo, blanco 2019 12,5% Vol. 36,00 €/l 27,00 € 97 Punkte TIM ATKIN Lange mußten wir darauf warten, aber jetzt ist es soweit! Die neue Lagenklassifikation des Bierzo ist in Kraft und es kann eigentlich keine bessere, keine großartigere „Premierenfeier“ geben als Verónica Ortegas vollkommen einmaligen (wir kommen darauf, warum!) Godello „CAL“, der zum ersten Mal seitdem er das Licht der Weinwelt erblickt hat (Jahrgang 2015) als „Vino de Paraje“ ausgewiesen ist. Was bedeutet das? Auch im Bierzo weiß man schon lange, was gut, was notwendig ist. Daher bedient man sich hier des burgundischen Stufenmodells, das man den Verhältnissen der noch jungen denominación de origen (DO- Status seit 1989) angepasst hat. Auf der untersten Stufe der Qualitätspyramide stehen die Weine, die „nur“ das DOP-Siegel „Bierzo“ tragen (Vinos de la Región – regionale Qualitätsweine), dann folgen die Vinos de Villa (Dorf-, Gemeinde- oder Ortsweine, der klassische „Village“), darauf folgt, und das gibt es im Burgund nicht, der Vino de Paraje. Hierbei handelt es sich um eine spezifische Zone, ein lieu-dit oder eine Lage innerhalb einer Ortschaft oder Gemeinde sein. Man kann sich das als „Nachbarschaft“, quartier oder eine Art „Stadtviertel“ denken, nur dass dieses Viertel eben auch „mitten in der Landschaft“ liegen kann. Das „Kleingedruckte“ der Lagenklassifikation schreibt für den Vino de Paraje vor, dass 100 % der verwendeten Trauben von einem Ort stammen müssen, der im Register der DO Bierzo namentlich aufgeführt ist. Der Wein kann aus mehreren Weinbergen innerhalb derselben Zone stammen. Und: Der Ertrag muss mindestens 25 % unter dem in der DO für die regionalen Basisweine zulässigen Höchstwert liegen. Darüber wird’s dann wieder einfacher, jetzt sind wir bei der Viña Clasificada (was einem Premier Cru entspräche) bzw. der Gran Viña Clasificada (dem Grand Cru) angelangt. Wir feiern also diesen für den Bierzo sehr wichtigen Schritt mit Verónicas Godello Calcareo „Cal“, den wir – wie Sie, werte Kunden, sicherlich wissen – beginnend mit dem 2016er-Jahrgang, seither im Programm haben. Ihr Wein ist nun ein Vino de Paraje (siehe oben), und dieser Paraje heißt „El Garbanzal“ (was übersetzt „Kichererbsenfeld“ bedeutet). Glücklicherweise hat sich bei dem unserer Meinung nach absolut besten Godello aus dem Bierzo (gut, einem von vier besten Godellos, ohne Raúl Pérezs „Ultreia“, „Calderera“ und „La del Vivo“ will kein Godello-Fan auf Dauer sein …), vom Namenszusatz einmal abgesehen, aber nichts verändert. Noch immer stammt er als einziger Weißwein aus dem Bierzo von reinen Kalkböden! Die etwa 40-jährigen Reben stehen in knapp 650 Metern Höhe auf dem purem Kalk einer aufgelassenen Kalkmine bei San Juan de la Mata, einem winzigen Ortsteil der Gemeinde Arganza. Sie entrappt die Früchte dieser kleinbeerigen Godello- Variante (Godello de grano pequeño), mazeriert diese schonend und lässt sie in 228-Liter-Fässern aus französischer Eiche und Amphoren (800 Liter) spontanvergären. Der 13-monatige Ausbau erfolgt dann in den selben Behältnissen, beim 2019er zusätzlich auch noch in (natürlich gebrauchten) 500- und 600-Liter-Holzfässern. Im Keller geht Verónica weiterhin so wenig interventionistisch wie möglich vor. Für den 2019er gilt, was wir auch über die anderen Jahrgänge geschrieben haben: Wir hätten liebend gerne sofort jede einzelne der diesmal 3.400 Flaschen aufgekauft! Auf der Stelle! Ein Traumstoff! Ein vollkommen begeisterter Tim Atkin jubelt über diese „Kreuzung aus Chablis und einem Albariño aus den Rías Baixas“ und wir über den Duft nach Kamille, Heublumen, Grapefruitzesten, ätherischen Blütenhonignoten und zitrischer Gischt, über die herrliche Salzigkeit und noch mehr Zitrusnoten am Gaumen, über den die „lichtdurchflutete“ Energie dieses Weins, seine vibrierende Säure und komplexe Mineralität, seine Leichtigkeit, seine Finesse und Grazie …! Liebe Kunden, jubeln sie mit uns, beschenken Sie sich mit der einen oder anderen Flasche und vor allem: run, don’t walk! – unsere Allokation ist leider nicht allzu groß! Ab sofort und gerne in einem etwas bauchigeren Glas. Potenzial bis 2027+ 80 PINWAND °318 | Januar 2021

Ortega BIERZO SPANIEN „COBRANA“ DO BIERZO, TINTO 2017 94 Punkte: „Der 2017er Cobrana … hat mich an die Hänge der nördlichen Rhône transportiert.“ – Luis Gutiérrez (Robert Parker’s Wine Advocate) „So kühl, so frisch, so fein. Elegante Tannine wie ein großer Burgunder!“ – Vinum: 7. Platz – Die Besten Weine des Bierzo. SBI020317 VO „Cobrana” Mencia, tinto 2017 13,5% Vol. 32,66 €/l 24,50 € „Nach diesem Erstlingswerk sind wir absolut überzeugt davon, dass wir noch einiges von Verónica hören werden. Das hat Weltklasse-Niveau!“ schrieben wir über den Jahrgangsvorgänger des „Cobrana“. Und wurden in unserer Einschätzung gleich von Luis Gutiérrez, Parkers Spanien- Verkoster, bestätigt. Dieser vergab die sehr amtliche von Auszeichnung von 94 Punkten und lobte den Wein für seinen „burgundian twist.“ Ein Jahr später, wieder zückt Don Luis die 94, und wir wissen alle, wie es weiterging … (96 Punkte für den – leider, leider ausverkauften – Geniestreich von 2018!) „Cobrana“, das ist Verónica Ortegas genialer Rotwein aus über 90-jährigen Mencía-Reben, die mit einem kleinen Anteil autochthoner Rebsorten wie Palomino, Doña Blanca und Garnacha Tintorero abgerundet werden. Sie keltert diesen Wein von Lagen, die auf 750 Metern Höhe stehen und deren Reben sich tief in den Schieferboden mit rotem Lehm bohren müssen, um an Nährstoffe zu gelangen. Dieser kräftige kirschrote Wein duftet bereits in der Nase traumhaft. Johannisbeergelee, Herzkirschen und rote säuerliche Waldbeeren verströmt der 2017er-Jahrgang. All das begleitet von einem Hauch Brennessel-Tee. Wir fühlen uns, ob dieser kühlen und dezent würzigen Art, an allerfeinsten Blaufränkisch aus dem Burgenland erinnert, Und in der Tat handelt es sich auch hier um einen ganz besonderen Cool-Climate-Vertreter. Ausgebaut in 228-Liter-Holzfässern und 800 Liter fassende Amphoren, nur 4.200 Flaschen für alle! Immerhin endlich etwas mehr, nachdem der Vorgänger weltweit auf große Aufmerksamkeit stieß! Die Besonderheit dieses Weins, bei der sich Verónica einer uralten, traditionellen Vinifizierungsmethode bedient, liegt auch darin, dass hier ein kleiner Teil weißer Trauben zugegeben wird. Das gibt diesem Wein seine Zartheit und Frische, wie man dies von den allerbesten Weinen der Nordrhône kennt! Sie dürfen hier keinen mächtigen Wein erwarten, das ist eher ein tänzelnder spanischer „Burgunder“, der von den Höhenlagen, dem schiefrigen Boden und den windigen Meeresbrisen erzählt. Die Tannine sind hier feinkörnig, so strukturierend und filigran wie bei einem feinen Volnay. Die feine Säure ist bestens im Wein integriert, aufgrund des etwas kraftvolleren Jahrgangs 2017 ergibt sich gar ein noch präsenterer Wein, der unmittelbare Trinkfreude bereitet. Die Aromatik pendelt zwischen roten Waldfrüchten, balsamischen Noten und etwas Tabak. Der „Cobrana“ lebt vom Trinkfluss, zeigt sich als 2017er noch etwas „erwachsener“ als im Vorjahr. Damit meinen wir, dass wir ihm durchaus noch mehr Potenzial zutrauen als seinem Vorgänger, der (möglicherweise) etwas eleganter ausfiel. Wenn Sie, liebe Kunden, auch perfekt balancierte, kühl anmutende Rotweine lieben, die den Gaumen erfrischen und einen mineralischen Kern besitzen, so möchten wir Ihnen von ganzem Herzen diesen großartigen Wein von Verónica Ortega nahelegen! Trinkt sich jetzt schon traumhaft schön (und gerne etwas gekühlt, 15–16 °C sind sicherlich ideal), wird in den nächsten Jahren nur noch schöner – bis 2027+ 94 Punkte WINE ADVOCATE 81

1997-2021 Pinard de Picard GmbH & Co. KG, Saarwellingen, Germany. ALL RIGHTS RESERVED.