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PINwand Nr 318

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Weinmailing Ausgabe Januar 2021 - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinfachhandel und Weinversender

SPANIEN B I E R ZO

SPANIEN B I E R ZO Ortega Verónica Ortega VILLAFRANCA DEL BIERZO Magischer Mencía: In der Liste der „Top 100 Wine Discoveries 2020“ des Wine Advocate ist Verónica Ortega als eine von zwölf (!) Entdeckungen aus Spanien gelistet. Noch Fragen? Verónica Ortega studierte zunächst im südspanischen Cádiz, ihrem Geburtsort, Önologie, nach Stationen in Neuseeland und Südafrika „verschlug“ es sie ins Priorat, zu einem Winzer, der einst aus der Rioja auszog, um die Weinwelt das Fürchten zu lehren: Álvaro Palacios. Über ihn knüpfte sie den Kontakt zu einem gar nicht so unbekannten Weingut in Frankreich, das von Vinophilen gemeinhin mit der Buchstabenfolge „DRC“ abgekürzt wird, die Domaine de la Romanée-Conti, wo sie ein Jahr lebte und arbeitete. Vom Wunsch beseelt und befeuert, es ihren großen Vorbildern gleichzutun, emotional zutiefst berührende Weine mit magischer Ausstrahlung zu vinifizieren, begann ihre Suche nach einen geeigneten Ort in ihrem Heimatland. Über den genialen Rául Pérez kommt sie mit dem Bierzo und seinen Weinen in Berührung, und hier wird sie fündig. Das kleine, wildromantische, hügelige Anbaugebiet liegt in der kühlen Nordwestecke Spaniens – ideale mikroklimatischen Bedingungen. Diese gesegnete zwischen 400 und 1000 Metern Höhe gelegene Region besitzt ein enormes Potenzial, das noch lange nicht voll ausgeschöpft ist. Der atlantische Einfluss sorgt hier für eine lange Vegetationsperiode und eine komplexe Ausreifung der Trauben, die aufgrund der Höhenlage nicht bei heißen Temperaturen in der Sonne „braten“, sondern einem in aromatischer Hinsicht „kühlen“ Ideal entgegenreifen, dessen Komplexität durch die hohen Unterschiede von Tages- und Nachttemperaturen noch gesteigert wird. Als wichtigste Rebsorte wird hier nahezu ausschließlich die heimische Mencía angebaut, die es wie kaum eine andere Sorte versteht, Kraft und Energie mit Eleganz zu verbinden. Tiefe, Aroma, Finesse, Mineralität, Länge und ihre innere Harmonie verdanken die Weine einerseits den erstklassigen Schieferböden, andererseits der langsamen Reifung dieser autochthonen Rebsorte. Mencía (in Portugal heißt die Sorte „Jaen“ oder „Jaen du Dão“) stammt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aus der Provinz Salamanca bzw. aus dem Bierzo (Provinz León), obschon die Rebsorte erst Ende des 19. Jahrhunderts nach der Phylloxera-Katastrophe erwähnt wird. Jüngste genetische Untersuchungen haben ergeben, dass die als in der zentralportugiesischen Region Dão heimisch angesehene Sorte Jaen mit Mencía identisch ist. Die Tatsache, dass Mencía in Spanien eine deutlich größere genetische Vielfalt als die Jaen-Reben im Dão aufweist, unterstreicht den spanischen Ursprung, die origin story dieser Rebsorte. 78 PINWAND °318 | Januar 2021

Ortega BIERZO SPANIEN Und hier beginnt 2010 auch Verónica Ortegas Geschichte mit einer kleinen, extrem limitierten Produktion. Sie beweist sehr bald, dass Mencía im Konzert der großen Rotweinreben der Welt eine erste Geige spielen kann, insbesondere, da sie stilistisch durchaus an Pinot Noir erinnert – wenn entsprechend vinifiziert! Ihr Ziel ist es hier feine, elegante Rotweine zu produzieren, so wie sie es in Burgund (und auch an der nördlichen Rhône) gelernt hat. Keine massiven, überalkoholisierten mediterranen Weine, deren südliches Feuer genug sämtliche Finesse verzehrt. Nein, Burgund ist ihr Ideal. Nicht als bloße Kopie (was ohnehin nie zur Debatte stand); aber die Vorzüge, die stilistischen Möglichkeiten beider Anbaugebiete will sie schon vereinen, Rotweine mit Kraft, innerer Dichte und Eleganz vinifizieren. Der Einfluss des kühlenden Atlantiks und das wunderbare Alter ihrer 80- bis hundertjährigen Reben spielen ihr in die Hände, dazu noch vermag sie den Weinen ihren ureigenen Stempel aufzudrücken. Und enthusiastisch geht sie ans Werk. Mit großer Sensibilität verbessert sie die Struktur der Weinberge, schafft lebende Böden mit einer Vielzahl von Mikroorganismen und baut die Weine so umsichtig wie gekonnt aus – als One-Woman-Show! Das Ergebnis sind phänomenal schöne Rot- und (mittlerweile!) Weißweine mit einer unglaublichen Balance und Energie! Schon die Qualität ihrer ersten Weine konnte man nur als spektakulär bezeichnen – a star was born! Und wir waren so begeistert, dass wir Veronica sofort exklusiv für den deutschen Markt verpflichteten – was ein Glück! Liebe Kunden: Die Weine sind schlichtweg einzigartig, und ihr Preis-Genuss-Verhältnis ist es auch! Für immer Lieblingsweine! „QUITE“ DO BIERZO TINTO 2019 Nach dem Jahrhundertjahrgang ist vor dem Jahrhundertjahrgang: Verónica Ortegas 2019er „Quite“ ist einfach wieder großartig! SBI020219 „Quite”, tinto 2019 13% Vol. 18,53 €/l 13,90 € Bierzo und Mencía ist wie Burgund und Pinot Noir – ein Doppel, dass man immer zusammen denken muss, eine Form der Symbiose, die wir lieben. Und dieses Liebesverhältnis hat sich heftig intensiviert. „Schuld“ daran ist Véronica Ortega, schuld sind ihre unglaublich inspirierenden (und inspirierten) Weine, allen voran der field blend auf Mencía-Basis (Alicante Bouchet, Palomino und Doña Blanca sind auch mit von der Partie) „Quite“. Der Name rührt von einem Begriff aus dem Stierkampf her (Verónicas Vater Rafael war ein Torero), der Bezeichnung für ein Ablenkungsmanöver mit dem capote, dem großen, außen purpurroten und innen gelben Tuch. Wir lassen uns furchtbar gerne von sämtlichen technischen Details (die Mecía-Reben sind über 80 Jahre alt, die Trauben werden entrappt, Gärung im Edelstahl, acht Monate Ausbau in gebrauchten Fässern aus französischer Eiche) ablenken und widmen uns dem Wein, der nach ganz betörend nach Veilchen, Brombeeren, roten Johannisbeeren und Schwarzkirschen duftet. Dazu eine zart reduktive, leicht flintige Note, die sich gen Gewürze und zart-ätherischen Kräutern hin auflöst. Am Gaumen leuchtend hell, grandiose Kombination von saftiger Frucht und „atlantischer“ Mineralität, die der immer präsenter werdenden Frucht eine elegante Kühle verleiht. Wunderschön auch das perfekt integrierte, feinkörnige Tannin, da anregende Spiel von Frucht und Säure, die Mischung aus seidiger Konzentration und raffiniert gesteuertem Trinkfluss. Liebe Kunden, mit dem 2019er bieten wir Ihnen mittlerweile den „verflixten“ siebten Jahrgang des „Quite“ an. An dieser Tradition wollen wir unbedingt festhalten! Ab sofort ein Genuss und bis sicher 2026+ 79

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