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PINwand Nr 318

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Weinmailing Ausgabe Januar 2021 - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinfachhandel und Weinversender

ÖSTERREICH BURGENLAND

ÖSTERREICH BURGENLAND Velich WELSCHRIESLING, WEISS 2019 Was für eine Wonne: Velichs wunderbarer Welschriesling! OBL050119 Welschriesling weiß 2019 DV 12,5% Vol. 13,06 €/l 9,80 € Eindeutig einer unserer absoluten Weißweinfavoriten: Heinz Velichs Welschriesling! „Welschriesling? Wirklich?“ wird sich der eine oder andere möglicherweise etwas verwundert fragen. Der manchmal doch arg simple Zech-, wenn’s hochkommt „brave“ Brot-und- Butter-Wein? Tja, wenn sich einer vom Kaliber eines Heinz Velich, der immerhin ein paar Kapitel der Weißweingeschichte Österreichs (in den Anfängen noch zusammen mit seinem Bruder Roland) mit seinem Chardonnay „Tiglat“ neu geschrieben hat, der Sache annimmt, kommt ziemlich Grandioses „dabei ’rum“! Zumal, wenn das Traubenmaterial nicht (wie so oft bei dieser leider häufig stiefmütterlich behandelten Rebsorte) von irgendeinem Feld-Wald-und-Wiesen- Weinberg stammt, sondern von exzellenten Lagen in der Nähe der Grenze zu Ungarn. Die Rebstöcke stehen hier auf tief sandigen und, dank der „Lacken“ des Seewinkels, salzigen Böden. Und der Genius loci scheint sich auch im Glas widerzuspiegeln: Velichs Welschriesling erinnert im Duft an Kräuter (Zitronenmelisse, ein Hauch Zitronenthymian), Blüten, mehr Birne als Apfel (Fruchtfleisch und Schalen), gelbes Steinobst nebst einem leicht tropisch angehauchten „Je ne sais quoi“ und an den Wind, der uns, bei einem Spaziergang entlang des Sees, mit wie hingehauchter Salzigkeit um die Nase weht. Als läge das Salz in der Luft. Am Gaumen, den er prächtig auskleidet, entwickelt der Wein einen herrlich ungezügelten Trinkfluss, der mit dem Ausdruck „Sog“ im Grunde noch viel besser beschrieben wäre. Stellen Sie sich eine Mischung aus leichtfüßigem Grünen Veltliner (inklusive zartem „Pfefferl“) und einem duftigen trockenen Kabinett-Riesling (die Säure etwas abgepuffert, strukturell genauso knackig) vor. Wunderbar auch die geradezu belebende Mineralität, die (nebst Birnenfrucht und Würze) dem saftigen, über die Maßen erfrischenden Welschriesling eine extrem befriedigende „Tiefe“ verleiht. Welschriesling vom Allerfeinsten! Ab sofort ein großer, dringend zu wiederholender Genuss, Potenzial bis sicherlich 2024 „TO“, WEISS 2018 „TO“ = „See“? „Meer“ sollte dieser herrliche Wein heißen! OBL050218 TO weiß 2018 DV 12,5% Vol. 19,33 €/l 14,50 € 93 Punkte SUCKLING Man steht zunächst einmal ein wenig ratlos vor den beiden Großbuchstaben, die auf dem Etikett dieses Weißweins zu lesen sind: „TO“. Eine Abkürzung vielleicht? Möglicherweise fehlt aber auch ein Buchstabe, zwei Buchstaben? Des Rätsels Lösung: Es handelt sich hierbei – die Lage in Grenznähe ist der Schlüssel – um das ungarische Wort für „See“, Heinz Velich versteht diese Cuvée aus Chardonnay, Sauvignon Blanc und Welschriesling als Hommage an den Neusiedler See! Pedanten würden anführen, dass der Wein dann „TÓ“ (wie in „Fertő tó“ – Neusiedler See) heißen müsste, was der Anspielung auf die geografische Verquickung eben dieses „TO“ (trotz fehlenden typografischen Details) natürlich keinen Abbruch tut. Das spezielle Klima um Apetlon am Neusiedler See wird unter anderem von über 40 sogenannten Lacken geprägt. Das sind, die ein spezielles Kleinklima erzeugen, das Velichs Wein-Stilistik besonders entgegenkommt. Die sandig-salzigen Böden, auf denen die Reben für den „TO“ stehen, scheinen vor allem letzteres Attribut an den Wein weitergegeben zu haben. Er wirkt in extrem animierender Weise salzig – denken Sie sich einen Spaziergang entlang des Sees, eben hat es aufgehört zu regnen, die Sonne bricht durch, der leicht salzige Wind transportiert erfrischend würzige Luft und Aromen von gelben Früchten (Quitte, Apfel und Trockenaprikose), Kräutern und sogar ein Hauch Orangenzeste und eine gewisse „Wildheit“, die in Puszta-Nähe einfach nicht ausbleiben kann. Am Gaumen dann eine gewisse Opulenz, die großartig zur Salzigkeit des Weins passt, dem es auch in puncto Saft, Mineralität und Frische an nichts mangelt, der viel mehr mit seinen wunderbaren Qualitäten wuchert. Ein fantastischer, enorm individueller, ungemein vielschichtiger Wein, den es so wohl nur hier, am Neusiedler See – einen Winzer wie Heinz Velich vorausgesetzt – geben kann. Ab sofort bis leicht 2027+ 64 PINWAND °318 | Januar 2021

Velich BURGENLAND ÖSTERREICH 95 Punkte SUCKLING „DARSCHO“ CHARDONNAY, WEISS 2018 Heinz Velichs „Darscho“ oder Vom Zauber der Mikrooxidation 94–96 Punkte FALSTAFF OBL050318 Darscho Chardonnay, weiß 2018 13% Vol. 43,86 €/l 32,90 € OBL050318M Darscho Chardonnay, weiß 2018 MAGNUM 13% Vol. 49,33 €/l 74,00 € Das ist, Sie wissen es schon, Markus Budais (gar nicht mehr so) geheime Liebe aus dem Hause Velich. „Ich erinnere mich noch genau, wie begeistert ich damals war, als ich vor Jahren zum ersten Mal Heinz Velichs Chardonnay „Darscho“ im Glas hatte. Diese Feinheit, dieses angenehm Erfrischende, wie eine Meeresbrise und in der Tat salzige Aromen, eine wahnsinnskernige Struktur für einen Chardonnay. Wie machen die das?!? So etwas hatte ich noch nie zuvor aus Österreich. Ich war begeistert. Das kam einem kräftigen Meursault nahe, aber eben doch ganz klar nicht aus Frankreich stammend. Der Wein hatte einen völlig eigenständigen Charakter! Und so entdeckte ich die Weine von Velich für mich, schloss sie sofort in mein Herz. Das Geheimnis dieses Weins ist eine Mischung aus drei Parametern: Zum einen sind es die sandigen und salzigen Böden. Dann ist da der bewusste Holzeinsatz, den Heinz Velich derart perfektioniert hat, dass er total zeitlos wirkt, sich keinen Moden unterwirft, sondern auf den Wein und seine Struktur wie maßgeschneidert ist. Und dann wäre das prägende (und bezaubernde!) Stilmittel der Mikrooxidation, die dem Wein seine feinwürzige, ja komplexe Note gibt. Natürlich gehört da auch noch der zweijährige Ausbau auf der Hefe, die alten Reben und eine langjährige Erfahrung dazu, was den Wein immer filigraner und feinschichtiger geraten ließ. Heute zählt der „Darscho“ für mich klar zu den ganz großen Weinen Österreichs, mit seiner würzigen und zugleich fruchtig-intensiven Art, dem nicht enden wollenden Nachhall. Einer meiner ganz persönlichen Lieblingsweine aus Österreich. Und auch aus dem Sortiment von Heinz Velich.“ – Markus Budai Der 2018er „Darscho“ wirkt markanter, konzentrierter als Sein Jahrgangsvorgänger, ohne dabei an Subtilität, Finesse oder Eleganz verloren zu haben. Er wirkt vielleicht sogar noch ein wenig seriöser? Wieder diese Mersault-Assoziation und sofort die Erleuchtung, dass das niemals einer sein könne, weil so eigenständig, so unverwechselbar Velich! Das Bouqet einladend dicht, fast exotisch würzig, Quitte und reife Birnen auf dunklem Stein, später dann etwas Maracuja (Frucht und Säure), am Gaumen animierend druckvoll, wieder Quitte (fast geleeartig mit feinen Säurespitzen), gelbe Apfelfrucht, Kräuternoten, Zitrusnoten im an Komplexität zunehmenden Nachhall, tonischer grip, alles unglaublich erfrischend. Ein großartiger Chardonnay, „Hausmarke“ Velich! Ab sofort bis leicht 2033+ 65

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