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PINwand Nr 318

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Weinmailing Ausgabe Januar 2021 - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinfachhandel und Weinversender

FRANKREICH

FRANKREICH CHÂTEAUNEUF-DU-PAPE Clos Saint-Jean Domaine Clos Saint-Jean CHÂTEAUNEUF-DU-PAPE Fantastische Weine von teils uralten Reben zu unglaublichen fairen (und extrem) krisenstabilen Preisen – laut Parkers Wine Advocate „eines der großen Schnäppchen im Châteauneuf-du-Pape“! Châteauneuf-du-Pape ist vielleicht der Ort auf Erden, an dem die größte Zahl von Weltklassegütern ansässig ist. Diese vinifizieren charaktervolle, körperreiche, mächtige Rotweine, die ihrer originären, authentischen, aber auch jeweils höchst unterschiedlichen Stilistik wegen bei Weinliebhabern einen legendären Ruf besitzen. Der Shooting-Star unter diesen Domainen mit magischem Klang ist das Familienweingut Clos Saint-Jean, dessen Gewächse mit höchsten Punktwertungen von Fachjournalisten (Parker beispielsweise: „Kandidat für den Wein des Jahrgangs in Châteauneuf-du-Pape“) gefeiert werden. Wie konnte sich ein bis vor wenigen Jahren in Deutschland noch gänzlich unbekanntes Gut auf einmal in qualitativ derart stratosphärische Regionen katapultieren? Nun, zum einen besitzt die Domaine uralte Rebparzellen (1902 angepflanzt) in einer Lage, die zu den berühmtesten von Châteauneuf-du-Pape gehört und von Kennern mit Ehrfurcht genannt wird: „Le Crau“. Von den berühmten Grenache-Reben dieses Terroirs stammen beispielsweise auch die Trauben für Pégaus Super-Cuvée „Da Capo“. Zudem kommt hier der berühmte und in der Region hoch angesehene Önologe Philippe Cambié ins Spiel (den Sie, werte Kunden, sicherlich schon aus vielen unserer Texte kennen), der seit Jahren bereits für „unsere“ großartigen Domainen Clos du Caillou, Saint Préfert, Vieux Donjon und Les Cailloux beratend tätig ist. Er hat die Brüder Vincent und Pascal Maurel, die mittlerweile voller Ehrgeiz das Traditionsgut übernommen haben, unter seine Fittiche genommen. Gemeinsam revolutionierte man quasi die Arbeit im Weinberg, senkte die Erträge deutlich, erntet jetzt, bei voller physiologischer Reife, sehr spät und sehr selektiv und verbesserte drastisch die Vinifizierung. Das Resultat: Die beiden Maurels und der alte Hase Cambié (den wir aufgrund unserer zahlreichen Reisen in die Region nur allzu gut kennen – und der uns natürlich sofort kontaktierte und zur Verkostung auf die Domaine lud, lange bevor Parker mit seinen Bewertungen für einen weltweiten Run auf diese ungemein 52 PINWAND °318 | Januar 2021

Clos Saint-Jean CHÂTEAUNEUF-DU-PAPE FRANKREICH fair bepreisten Weine sorgte), vollbringen Jahr für Jahr ein regelrechtes Husarenstück: sensationelle Qualitäten zu unschlagbar günstigem Preis in einem Stil, der mit seiner Betonung der sinnlichen Frucht eine Zwischenstellung zwischen Tradition und Moderne einnimmt! Wir wünschen Ihnen viel Spaß und ein langanhaltendes Vergnügen mit diesen emotional berührenden Weinmonumenten, die wirklich unter die Haut gehen – von einer uralten Familiendomaine, die zu einem leuchtenden Fixstern am Weinhimmel von Châteauneuf-du-Pape geworden ist! „LES CALADES“, VIN DE PAYS ROUGE 2019 Weinwunder Vaucluse oder Die bestmögliche „Landpartie“ im Châteauneuf-du-Pape! FRS140119 Les Calades, Vin de Pays rouge 2019 15,5% Vol. 10,60 €/l 7,95 € Es muss nicht immer Kaviar sein! Oder im Falle von Vincent und Marcel Maurel einmal nicht Weltklasse- Châteauneuf-du-Pape à la „La Combe des Fous“, „Deus-Ex Machina“ oder „Sanctus Sanctorum“, sondern „Les Calades“, ein Vin de Pays de Vaucluse (und unter uns: auch der ist ziemlich Weltklasse – da können die Maurels eben nicht aus ihrer Haut …), der im Weingut als Alltagstropfen und besonders als BBQ-Wein (miam-miam!) extrem beliebt ist. Hier sind Saftigkeit sowie überbordende Frucht (absolut nicht Marmelade!) Trumpf, und weil sich der Hausstil bei einem Weingut dieses Kalibers immer deutlich manifestiert, wuchert die Cuvée aus Grenache und Caladoc (letztere eine Kreuzung aus Grenache und Malbec) nicht nur mit ihren fruchtigen Pfunden, sondern überrascht mit einer in dieser Preisklasse ungewöhnlichen, weil fast „wilden“ (und unglaublich anziehenden) Note, die ganz schnell klar macht, auf welchem Terrain sich der interessierte Weinfreund – mit Enthusiasmus, garantiert! – gerade bewegt. Im Duft Noten von Sauerkirschen, Brombeeren, Walderdbeeren, getrockneten Feigen und und Pflaumen, dazu Nelke, dunkle Schokolade, Zimt und Leder, die der hedonistisch-saftigen Frucht einen aromatisch dunkel abgetönten Rahmen bieten, sie wunderbar kontrastieren und gleichzeitig ergänzen. Am Gaumen verblüffend „feingeistig“, dabei sehr gut strukturiert: präsentes, bestens integrierte, feinkörnig-reife Tannine, die der charmanten Furcht und einer fröhlich-ungehobelten Würzigkeit (Bitterschokolade, Graphit, Garrigue) den Vortritt lassen. Nicht von ungefähr sieht Jeb Dunnuck die 2019er dieser Region noch eine Stufe über den 2018ern, sie „bieten mehr Tiefe, Konzentration und Üppigkeit, zeigen dabei bemerkenswert reine Frucht und Eleganz“. In diesem Sinne dann auch ganz bezaubernd das Finale mit einer im Kern fast süßlichen Anmutung, die sich dann jedoch gen Lakritz und helle Tabaknoten hin auflöst. Unser Fazit ist und bleibt: Einer der Weinwerte der südlichen Rhône! Und bedenkt man, aus welchem Haus der „Les Calades“ stammt, erscheint der Preis für diesen Wein geradezu unwirklich gering! Aber seien Sie versichert, liebe Kunden, es hat alles seine Richtigkeit – und wir freuen uns sehr, Ihnen so viel Clos Saint Jean zu so kleinem Geld ermöglichen zu können. Ab sofort und bis 2022+ zu genießen, gerne auch etwas kühler (16 °C). 53

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