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PINwand Nr 318

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Weinmailing Ausgabe Januar 2021 - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinfachhandel und Weinversender

FRANKREICH RHÔNE

FRANKREICH RHÔNE Beaucastel 99 Punkte WINE ADVOCATE HOMMAGE À JACQUES PERRIN, ROUGE 2018 „Eine wunderschöne Version dieser Cuvée, die einen Platz im Keller verdient.“ – Jeb Dunnuck über 2018 FRS010818 Hommage à Jacques Perrin, rouge 2018 14,5% Vol. 506,66 €/l 380,00 € „Das Flaggschiff, die Cuvée „Hommage à Jacques Perrin“, stammt hauptsächlich aus einer einzigen Parzelle von über 90-jährigen Mourvèdre-Reben, die sich direkt hinter dem Weingut befinden. Ausgebaut im Fuder, ist er ein kraftvoller, einzigartiger, exotischer Ausdruck dieser Rebsorte und es gibt niemanden da draußen, der es besser macht.“ so Jeb Dunnuck über den legendären Rotwein der Perrins. Für diese bedeutet die „Hommage“ viel mehr als nur die feinste Interpretation eines Châteauneuf-du-Pape, denn dieser Wein verkörpert die ganze Geschichte und Kultur der durch fünf Generationen weitergegebenen Erfahrung der Familie. Jacques Perrin, die Schlüsselfigur der „Famille Perrin“ führte Beaucastel bis ins Jahr 1978. Ein Mann, der seiner Zeit weit voraus war, bereits in den 1960ern als erster biologische Bewirtschaftung einführte, sogar ab 1974 nach biodynamischen Methoden arbeitete. Einer seiner berühmtesten und seine Persönlichkeit am klarsten beschreibenden Aussprüche lautete: „Wagen Sie es, sich der Mode und den Bräuchen Ihrer Zeit zu widersetzen.“ Ihm zu Ehren wurde diese legendäre Cuvée eingeführt. Seine Thesen liefern die Grundlage für das heutige Qualitätsbestreben der Familie Perrin. Bei der „Hommage“ handelt es sich gar nicht wirklich um eine Cuvée. Denn dieser überwiegend aus Mourvèdre bestehende Wein von mittlerweile bald 100-jährigen Reben stammt größtenteils aus einer Parzelle. Ein unvergesslicher Wein, der nur in den allerbesten Jahrgängen veröffentlicht wird, durch etwas Syrah, Counoise und Grenache die DNS eines perfekten Châteauneufdu-Pape in sich trägt. Der 2018er ist erwartungsgemäß hochkonzentriert (man bedenke die enorm niedrigen Erträge in diesem Jahrgang, speziell bei biodynamisch wirtschaftenden Betrieben), bleibt aber der feinste Wein im Hause Beaucastel. Er ist hochkomplex, allerdings nicht auf prahlerische Weise. Auch hier gilt das Credo Burgunds, dass die besten Lagen nicht die kraftvollsten Weine hervorbringen, sondern die tiefgründigsten. Ein Leitgedanke, der augenscheinlich wird, wenn man parallel dazu die Haus-Cuvée Beaucastels im Glas hat. Alle Facetten sind hier nochmals feiner aufgelöst. Es duftet intensiv nach Sauerkirschen, Erdbeeren und Garrigue. Auch ein Hauch Süßholz, Sternanis und Tapenade tauchen auf, wenn man dem Wein Raum zur Entfaltung und Zeit gibt. Am Gaumen dominiert die brombeerige Würze der Mourvèdre-Traube, die zugleich für ein festes Gerbstoffkorsett sorgt und dem Wein enorme Frische verleiht, wie man sie aus einem heißen Jahrgang wie 2018 eher nicht erwarten würde. Aber das ist dann wieder genau jene Stärke der ganz großen Weine, dass sie stets über den Geschmacksmustern und Konventionen schweben, die wir erwarten würden. Es ist einer der langlebigsten Weine Châteauneuf-du-Papes, dessen Strahlkraft und Einzigartigkeit seit jeher Generationen von Sommeliers und Liebhabern begeistert. Trink- und Lagerpotenzial: „suffisant“ ... 46 PINWAND °318 | Januar 2021

Beaucastel RHÔNE FRANKREICH Subskription 2019 PERRIN SETZT DIE MESSLATTE FÜR DEN JAHRGANG EXTREM HOCH! Mit größter Vorfreude präsentieren wir Ihnen heute die heiß ersehnten Primeur-Weine von Famille Perrin. Bei all diesen Weinen profitieren Sie von unseren Subskriptionspreisen und können sich die oftmals bei Freigabe schon längst vergriffenen Weine sichern. Im Herbst 2021 werden sämtliche Weine bei uns eintreffen. DER JAHRGANG 2019 BEI PERRIN: Im Jahrgangsbericht schreibt die Familie Perrin von der magischen Anziehungskraft der „9er“-Jahrgänge, die „immer wieder in Erinnerung der Winzer bleiben“. „Dieses Jahr war keine Ausnahme“ so die Familie und weiter: „Die ersten Verkostungen deuten auf sehr ausgewogene Weine voller Finesse und großer Komplexität hin*, welche die Geschichte prägen werden.“ Allgemein gibt es über den Jahrgang 2019 nur gute Nachrichten. Denn das Jahr verlief gerade im Vergleich zu den vorigen und im Kontext des sich immer mehr bemerkbarmachenden Klimawandels und die Erntemengen zum Teil drastisch einschneidender Herausforderungen höchst problemfrei ab. 2017 war das wärmste Jahr der vergangenen 30 Jahre, 2018 lieferte homöopathische Mengen, speziell für biodynamisch agierende Betriebe in Châteauneuf-du-Pape, Gigondas und den Rhôneausläufern. All dies waren 2019 keine Kernthemen. Dank guter Wasserreserven sprossen die Knospen bereits Anfang April, stellten sich allerdings dank kühlem Monatsverlauf auf ein langsames vegetatives Wachstum ein. „Im Gebiet Châteauneuf-du-Pape herrschte 2019 kein Wassermangel“ so die Perrins. Allerdings versetzte eine – wenn auch nur kurz andauernde— Hitzewelle in der letzten Juniwoche das Team und die Familie in Habachtstellung. Mit Spitzen von 42,5 °C übertrumpfte 2019 den Jahrgang 2014 (39,8 °C). Solche Höchstwerte werden immer wieder erreicht, allerdings ist ein wichtiges Kriterium, zu welchem Zeitpunkt sie auftreten. Sind die Triebe und Blätter noch jung und grün, zeigen sie sich empfindlicher für Sonnenbestrahlung als zu einem späteren Zeitpunkt. Auch Rhône-Experte Jeb Dunnuck unterstreicht den wichtigen Stellenwert der Wasserversorgungen sowie die bedeutende Funktion des Abhärtens der Rebe durch vereinzelte heiße Tage im Frühjahr: „In den Sommermonaten kam Ende Juni eine drückende Hitzewelle mit Temperaturen von über 43 Grad. Ich befand mich damals an der Rhône und leider in einem Hotel ohne Klimaanlage. Die Weinberge waren zu diesem Zeitpunkt gesund und grün und handhabten die Hitzewelle überraschend gut. Es ist wichtig zu verstehen, dass Hitzewellen in diesen frühen Stadien der Vegetationsperiode viel weniger Auswirkungen haben als später im Jahr. Wenn überhaupt, hat diese Hitzewelle dazu beigetragen, die Reben darauf vorzubereiten, später mit den heißen, trockenen Bedingungen fertig zu werden.“ Juli und August verliefen warm und trocken wobei die anhaltend kühlen Nachttemperaturen (es gab nur wenige Nächte über 20 °C) für ein ausgewogenes und langsames Wachstum der Trauben sorgten und die Reben regelrecht regenerieren ließen („Die Reben litten sehr wenig unter Wasserstress.“). Diese sind prägend für das komplexe Aromenprofil des Jahrgangs. Die für hohe Temperaturen anfälligste Rebsorte, die Grenache, wurde mittels Kamillen-Kräuterinfusion behandelt, was eine Wachstumsblockade verhinderte. Tatsächlich fiel die Lese des 2019er-Jahrgangs nur in einen geringfügig früheren Zeitraum als im historischen Schnitt. Die langsame Reife, niedrige Erträge und gute Wasserversorgung ergeben einen exzellent konzentrierten Jahrgang. Jeb Dunnuck prognostiziert: „2019 wird gegenüber 2018 einen klaren Schritt nach vorne machen, mehr Tiefe, Konzentration und Reichhaltigkeit bieten, während sie gleichzeitig eine bemerkenswerte Transparenz an Frucht und Eleganz aufweisen.“ 47

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