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PINwand Nr 318

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Weinmailing Ausgabe Januar 2021 - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinfachhandel und Weinversender

FRANKREICH BURGUND

FRANKREICH BURGUND Rossignol-Trapet GEVREY-CHAMBERTIN David und Nicolas Rossignol vinifizieren auf ihrer kleinen Demeter-Kultdomaine Pinot Noir mit Seele aus biodynamischem Anbau – die Quintessenz ihrer mythischen Lagen! „Rossignol-Trapet ist eine Domaine, die in den letzten Jahren einige Gänge höher geschaltet hat. Ihre Weine haben auf der jährlichen Burgfest-Blind-Verkostung beeindruckend abgeschnitten, ein perfekter Lackmus-Test, um zu sehen, was wirklich in der Flasche steckt.“ – Neal Martin (Vinous) „Die besten Weine sind überragend, sie gehören schlicht zum Allerbesten, was das Burgund produzieren kann.“ – Jasper Morris (Inside Burgundy) „Die Domaine Rossignol-Trapet zieht selten große Headlines an, und doch produzieren die beiden konstant feine Weine, die mehr Beachtung verdienen. Vielleicht liegt es daran, dass die beiden Brüder Nicolas und David Rossignol keine Aufmerksamkeit suchen und es vorziehen, ihre Weine für sich sprechen zu lassen.“ – Neal Martin (Vinous) 20 PINWAND °318 | Januar 2021

Rossignol-Trapet BURGUND FRANKREICH Zielstrebig haben die Brüder die Domaine auf biologische und dann 1997 auf biodynamische Bewirtschaftung umgestellt. Ihre Weine sind mittlerweile bio-zertifiziert, das Weingut Mitglied im Verband mit den wohl strengsten Richtlinien, bei Demeter. Sie bewirtschaften lediglich 14 Hektar Rebflächen, sind damit genau so groß wie die im gleichen Ort ansässige Domaine Armand Rousseau. Doch was ist ihr Geheimrezept? Nun, großartige Parzellen mit uralten Reben (teilweise vor dem ersten Weltkrieg gepflanzt), die zu den besten des Burgunds gehören und die eine extreme Pflanzdichte (mindestens 10.000, zum Teil sogar 11.000 Pflanzen pro Hektar) aufweisen, garantieren einen hohen Extraktgehalt der Weine. Das tradierte Wissen vieler Winzer-Generationen und ihre eigenen Ideen (David und Nicolas wandten sich nach ihren Studien auf berühmten Weinbauschulen in Beaune und Toulouse bedingungslos dem biodynamischen Anbau zu), sind die Basis für grandiose Qualitäten, die sich infolge der fortschreitenden Regeneration der Böden und der subtilen Fortschritte in der Weinbergs- und Kellerarbeit (Handlese, sorgfältigste Selektion, sensibler, punktgenau dosierter Holzeinsatz) in immer atemberaubendere Höhen schraubten. Ein Besuch bei David und Nicolas ist immer eine Herzensangelegenheit. Die beiden Brüder, die 1990, nach Aufsplittung des Betriebs durch ihren Schwager Jean Trapet mit ihrem Vater die Domaine in Gevrey-Chambertin gründeten, verkörpern das ursprüngliche Burgund wie wenige andere Domainen. Hier wird man herzlich und gastlich empfangen, eine Verkostung kann schon mal mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Und mit jedem Besuch fühlen wir uns den Lagen und Weinen der beiden Brüder näher, haben unser Verständnis erweitert und die Unterschiede der Lagen im Profil geschärft. Star-Allüren sind den beiden fremd. Ihr Fokus liegt auf den Lagen. David und Nicolas sind die Seele Gevrey-Chambertins. Diese Appellation verkörpert mit ihren neun Grand Crus die Spitze der Côte de Nuits. Die Vermählung von vibrierender Mineralität mit formidabler Kraft, von unvergleichlicher Finesse mit Fülle und Aromenreichtum, lässt Liebhaber dieser Prestige- Appellation gar „vom Gipfelpunkt Burgunds“ (Gaston Roupnel) schwärmen. Eine Appellation, deren Grand-Cru-Weine sich bis zu 30 Jahre und länger prachtvoll entfalten können! David und Nicolas wollen die „leisen“ Aromen des Pinot Noir herausarbeiten und balancierte, harmonische Weine voll feinduftiger Frucht, tiefer Mineralität und reifem Tannin erzeugen. Eine späte Lese, vollaromatischer Trauben und weiche Gerbstoffe sind ihnen besonders wichtig. Und so zählen ihre Weine zu den in der Jugend wohl schönsten Pinot Noirs der Region. Sie sind rund und kraftvoll, besitzen Charme und eine attraktive Mischung aus früher Zugänglichkeit und gutem Lagerpotenzial. Es sind keine herben Weine, die (mehr oder wenige verkrampft) „intellektuell“ daherkommen, sondern Burgunder, die sich durch eine delikate Aromatik, Finesse und Trinkfreude erschließen, das Lied von dem großartigen Terroir singen, das die beiden Brüder durch ihre aufwändige und nachhaltige Bewirtschaftung wiederbelebt haben. Keine Holzorgie stört die Harmonie, denn die Grand Crus sehen maximal 50 % neue Fässer, die Premier Crus 25 % und die Villages-Weine in der Regel maximal 20 %. Kein Wunder, dass vom einfachen Bourgogne rouge bis hin zu den sinnlichen Grand Crus alle Weine zur absoluten Spitze des Burgunds zählen! Der Mythos Burgund erstrahlt in solch fabelhaften – und für die Lagen vergleichsweise erschwinglichen – Preziosen heller denn je zuvor, und wir sind sicher, dass sie Ihnen wie stets ein glückliches Lächeln ins Gesicht zu zaubern vermögen. Im Herbst 2019 haben wir die Weine des Jahrgangs 2018 vom Fass verkosteten. Unser Eindruck waren ungemein vielschichtige und hedonistische Weine, die – vermutlich auch aufgrund der biodynamischen Bewirtschaftung und alten Reben – eine bemerkenswerte Präzision und Frische aufwiesen. Dazu ein Kommentar von David, der die hier zugrundeliegende Kollektion bestens charakterisiert: „In reifen und warmen Jahrgängen drängt sich oft der Charakter des Jahrgangs in den Vordergrund, 2018 hat sich aber das Terroir durchgesetzt.“ 21

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