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PINwand Nr 318

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Weinmailing Ausgabe Januar 2021 - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinfachhandel und Weinversender

FRANKREICH BEAUJOLAIS

FRANKREICH BEAUJOLAIS Desvignes MORGON „LA VOÛTE SAINT-VINCENT“, ROUGE 2019 Schon der „kleine“ 2019er Desvignes erhält bei Parker 91 Punkte. FBJ030119 Morgon La Voûte Saint Vincent, rouge 2019 13% Vol. 19,93 €/l 14,95 € 91 Punkte PARKER Mit dem „La Voûte Saint Vincent“ bieten die Geschwister Claude-Emmanuelle und Louis-Benoît einen sensationellen Einstieg in ihr Beaujolais-Portfolio aus der Appellation Morgon. In Morgon allgemein und bei ihnen im Besonderen entstehen denkwürdige Gamays, die in ihrer Komplexität und Reifefähigkeit an beste Premiers Crus aus dem benachbarten Burgund heranreichen. Es sind dunkle Weine von vulkanischen und von Granit geprägten Böden, die diese Rebsorte aufs Schönste erstrahlen lassen. Der „La Voûte Saint-Vincent“ ist der Ortswein der Geschwister, der von unterschiedlichen, vor allem nördlich gelegenen und biologisch-organisch bewirtschafteten Parzellen stammt. Wie für das Beaujolais es typisch ist, wurden die ganzen Trauben einer macération semi-carbonique, also einer teilweisen Kohlensäuremaischegärung unterzogen, bevor der Wein dann klassisch im Zement-Tank zu Ende gären konnte. Ausgebaut wurde dieser Ortswein von rund 50 Jahre alten Reben ebenfalls im Betontank. Er hat nur nach der malolaktischen Gärung sowie kurz vor der Füllung ein bis zwei Gramm Sulfit erhalten, um sich stabil zu entwickeln. Wie es bei einem Einstiegswein sein soll, ist dies ein „Morgon“, der ab dem Erscheinen viel Trinkspaß bietet und voll präsent ist, während man die höheren Kategorien aus dem gleichen Jahrgang im Idealfall ein paar Jahre zur Seite legen sollte. Der „La Voûte Saint- Vincent“ verbindet pure Energie und eine herrliche gourmandise, wie man es in Frankreich beschreibt, also eine sinnliche Köstlichkeit. Im Auftakt gibt es Zwetschgen, Himbeeren, Brombeeren und Cassis mit ein wenig leicht geröstetem Fleisch und Kohle, Granatapfelsaft und Blutorangenzesten. Am Gaumen wird der Gamay noch präsenter und verbindet die dunkel, saftig und stets frisch und knackig wirkende Frucht mit einer passenden lebendigen Säure sowie mit dem aus der Kohlensäuremaischegärung schon seidig gewordenen Tannin und einer deutlich mineralischen Ader. Abgerundet wird das mit einem Hauch von Pfeffer, Süßholz und Kirschnoten. Das ist einfach perfekt – und „zurückhaltender“ Genuss fällt uns hier ziemlich schwer … Trinken Sie den „La Voûte Saint Vincent“ jetzt und bis 2028 oder länger. MORGON „CÔTE DU PY“, ROUGE 2019 Ein fantastischer Morgon, der sicher eine Zukunft von 20 Jahren in sich trägt. FBJ030219 Morgon Côte du Py, rouge 2019 13,5% Vol. 37,20 €/l 27,90 € 93 Punkte PARKER Allein wenn man sich die bloßen Rahmendaten zu Gemüte führt, die der Morgon „Côte du Py“ der Geschwister Claude-Emmanuelle und Louis-Benoît Desvignes bietet, kann man schon ins Schwärmen geraten. Der Wein stammt aus den besten Parzellen am steilen Hang des erloschenen Vulkans Mont du Py. Die Reben, die eine burgundische Stockdichte von rund 11.500 pro Hektar haben und höchsten 35 Hektoliter pro Hektar liefern, sind mindestens 65 und bis zu 100 Jahren alt und wurzeln tief in Basalt, Granit und Schiefer. Die Parzellen werden seit Jahren biologisch-organisch bewirtschaftet, und der Weinausbau erfolgt so zurückhaltend wie möglich, aber eben gebietstypisch mit einer macération semi-carbonique und einer weiteren Mazeration sowie einem achtmonatigen Ausbau im Zement. Geschwefelt wird erst nach der malolaktischen Gärung, dann auch nur ein bis zwei Gramm pro Liter – also fast nichts. Was dabei entsteht, ist sowas wie ein Chambertin aus dem Beaujolais – so kraftvoll, so dunkel, so komplex wird dieser Gamay im Laufe der Zeit. Man sollte ihm diese Zeit gönnen oder doch zumindest eine Karaffe, so man sich gar nicht mehr bremsen kann. Und natürlich ist es schwierig, derart köstliche Weine in den Keller zu legen, um sie dort erst einmal zu vergessen. Aber es lohnt sich, denn solche Gamay reifen mindestens so gut wie beste Burgunder. Doch zurück zum Hier und Jetzt. Dies ist ein dunkler Wein voller schwarzer Frucht, die momentan noch deutlich an Cassis und Minze erinnert, aber auch an Brombeeren und Schlehen, Kirschen, etwas Rauchfleisch, Pfeffer und Süßholz. Tatsächlich ist er einem Syrah von der Nord- Rhône im jetzigen Stadium gar nicht so ganz unähnlich, etwas kühler vielleicht in seiner Anmutung. Am Gaumen dann aber begeistert die Seidigkeit neben dem üppig Fleischigen, was der „Morgon“ ebenfalls zu bieten hat. Dunkler Saft fließt wie über einen Seidenschal aus feinpudrigem Tannin, durchdrungen von frischer, lebendiger Säure und Mineralität. Was für ein wunderschöner Wein zu einem vergleichsweise kleinen Preis! 93 Punkte gibt es von Parker-Verkoster William Kelley für dieses Prachtstück. Zu Recht! Trinken Sie den „Côte du Py“ jetzt karaffiert oder im Idealfall ab 2024 bis 2040. 18 PINWAND °318 | Januar 2021

Desvignes BEAUJOLAIS FRANKREICH MORGON CÔTE DU PY „LES IMPÉNITENTS“, ROUGE 2019 95+ Parker Punkte: Unüberraschend brillant! Limitiert: max. 2 Fl. / Kunde FBJ030419 Morgon Côte du Py „Les Impénitents”, rouge 2019 14% Vol. 60,00 €/l 45,00 € „Als Liebhaber sollte man mindestens einmal „Javernières“ oder „Les Impénitents“ getrunken haben, um das immense Potenzial des großen Terroirs im Beaujolais nachvollziehen zu können.“ So lautet das Urteil aus dem Guide Bettane et Dessauve. Jahr für Jahr zählt die Spitzen-Cuvée des Vorzeigebetriebs zu den höchstbewerteten Weinen aus der Gamay-Traube. 2019 gibt es satte 95+ Punkte von William Kelley, eine symbolträchtige Wertung im Hinblick auf die Burgunder der Côte d’Or, die eben auch veranschaulicht, welch Potenzial im Beaujolais steckt. Man kann den Tipps von William Kelley blind vertrauen, denn dieser Spürhund für feine Weine aus Champagne, Burgund und Beaujolais besitzt als Verkoster einen enormen Erfahrungsschatz und eine ungewöhnliche, fast brennende Neugier. Für seine Parker-Tätigkeit zog er nach Beaune, von wo aus er alle Betriebe besucht und regelmäßig Eindrücke während der Lese und zu den unterschiedlichsten Stadien der Weinbereitung in den Kellern der Domaines sammelt. Seine Worte zu Desvignes sind eindeutig: „Wie ich bereits im Vorjahr schrieb, produziert diese 13 Hektar umfassende Domaine einige der langlebigsten und seriösesten Weine des Beaujolais. Alte Reben, gepflegte Böden, eine späte Lese und traditionelle Weinbereitung mit Ganztrauben, langer Maischestandzeit und untergestößeltem Tresterhut sind die Grundlagen dieses Ansatzes.“ Über den Spitzenwein des Hauses heißt es dieses Jahr: „Der Morgon Côte du Py „Les Impénitents“ 2019 zeigt sich hervorragend, aber das wird die Anhänger dieser Cuvée, die routinemäßig zu den besten und alterungsfähigsten Weinen des Beaujolais zählt, nicht überraschen.“ Brombeeren, Cassis und Beef-Jerky vermischen sich hier, unterlegt von einer rauchigen Note. Das erinnert uns an die großen Weine aus dem Hause Jules Desjourneys. Beide Betriebe sind Anhänger des Beaujolais als vin de garde, wollen das Potenzial der Region veranschaulichen. Dabei bleibt natürlich auch dieser Riese am Gaumen eher mittelkräftig im Körper, zeigt die Finesse und Grazie der Gamay-Traube. Doch scheint hier alles konzentrierter und auf die Essenz heruntergebrochen. Eine feine Säure leitet den langen Nachhall und bohrt sich regelrecht durch das feine Tannin- Korsett dieses noch jungen Weins. Wiedervorlage in mindestens 5 Jahren – und es wird Sie ein echtes Aha- Erlebnis erwarten! PS: Diese Cuvée ist seit Jahren heiß begehrt und ob der uralten Reben eine absolute Rarität. Daher können wir Ihnen, werte Kunden, zur möglichst gerechten Verteilung maximal zwei Flaschen pro Kunde anbieten, damit möglichst viele Beaujolais-Liebhaber in den Genuss dieser Preziose kommen. 95+ Punkte PARKER Dieser tiefkonzentrierte Gigant von den ältesten Reben des „Javernières“ (1914 gepflanzt!) ist wie eine Reise in noch unbekannte Dimensionen eines verwunschenen Weinuniversums! Und eine zärtliche Liebeserklärung an eine märchenhafte Region: Der Spitzenwein ist eine Hommage der Geschwister an ihren Vater, der stets unbeirrt an der Idee eines großen Weins aus dem Beaujolais festgehalten hat. Bei gleich liebevoller Weinbergs- und Kellerarbeit wie in der „Normalversion“ des „Javernières“ erbringen der einzigartige Boden dieser Superparzelle und das hohe Alter der Reben den noch einmal etwas komplexeren Wein, der sich am Gaumen nochmals eine Spur hedonistischer zeigt und mit einem sehr langen Nachhall fasziniert. Schon im Bouquet deutet der Morgon mit seinen erdig-würzigen und schwarzbeerigen Aromen an, dass wir es mit einem großen Kaliber zu tun haben. 19

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