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PINwand Nr. 313

Weinmailing Ausgabe September - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinfachhandel und Weinversender

FRANKREICH LANGUEDOC

FRANKREICH LANGUEDOC Négly LA FALAISE 2018 „Das ist ein rockiges kleines Weinjuwel!” schreibt Jeb Dunnuck begeistert über diesen 2018er „La Falaise“! FLA050318 La Falaise, rouge 2018 15% Vol. 26,60 €/l 19,95 € Bärenstark! 94 Punkte DUNNUCK „La Falaise“, „das Kliff“, dessen kalkiger Untergrund die Basis für diesen herausragenden Wein aus dem Languedoc liefert, ist ein Klassiker bei Pinard de Picard. Dieser Wein war lange gleichsam Zeit der Fels in der Brandung, als das Languedoc eher als Synonym für mediokre Massenweine angesehen wurde. Das hat sich zwar längst grundlegend geändert – nicht zuletzt durch das Zutun der Familie Paux-Rosset mit ihrem Château de la Négly –, und „La Falaise“ ist immer weiter gewachsen und mit dem zunehmenden Alter der Reben immer komplexer und schöner geworden. Ein Ausdruck dessen sind die 94 Punkte, die Jeb Dunnuck für die 2018er Cuvée vergeben hat. „La Falaise 2018“ ist eine Cuvée aus rund 55 % Syrah, 35 % Grenache noir und 10 % Mourvèdre, wobei Grenache und Mourvèdre im Beton-Cuve und der Syrah im 300-Liter-Fass ausgebaut wurden. Die Reben, die für diesen Wein Verwendung fanden, stehen in kalkreichen, steinigen, sandigen und lehmigen Böden und sind damit ein typisches Abbild des im Languedoc und Roussillon so schnell wechselnden Terroirs, das von vielen Gebirgsmassiven und Erhebungen beeinflusst ist, in diesem Fall unter anderem vom Massiv La Clape, nach dem die Appellation benannt ist. Diese Cuvée steht für eine wunderbare Balance von Ursprünglichkeit und Eleganz. „La Falaise“ ist ein Wein, der mit ein wenig Luft vom ersten Moment an Spaß macht und auch jung für Trinkfluss sorgt. Der tief violettrote, fast schwarze Wein duftet intensiv nach Veilchen und Macisblüten, bevor es fruchtig wird mit reifen Brombeeren und Himbeeren, mit Cassis und Cassislikör, Blutorangen samt Schalen, Süßholz, Rauchfleisch und frisch poliertem Leder. Was für eine wunderbare Komplexität im Duft und was für ein Fortgang am Gaumen, wobei diese herrlich reife, saftige und fleischige dunkle Frucht den ganzen Mundraum ausfüllt und begleitet wird von seidigem Tannin, von ein wenig dunkler Oliventapenade und wiederum von geräuchertem Fleisch samt einem Hauch von Pu-erh- Tee, von Kräutern und Garrigue sowie mineralisch kühlen Noten. Der Wein fließt fast sämig über den Gaumen und endet mit langem Nachhall. Wunderbar! Dieser Wein bietet ab sofort volle Trinkfreude mit viel Frucht, hat aber Potential bis 2026 und länger. 56 PINwand313 | September 2020

Négly LANGUEDOC FRANKREICH CUVÉE DE L’ANCELY, 2017 „Dieser Wein hat mir ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht gezaubert”, schreibt Jeb Dunnuck und gibt dem Wein 95–97 Punkte. FLA050917 Cuvée L'Ancely 2017 15,5% Vol. 93,20 €/l 69,90 € Der Name „L’Ancely“ stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde für eine Wohnstätte der Herzöge von Fleury genutzt. Das Terrain dort ist mit seiner Nähe zum Meer und dem Wind, den diese Rebsorte so gerne mag, ideal für Mourvèdre geeignet. Im Laufe der Zeit hat sich der „L’Ancely“ zu einem der besten Mourvèdres des französischen Südens entwickelt. Er spielt in einer Liga mit „Bandol“, tritt stilistisch aber anders auf. Für uns liegt der 2017er „L’Ancely“ charakterlich genau zwischen dem großen und opulenten 2016er und dem extrem eleganten und kühleren 2015er. Der tief rubinrote Mourvèdre, dem immer auch ein kleiner Anteil Grenache noir hinzugefügt ist, wird über anderthalb Jahre in Fudern und Demi-muids ausgebaut. Das Ergebnis ist eine überaus verführerische Melange aus frischen und konzentrierten Früchten wie reifen Brombeeren, dunklen Himbeeren, Pflaumen und Schwarzkirschen, die unterlegt ist mit Noten von Fleisch, Rauchfleisch vor allem, aber auch Salami und Kräutern der Provence. Dazu kommen Noten von Walderde, Baumrinde, Garrigue und Salzlake. Was für eine spannende Nase, was für eine Komplexität! Am Gaumen dann zeigt sich die ganze Reife der Frucht, die zwischen Frische und Likör pendelt und begleitet wird von feinsten Dekor: Samt, Seide und Plüsch fallen einem bei diesem feinen Tannin ein. Dann kommt die leichte Süße vom Alkohol hinzu, der exzellent in diese fast wollüstige Frucht und Kraft eingebunden ist. Zum Finale hin wird es immer frischer und mineralischer mit großer Lebendigkeit und Energie. Das hat sehr viel Substanz – jetzt schon und sicher noch ein weiteres Jahrzehnt und länger. Dass es bei Robert Parker 96 Punkte gibt und bei Jeb Dunnuck 95–97, was etwa auf das Gleiche hinausläuft, ist angesichts dieses Charakterweines kein Wunder. Einer der besten Mourvèdres Frankreichs! Diesen Wein sollte man idealerweise noch zwei Jahre ruhen lassen oder aber dekantiert genießen. Potential hat er sicher bis 2035 und länger. 95-97 Punkte DUNNUCK 57

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