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PINwand Nr. 313

Weinmailing Ausgabe September - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinfachhandel und Weinversender

SPANIEN RUEDA Rodríguez

SPANIEN RUEDA Rodríguez BASA, VINO DE RUEDA BLANCO, 2019 Telmos Basa ist längst Kult. In Spanien und weltweit ist er ein Synonym für den Erfolg der Rebsorte Verdejo. SRU010119 Basa, Vino de Rueda blanco, 2019 DV 13% Vol. 10,13 €/l 7,60 € Es ist eines der erfolgreichsten Duos des spanischen Weinbaus. Telmo Rodríguez und sein kongenialer Partner und Freund Pablo Eguzkiza haben definitiv in den letzten 30 Jahren Weingeschichte geschrieben. Und ihr 1996 aus der Taufe gehobener Basa de Rueda ist ein Synonym dieses Erfolgs geworden; denn der beruht erstens auf einem Schatz an eigenständigen, autochthonen Rebsorten Spaniens, zweitens auf Leidenschaft und Können und drittens auf dem ausgeprägten Gefühl für Chancen und Stimmungen. Als die beiden den Basa zum ersten Mal füllten, kannte noch kaum jemand in Spanien noch sonst wo auf der Welt das Potential an Frische und Saftigkeit des Verdejo, der wichtigsten weißen Rebsorte in Rueda. Telmo wollte das ändern. Er wollte der Welt zeigen, dass Spanien auch ein Weißweinland ist. Mittlerweile hat es sich herumgesprochen – auch und nicht zuletzt durch den Basa, der für Telmo Rodríguez sein erfolgreichster Wein geworden ist, durch den er weitere großartige Projekte überhaupt erst finanzieren konnte. Auch der 2019er Basa de Rueda hat alle Qualitäten, die ein Brot-und-Butter-Wein haben sollte. Der Wein aus 90 % Verdejo und 10 % Viura, dem dortigen Synonym für Macabeo, duftet verführerisch nach Holunderblüten und reifen weißen Johannisbeeren, nach Zitrusfrüchten und einigen gelben Birnen, nach geriebenem Kalk und nach getrockneten Kräutern. Am Gaumen ist der Basa extrem saftig mit weißfleischiger Steinobstfrucht, mit ein wenig Mango und Maracuja, Grapefruits und Kräutern. Die Säure ist präsent und frisch, dabei aber reif und seidig. Im Finale taucht eine feine erfrischende Bitternote wie die von Grapefruitschalen auf – das Markenzeichen des Verdejo. Der Basa ist der Wein für alle, die gerade im Frühling und im Sommer nach fruchtigem, saftigem und frischem wie unkompliziertem Trinkgenuss suchen und die Aromatik von Sauvignon blanc mögen. Denn genau das ist Rueda, Verdejo und Basa. Die spanische Antwort auf den Sauvignon blanc. Der Basa ist bis mindestens 2024 mit Genuss zu trinken. 12 PINwand313 | September 2020

Rodríguez RUEDA SPANIEN © Jason Orton 91+ Punkte GUTIÉRREZ (PARKER) © Jason Orton EL TRANSISTOR, RUEDA BLANCO, 2018 Der feinste und eleganteste Ausdruck eines Verdejo aus Rueda. SRU010218 El Transistor, Rueda blanco 2018 13% Vol. 23,33 €/l 17,50 € Bei ihrer ständigen Suche nach alten Weinbergen mit historischen Rebsorten sind die großen spanischen Winzerpersönlichkeiten Telmo Rodríguez und Pablo Eguzkiza auch auf die Lagen El Monte und Valdelaíno in der Ortschaft La Seca in der Appellation Rueda gestoßen. Im altkastilischen Rueda entsteht ja der fantastische weiße Brot- und Butter-Wein „Basa“, der Ausgangspunkt aller Erfolge der beiden Winzer. Doch Telmo wollte zeigen, dass in Rueda noch viel mehr möglich ist, sowohl mehr als die exzellenten frischen und erfrischenden Sommerweine, aber auch mehr als die oft als burgundisch titulierten, meist aber nur brachial mit Holz zugekleisterten sogenannten „Premium-Ruedas“. So ist irgendwann „El Transistor“ entstanden, nachdem Telmo die uralten Reben entdeckt hatte und für ihn klar war, dass sie wie dafür geschaffen waren, einen exzellenten reinsortigen Verdejo zu erzeugen, der keine Holz-Schminke benötigte, sondern lediglich von der Struktur profitieren würde, die das Holz verleiht. Die alten Buschreben wurden am 25. September 2018 von Hand gelesen, sortiert und dann als Ganztrauben langsam gepresst. Danach folgte die natürliche Vergärung mit Umgebungshefen und der Ausbau in Zement, in Fudern und Fässern unterschiedlicher Größe. Der Jahrgang war gekennzeichnet durch einen regnerischen Frühling, der die Phase des vegetativen Wachstums verlängerte, ferner durch einen heißen Sommer, der bis zum Ende des Zyklus sehr trocken war. Dies führte zu einer reichlichen Ernte mit gesundem Lesegut. Der langsame Vegetationszyklus sorgte für Leichtigkeit, für viel Frucht und Eleganz. Diese zeigt sich schon im Duft, der ungemein verführerisch ist. Die Nase wirkt geradezu seidig fein mit Noten von gelben Birnen und Melonen, reifen Zitronen und auch Zitronengras, ein wenig Sahnecrème und grünen Mandeln. Am Gaumen dann verbindet der „Rueda“ knackig frische und pikante Noten von Zitronen und Zitronenschale, Bittermandeln und ein wenig Gras mit der schon im Duft erahnten Seidigkeit in der Textur, die vom langen Hefeausbau im Fass herrührt. Hinzu kommt eine geradezu prickelnde Mineralität, die vor allem im Finale spürbar wird. Dies ist ein eindringlicher „Rueda“, keineswegs ein Blockbuster, sondern ein eleganter Verdejo, der das Potenzial der Sorte ausschöpft, ohne laut zu sein. Das ist so subtil wie wunderbar. Diesen Wein kann man jetzt und sicher bis 2028 mit Freude trinken. 13

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