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PINwand Nr. 312

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Weinmagazin Pinard de Picard - Ausgabe August 2020 - Erlesene Weine und Feinkost.

DEUTSCHLAND RHEINHESSEN

DEUTSCHLAND RHEINHESSEN Kühling-Gillot Der Primus inter pares des Roten Hangs 96 Punkte: „Der Gaumen ist unglaublich lebendig und vollmundig“ – James Suckling über 2018 96 Punkte: „Ein weiterer Langstreckenläufer von H. O. Spanier.“ – Stephan Reinhardt über Rothenberg 2018 „So scharf wie ein Samurai Schwert“ – Stuart Pigott über Rothenberg 2016 „Ein sagenhafter Riesling“ – Stephan Reinhardt über Rothenberg 2016 „Bester trockener Riesling Deutschlands“ für Rothenberg GG Wurzelecht 2014! – Gault Millau 2016 „Rothenberg ist das beste Große Gewächs Deutschlands im Jahrgang 2013.“ – Wein-Plus.de 28 PINwand312 | August 2020

Kühling-Gillot RHEINHESSEN DEUTSCHLAND ROTHENBERG RIESLING GROSSES GEWÄCHS TROCKEN 2019 Rothenberg: Wurzelecht Subskription, Auslieferung ab März 2021 DRH030419 Rothenberg Rothenberg Riesling Großes Riesling Gewächs Großes Gewächs trocken trocken 2019 2019 12,5% Vol. 240,00 €/l 180,00 € DRH030419M Rothenberg Riesling GG trocken 2019 MAGNUM 12,5% Vol. 244,00 €/l 366,00 € Der legendäre Rothenberg liegt am nördlichen Ende des berühmten Roten Hangs. Durch die steile Hanglage und die (Süd)ost-Ausrichtung profitieren die Trauben von der Morgensonne, die vom majestätisch dahingleitenden Rhein reflektiert wird, gleichwohl sorgt diese Exposition für eine gewisse Kühle. Die sich in den Herbstnächten um die Trauben legende Feuchtigkeit kann so schnell abtrocknen und die Beeren bleiben in manchen Jahren bis lange in den November hinein gesund. Das Kühling-Gillotsche Gewann im Rothenberg thront wie ein Adlerhorst auf der Hangspitze. Es ist das steilste Stück im Rothenberg und wird, ähnlich einem burgundischen Clos, durch eine stützende Steinmauer eingefasst. „Rot“henberg – Wahrlich, Nomen est Omen. Die Riesling-Reben wachsen auf einem rotschiefrigen felsigen Untergrund, in den sich die Wurzeln förmlich hineinfressen müssen. Es sind sicherlich einige der ältesten Riesling-Rebstöcke Deutschlands, dazu gar wurzelecht, da sie noch vor den Schutzgesetzen gegen die Reblaus-Katastrophe in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gepflanzt wurden. Die uralten Rebstöcke mit ihrem minimalen Ertrag führen dazu, dass der Rothenberg in seiner Jugend eher unnahbar erscheint. Beim Rothenberg wirkt jede Facette nochmals differenzierter und intensiver als beim Pettenthal. Da sind noch mehr bewusste Ecken und Kanten, an denen man immer wieder neue Charakterzüge dieses großen Rieslings entdecken kann. Die – Verzeihung – geile Nase des 2019ers ist so rauchig und dunkel, wenn man nie einen großen Riesling im Glas hatte, weiß man gar nicht, wie intensiv mineralisch diese feine Rebsorte doch riechen kann. Der Rothenberg ist anziehend, deutlich stoffiger als all seine kleinen Geschwister vom Roten Hang. Er besitzt das mehr an Mineralität und Tiefe, in Punkto Qualität setzt er die Messelatte für das Mögliche im Jahrgang einfach nochmals eins höher als gedacht. Für H.O. zeigen sich die Großen Gewächse klar orientiert am für ihn hochspannenden Jahrgang 2002, erinnern auch an 2016. Welch geniale Mischung für alle Eingeweihten Rieslingliebhaber! Es ist nicht das Mehr an Kraft, was den Rothenberg ausmacht, sondern das Plus an Feinheit und Tiefe. Er verweilt in einer angenehm feinpolierten, fast marmornen Haptik und verströmt doch auch Würze, zeigt Kante. Dabei dreht der Wein am Gaumen regelrechte Runden, bewegt sich weg vom Gaumen um dann wellenförmig nachzuhallen. Er schraubt sich mit Belüftung zu einem athletischen Wein empor, gewinnt mit jedem Tag der Öffnung an Dynamik. Allein schon die tagelange Entwicklung zeigt das große Potenzial dieses Weines auf. Dieser authentische, höchst individuelle Charakterdarsteller ist eine profunde Weinpersönlichkeit, braucht Zeit und Ruhe, Entspannung und Geduld, bis man erlebt, wie sich seine komplexen Schichten langsam entblättern und entfalten. Mit Flaschenreife wird er, über mehrere Stunden dekantiert, mit einem einzigartigen, spektakulären Aromenfächer brillieren. Es sind vor allem die alten Reben, die ältesten, die hier scheinbar unbeeindruckt von Jahresverläufen tief im Gestein wurzeln und die Trauben bestens versorgten. Sie machen den Unterschied. Das ist vibrierende, kaum gebändigte Energie vom roten Schiefer! Das ist der Geschmack des Terroirs, das sind tanzende Mineralien, steinige Mineralik, Petrol auf der Zunge, salziger Herkunftscharakter, Feuerstein, eben: „Liquid Earth“! Eine steinige Macht des rotschiefrigen Bodens! Bei aller Kraft sanft getragen von einem grandiosen inneren Spannungsbogen. Ein atmosphärischer Riesling, ganz und gar ursprünglich und authentisch, der alle Sinne streichelt und beispielhaft steht für eine neue Generation trockener deutscher Rieslinge. Ein Riesling-Solitär, nobel, souverän, Weltklasse pur. Ähnlich in seiner Stilistik einem grandiosen Montrachet, nur eben in den Rheinhessischen Breitengraden mit der dort idealen Rebsorte, dem Riesling bepflanzt und von den zu den ältesten Rebstöcken Deutschlands zählenden Trauben gewonnen. 29

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