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PINwand Nr 309

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Weinmailing Ausgabe Mai - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinfachhandel und Weinversender

DEUTSCHLAND NAHE

DEUTSCHLAND NAHE Dönnhoff NIEDERHÄUSER KLAMM, RIESLING KABINETT 2019 Ganz starker Kabinett! DNA024819 Niederhäuser Niederhäuser Klamm, Riesling Klamm, Kabinett Riesling Kabinett 2019 2019 DV 9% Vol. 19,33 €/l 14,50 € Die Klamm ist auf der Überholspur! Wenn Sie einmal den puren Eindruck von Vulkangestein nachvollziehen möchten, greifen Sie zum Kabinett aus der Niederhäuser Klamm! Denn dieses Jahr ist der mineralische Fußabdruck einfach nicht von der Hand zu weisen. Welch Klasse allein die Lage Klamm besitzt, wissen wir auch durch Jakob Schneider. Dieser besitzt hier fantastische Parzellen, aus der er einige seiner besten Weine herausholt. Und auch Dönnhoffs sehen in der Lage großes Potenzial. Das spannende: Jakob Schneider besitzt hier die oberen Parzellen und Cornelius Dönnhoff die tiefer gelegenen Parzellen. Doch im Schatten der legendären Niederhäuser Hermannshöhle vergisst man die Klamm nur all zu leicht, in unseren Augen ein echter Fehler! Die Trauben für die Klamm gehen oftmals in den Tonschiefer-Riesling ein, denn der Boden besteht aus etwas Schiefer und vulkanischem Hartgestein. 2019 gab es wie im Vorjahr aber eine Partie solch exzellenter Trauben für einen Kabinett, dass Cornelius diesen Wein separat füllen musste. Auch dieses Jahr scheint uns, dass die Klamm die expressivere Version der Hermannshöhle ist. Hier ist die Würzigkeit nochmals ausgeprägter, die Aromatik wilder. Im Bouquet vermischen sich eine wilde Würzigkeit, rauchige Noten und eine noble, eher zurückhaltende Frucht. Am Gaumen krachen Vulkangestein-Terroir auf eine fast rötlich strahlende Frucht. Das ist ein würziger, impulsiver Riesling Kabinett, der uns sogar an eine etwas mildere Version der Rieslinge aus dem Hause Schäfer-Fröhlich erinnert. Ja, die Klamm ist ein Riesling für Terroir-Liebhaber, für Freunde der dunklen Riesling-Aromatik. Damit ist der Wein ein Paradebeispiel für die Bodenvielfalt der Nahe, die in keinem anderen Anbaugebiet Deutschlands derartig facettenreich ist. Das ist ein ganz starker Riesling, der dieses Jahr zu unseren persönlichen Favoriten der Kollektion zählt. Zu genießen ab sofort und bis nach 2038. OBERHÄUSER LEISTENBERG RIESLING KABINETT 2019 DER Klassiker und echter Feingeist DNA020519 Oberhäuser Oberhäuser Leistenberg Leistenberg Riesling Riesling Kabinett Kabinett 2019 2019 DV 9% Vol.% 19,33 €/l 14,50 € Dönnhoffs Leistenberg ist eine Institution, Kategorie persönlicher Lieblingswein. Die Steillage „Leistenberg“ galt schon in legendären Vorzeiten als eines der besten Naheterroirs, das spannende Gewächse voller Rasse, Finesse und Ausstrahlung hervorbringt, die zu begehrten Kultgewächsen wurden und von Liebhabern in aller Welt gesucht werden. Die Südosthänge mit Grauschieferverwitterungsböden sind besonders geeignet für fruchtsüße Prädikate wie den Kabinett, geraten niemals zu süß, denn der Edelpilz Botrytis entsteht hier nur äußerst selten. Kein Wunder, fand sich Cornelius Leistenberg-Kabinett bereits 2017 unter den Jahrgangsfavoriten, erzielte sensationelle 94 Punkte bei Stuart Pigott, der die Essenz des Kabinetts wie folgt umschrieb: „Die Balance ist so perfekt, dass man nicht über Süße oder Säure nachdenken muss.“ Im Jahrgang 2019 zeigt sich der Leistenberg als waschechter Feingeist. Anders als die raue und mineralisch schroffe Lage Klamm duftet dieser Kabinett floral und milde nach hellen Birnen, Rosenblüten und Mandarinen. Oft haben wir hier das Gefühl, nichts anderes als die pure Riesling-Traube zu riechen und auch Cornelius merkte bereits an, dass er vor allem die Weinberge riecht, wenn er seine Lagenweine im Glas hat. Am Gaumen da zeigt sich der Leistenberg subtil und fein balanciert. Die Fruchtsüße wirkt milde, ebenso wie die feinintegrierte und zitronige Säure. Der Wein scheint zu schweben, die Leich- 46 PINwand N° 308 | Mai 2020 © Andreas Durst

Dönnhoff NAHE DEUTSCHLAND tigkeit großer Kabinette zu betonen. Apfelspalten in frischer und gebackener Form mischen sich hier, Lychees tauchen auf. Der Wein wirkt wie der Geschmack des Frühlings, zeigt sich seidig am Gaumen und erfrischend. Ein Referenzwein eines klassischen Kabinetts der Nahe! Im internationalen Kontext hängt er preislich viele Weine ab! Markus Budai: „Dönnhoffs Leistenberg war der allererste Kabinett überhaupt, den ich jemals im Glas hatte. Und mit jedem Jahrgang kommen die Gefühle und die Begeisterung auf, die ich damals verspürte. Der Leistenberg ist ein Parade-Kabinett, niemals zu süß, immer von purem Trinkfluss geprägt. Ein Evergreen bei Dönnhoffs, zu dem ich eine ganz persönliche Beziehung habe, hat er doch meine erste Weinbegeisterung für feinherbe Weine entfacht.” NIEDERHÄUSER HERMANNSHÖHLE RIESLING SPÄTLESE 2019 „Hermannshöhle ist hohe Schule, schwer zu knacken.“– Helmut Dönnhoff DNA020619 Niederhäuser Niederhäuser Hermannshöhle Hermannshöhle Riesling Riesling Spätlese Spätlese 2019 2019 9% Vol.% 39,93 €/l 29,95 € Champions-League! Liebe Kunden, schon mit Helmut Dönnhoff zählte es zu unseren größten Vergnügen, in der Probierstube den Geschichten und Anekdoten über die einzelnen Lagen zu lauschen. Wenn Helmut über seine Lagen spricht, dann sind die Gespräche geprägt von einer innigen Beziehung wie zu eigenen Kindern. Und manchmal fast schon ehrfürchtig und devot, wohlwissend, dass es die Natur und das Terroir sind, die große Weine ergeben. Auch Cornelius hat dieses Feingefühl für die Lagen, kennt sie alle bis in den letzten Winkel. So vergleicht er die Hermannshöhle mit der Brücke in der Jugend: „Die Brücke ist gut, sagt es aber nicht, die Hermannshöhle posaunt es raus.“ Und Papa Helmut wertet dazu: „Hermannshöhle ist hohe Schule, schwer zu knacken.“ Und die Hermannshöhle ist in der Tat „Hohe Schule.“ Große Lagen werden als solche betrachtet, weil sie sich unbeeindruckt von Jahrgangsschwankungen zeigen, leichten wie schwierigen Jahren trotzen und stets bestmögliche Resultate abliefern. Eine solche Lage ist die Hermannshöhle, jene Tausendsassa-Lage, die sowohl fruchtsüße als auch exzellente trockene Riesling hervorbringt. Sie spielt zu Recht in einer eigenen Liga, die in guten Jahren nur noch von der Oberhäuser Brücke erreicht werden kann. Im Jahrgang 2019 duftet die Spätlese nach roten Äpfeln, frischen und gebackenen. Sie betört durch eine feine Schiefernote und hellen Pfirsichen, verwoben in Akazienhonig. Am Gaumen zeigt sie ihre mineralische Seite, die so ausgeprägt nur ganz wenige Spätlesen besitzen. Denn oft überwiegt in der Jugend die intensive Frucht. Doch eine große Lage wie diese mit ihren alten Reben besitzt eine mineralische Komponente, die sich selbst in der Jugend durchschlägt. Diese zarte Stoffigkeit am Gaumen, die ein wenig vergleichbar ist mit dem Biss in einen reifen Apfel, zieht sich bis zum Abgang, gibt der Spätlese eine Sehnigkeit, die in ihrem strukturierenden Nutzen den ganzen Wein bündelt. Worte können nur unzulänglich beschreiben, welche Gefühle diese Spätlese auszulösen im Stande ist (Stuart Pigott versuchte vergangenes Jahr, dies in Zahlen auszudrücken und zückte 99 Punkte, aber auch dies ist eben nur eine Zahl, ohne Leben). Es ist die elektrifizierende Art dieser Spätlese, die uns in den Bann zieht. Die Hermannshöhle ist ein sanfter Riesling, dicht und fein mineralisch am Gaumen. Sie tänzelt umher, sie verführt mit subtilen Reizen und hat dadurch ihre ganz eigene Klasse. Es gibt hedonistische Spätlesen wie jene aus dem Kirschheck, große Potenzial-Spätlesen, die in der Jugend verschlosssen wirken, so wie die Brücke. Und dann sind da diese Rieslinge, die Klasse und Erhabenheit ausstrahlen, die unerreicht ist – wie diese Hermannshöhle! Zu genießen ist diese fantastische Spätlese bereits jetzt, ihren Höhepunkt und erste Entwicklungsnoten wird sie erst in rund 10 Jahren offenbaren, Reifepotenzial bis 2055+ ist vorhanden und durch viel Jahrgänge längst bewiesen. 47

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