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PINwand Nr 309

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Weinmailing Ausgabe Mai - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinfachhandel und Weinversender

FRANKREICH CÔTE RÔTIE

FRANKREICH CÔTE RÔTIE Domaine Stéphane Ogier „LE TEMPS EST VENU”, CDR ROUGE 2018 Die Zeit ist reif - Ogiers süffiger und höchst attraktiver Côtes du Rhône FRN020918 „Le Temps „Le Est Temps Venu”, Est CdR Venu”, rouge CdR 2018 rouge 2018 14,5% Vol. 14,53 €/l 10,90 € Die Zeit ist reif (Le temps est venu), dachte sich vor einigen Jahre Stéphane Ogier, als er auf der Suche nach Weinbergsflächen war, die geeignet wären, einen preisgünstigen Einstiegswein zu produzieren. Doch an der Nord-Rhône war das gar nicht so leicht; denn die Weinbergsflächen sind rar gesät und heute wieder sehr, sehr teuer. Im Süden sieht das anders aus; denn da bieten die sanften Hügel an der Rhône mehr als genügend Fläche, und zudem ist die Auswahl an Rebsorten attraktiver, um einen klassisch süffigen Côtes du Rhône zu erzeugen. Die Zeit war also reif dafür, sich im fast 100 Kilometer entfernten Süden zu engagieren. Ogier fand dann schließlich alte Weinberge in den Appellationen Plan de Dieu und Visan. Diese waren sowohl mit Syrah bestockt als auch mit Grenache, Mourvèdre und Cinsault, die Rebstöcke als Buschreben in Flächen, die die typischen großen Kiesel, die galets roulés, aufwiesen, die sehr deutlich an das nahe gelegene Châteauneuf-du-Pape erinnerten. Für das Jahr 2018 hat Stéphane Ogier rund 60 % Grenache und 37 % Syrah plus geringe Anteile von Mourvèdre und Cinsaut gewählt, um einen höchst attraktiven Côtes du Rhône wie aus dem Bilderbuch zu formen. Dieser Vin de Soif, wie ihn Franzosen nennen würden, ist der Rotwein für jede Gelegenheit; denn er ist unkompliziert und zeigt trotzdem Komplexität. Er ist süffig und hat trotzdem Charakter, und er verbindet Frucht und Würze mit seidigem Tannin – ganz so, wie man es von besten Côtes du Rhône gewohnt ist. In der Farbe ist der Wein im Vergleich zum Vorgängerjahrgang, bei dem 20 % mehr Grenache verwendet wurden, recht dunkel, ja fast blickdicht. Im Duft erinnert er an reife Pflaumen und Himbeeren, Walderdbeeren und reife Schwarzkirschen, Malzbonbons, Garrigue, ein wenig Hefe und violette Blüten. Am Gaumen ist der Côtes du Rhône so charmant und seidig, so dunkelfruchtig und feinwürzig, wie man es von diesem Wein kennt, nur dass sich hier der höhere Syrah-Anteil mit einem Mehr an schwarzer Frucht, einem etwas markanteren Tannin und einer Spur von Pfeffer, Leder, Oliventapenade und Veilchenpastillen auswirkt. Ja, tatsächlich zeigt dieser Jahrgang mehr Nord-Rhône-Charakter als bisher, was natürlich zu Ogier passt. Gleichzeitig aber behält der Wein diesen herrlich süffigen Trinkfluss und diesen kumpelhaft unkomplizierten Charakter. Was besonders begeistert, ist die lebendige Säure, die die reife Frucht durchzieht und die mit den leicht abgeschliffenen Ecken und Kanten des Tanningerüstes für zusätzlichen Charakter sorgt. Wir sind restlos begeistert! Diesen Côtes du Rhône trinken wir jetzt bis ca. 2024 SAINT-JOSEPH „LE PASSAGE”, ROUGE 2017 Dieser Saint Joseph spiegelt den 2017er Jahrgang wunderbar wider. Das ist ein Syrah mit voller Frucht, mit Kraft und seidigem Tannin. FRN020817 Saint-Joseph Saint-Joseph „Le Passage”, „Le Passage”, rouge 2017 rouge 2017 13,5% Vol. 29,33 €/l 22,00 € Neben Côte Rôtie, Cornas und Hermitage vergisst man manchmal die kleine Appellation Saint Joseph, wo es jedoch ein ebenso exzellentes Terroir für Weine gibt, die zwar 100 % Nord-Rhône widerspiegeln, aber sich meist früher öffnen, sehr viel Trinkspaß bieten und Trinkfreude und Anspruch in Balance bringen. Genau hier bewegt sich auch Stéphane Ogiers Saint Joseph »Le Passage«, der in 2017 ein Noch-Mehr an reifer Frucht und ein Noch-Mehr an seidigem Tannin hat. Spät und reif gelesen, strotzt der Wein nur so vor Saftigkeit und Frucht. Hier ist alles an dunklen Beerenfrüchten üppig vorhanden, vor allem Brombeeren und auch Brombeerlikör, etwas Kirsche, ferner Veilchen und Rosenblätter, grüne und schwarze Oliven, Süßholz, auch ein Stück gut abgehangenen Fleisches kommt einem in den Sinn und der dazugehörige Tellicherry-Pfeffer. Hinzu fügt sich ein Hauch von erkalteter Holzkohle und etwas kühler Stein. Am Gaumen dann sorgen die Mineralität, eine leichte Salzigkeit und vor allem die kräftige Frucht für erhöhten Speichelfluss. Was für ein saftiger Vertreter dieser Appellation! Neben all der Frucht finden sich Gewürzkuchen und Veilchenpastillen, ein wenig Blutorangensaft und ein wenig Holz, ein reifes, pudriges Tannin und wiederum die Anmutung von kühlem Stein im langen, seidigen Finale. Er kann’s, der Stéphane Ogier, egal in welcher Appellation er sich gerade aufhält. Idealerweise sollte man dem Wein noch bis 2021 Zeit geben und ihn dann über die nächsten acht Jahre hinweg genießen. 34 PINwand N° 308 | Mai 2020

Domaine Stéphane Ogier CÔTE RÔTIE FRANKREICH LA ROSINE, SYRAH, ROUGE 2017 Ogiers Syrah „La Rosine” ist einer der „smoking values” an der nördlichen Rhône FRN020217 La Rosine, La Syrah, Rosine, rouge Syrah, 2017 rouge 2017 13,5% Vol. 25,06 €/l 18,80 € Ganz ohne Zweifel gehört Stéphane Ogier heute zu den großen Meistern der Côte Rôtie. Im Jahr 2017 sind bei ihm gleich mehrere Weine entstanden, die Kritiker wie Jeb Dunnuck oder auch Joe Czerwinski von Robert Parker’s The Wine Advocate als nahezu oder als tatsächlich perfekt ansehen, um ihnen bis zu 100 Punkte zu geben. Gleich neben der Appellation Côte Rôtie liegt jener Weinberg, aus dem Ogiers Syrah »La Rosine« stammt. Es ist ein Wein, der ganz eindeutig die direkte Nähe zur jener mythischen Appellation erkennen lässt, und die hat der Côte-Rôtie-Meister Ogier natürlich herausgearbeitet. Und doch ist es eben „nur“ ein Vin de Pays, ein Collines Rhodaniennes mit dem entsprechend geringeren Preis. Als solcher gehört der Syrah »La Rosine« schon seit rund 20 Jahren zu jenen Weinen im Programm von Stéphane Ogier – und auch schon für einige Zeit in unserem –, die laut Jeb Dunnuck »großartige Weine sind, die viel Charakter bieten und für die wahren Weinliebhaber und Weintrinker da draußen smoking values repräsentieren.« Und noch einen Vorteil hat »La Rosine« gegenüber den Nachbarweinen der Côte Rôtie: Er besitzt zwar alle Gene eines Nordrhône-Syrah, wird aber so vinifiziert, dass er deutlich früher trinkreif ist als die meisten Appellations-Weine, die mehr Zeit brauchen. Natürlich ist der dunkel rubinrote 2017er Syrah »La Rosine« noch blutjung, doch ist er gleichzeitig schon sehr attraktiv und geradezu köstlich in der für den Jahrgang so gelungenen Balance aus reifer Frucht und seidigem Tannin. Der Syrah öffnet er sich mit einer Duftkomposition aus reifen Brombeeren, Himbeeren, Cranberrys, Pflaumen und Blaubeeren sowie herrlichen und für die Nordrhône so typischen Noten von schwarzer Oliventapenade, Teer, Trüffel, Speck, Pfeffer, Veilchen und ein wenig Holzkohlenrauch. Hinzu kommt die in 2017 besonders saftige und reife dunkle Frucht am Gaumen, die sich mit einer fleischigen Struktur und einem geradezu sinnlich seidigen und süßen Gerbstoff verbindet. Das ist vom ersten Moment an so attraktiv, dass man als Syrah-Fan nicht mehr davon lassen möchte. Es ist ein wunderbarer Weinwert, den Stéphane uns hier Jahr für Jahr und besonders in 2017 bietet. Wenn Sie ihn jetzt genießen, bietet sich ein Dekantieren an. Der Syrah hat sicher Potential bis 2030 © Domaine Michael Ogier 35

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