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PINwand Nr 309

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Weinmailing Ausgabe Mai - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinfachhandel und Weinversender

FRANKREICH GIGONDAS

FRANKREICH GIGONDAS Santa Duc CHÂTEAUNEUF-DU-PAPE, „LE PIED DE BAUD” , ROUGE 2017 Der kraftvoll strukturierte überaus klassische „Châteauneuf-du-Pape“ mit 95–97 Parker-Punkten. FRS091417 Châteauneuf-du-Pape, Châteauneuf-du-Pape „Le Pied de „Le Baud” Pied de , rouge Baud”, 2017 rouge 2017 14% Vol. 61,33 €/l 46,00 € 95-97 Punkte PARKER Bei Gras auf der Domaine Santa Duc entstehen seit dem Eintritt von Benjamin Gras vor einigen Jahren immer mehr große Weine. Gigondas und Châteauneuf-du-Pape geben sich dabei nichts. Die Weine bewegen sich in beiden Appellationen auf höchstem Niveau, werden alle nach den gleichen biodynamischen Maßstäben erzeugt und genauso zurückhaltend wie erstklassig vinifiziert. Das Einzige, was sie trennt, ist Benjamins Entscheidung, auf welche Weise die einzelnen Lagen vergoren werden, um das jeweils einzigartige Terroir am besten in den Fokus zu rücken. Beim „Le Pied de Baud” aus Châteauneuf-du-Pape zeichnet sich das Terroir durch eine nördliche Lage in den Hügeln des Plateau des Brusquières aus, wo der eine Hektar Rebfläche von einem Jahrhunderte alten Eichenwald umgeben ist. Dort stehen rund 80 % Grenache, 15 % Mourvèdre und 5 % Cinsault. Die Reben sind naturgemäß nicht ganz so alt, aber sie befinden sich schon seit Jahrzehnten dort. Sie wurzeln tief in den Schwemmlandböden des ehemaligen Rhône-Flussbetts mit der guten Drainage durch den Flusskies, der vermischt ist mir rotem Lehm. Handlese, penible Sortierung der Trauben, spontane Vergärung eines recht hohen Anteils von Ganztrauben mit Stielen und Stengeln treffen bei diesem „Châteauneuf“ auf eine recht kurze Mazeration mit Umpumpen, um für ein geschmeidiges Tanningerüst zu sorgen. Schließlich reift der „Châteauneuf“ aus der Einzellage in Stockinger-Fudern und Terrakotta-Gefäßen. Der recht dunkle, mit violetten Reflexen ausgestattete „Châteauneuf-du-Pape“ duftet intensiv nach französischem Süden. Anders kann man es gar nicht ausdrücken. Er spiegelt die trockene Erde des Sommers, ein wenig Lavendel am Wegesrand, größere Mengen an Garrigue und provençalischen Kräutern ebenso wider wie saftig reife schwarze Kirschen, gemischt mit ein paar Sauerkirschen und Granatapfelkernen, Himbeeren und ein paar Johannisbeeren, aber auch Tabak und Pfeffer. Diese Cuvée wirkt ausgesprochen klassisch, wenn auch schon im Duft elektrisierender und frischer als viele andere Weine der Region. Dieser Eindruck bestätigt sich am Gaumen, wo sich schon jetzt eine Balance von reifer dunkler Frucht, würzigen Aromen, frischer Säure, seidigem Tannin, Kraft und Eleganz andeutet. Tatsächlich kann man klar feststellen, dass Benjamin Gras’ Weine immer noch präziser, noch frischer und noch tonischer werden. Hier trifft Burgund auf Südrhône, wenn man so will, und Benjamins Lehrzeit bei Romanée-Conti ist kaum zu verhehlen. Die Entscheidung, in 2017 mit mehr Rappen zu arbeiten, und ferner die Wahl des den Ausbau prägenden Terrakottagefäßes sorgen für Spannung und eine so lebendige wie elegante Textur am Gaumen. Das ist schon jetzt fantastisch und dürfte nochmal an Komplexität gewinnen, wenn sich im Laufe der Zeit die tertiären Aromen in den Wein einschleichen. Von Parker aber gibt es bereits jetzt eine Wertung von 95–97 Punkten, die wir voll unterstreichen können. Der „Le Pied de Baud“ zeigt sich jetzt schon offen und charmant und hat ein Potential bis sicherlich 2035 und länger. 28 PINwand N° 308 | Mai 2020 © serge CHAPUIS

Santa Duc GIGONDAS FRANKREICH CHÂTEAUNEUF-DU-PAPE, „LA CRAU OUEST”, ROUGE 2017 95-97 Punkte: „Diese 85 Jahre alten Grenache-Reben auf sandigen Böden sind oft der überzeugendste Wein im Keller.“ – Parker FRS091117 Châteauneuf-du-Pape, Châteauneuf-du-Pape „La Crau Ouest”, „La Crau rouge Ouest” 2017 , rouge 2017 14% Vol. 106,66 €/l 80,00 € „Benjamin Gras liefert aktuell mitunter die beste Arbeit der gesamten südlichen Rhône ab“. So schreibt Josh Raynolds (Vinous) begeistert über den so engagierten Jungwinzer. Uns geht es ebenso, denn Benjamin besitzt die Gabe, weit über den Tellerrand hinaus zu blicken. Er zählt zu jenen Winzern, welche die klimatischen Herausforderungen kritisch beobachten, die Region Gigondas und ihre Herausforderungen ins Weltgeschehen einordnen und darüber hinaus analysieren, wie die besten Winzer weltweit arbeiten. So hat es uns gar nicht überrascht, als Benjamin vergangenes Jahr auf der Weinmesse Millésime Bio mit einem Rheingauer Spitzenweingut seine Weine gegen Riesling tauschte, die er bereits anerkennend kannte. 95-97 Punkte PARKER Benjamins Arbeit der letzten Jahre kommt natürlich im Spitzenwein am stärksten zur Geltung. La Crau ist ein mythischer Name in Châteauneuf und eines der legendärsten Terroirs an der gesamten südlichen Rhône. 100% Grenache, über 80 Jahre alte Reben auf sandigen und lehmhaltigen Böden, strenge Selektion bei der Lese von Hand, sanfte, kurze Extraktion und 18monatiger Ausbau in Terrakottakrügen – dies alles dient dem Ziel, die Reinheit der Frucht, die Mineralität und die Authentizität des Terroirs und der Rebsorte hervorzuheben. Das Ergebnis: burgundische Finesse trifft Châteauneuf-du-Pape. Ein unvereinbarer Gegensatz? Keinesfalls. Dieser aus dem Osten Châteauneuf-du-Papes stammende Kultwein hat es in sich. Der sowohl im Weinberg als auch im Keller nach biologischen Richtlinien vinifizierte Wein zählt zu den allerfeinsten und beeindruckendsten des Jahrgangs. Es ist das mehr an Kraft, ein Plus an Tiefgang, was ihn von so vielen Weinen abhebt. Und, es ist die feine und frische Stilistik, die hier Jahr für Jahr derartig hervorsticht, dass man hier nur von einem großen Terroir-Wein sprechen kann. Der 2017er Jahrgang duftet kirschig aus dem Glas. Wilde Himbeeren und Cassis vermischen sich hier, geben einen kühlen Eindruck. Man spürt die Finesse allein übers Bouquet. Eine solch kühle und feine Aromatik zu erhalten deutet bereits an, welch große Anstrengungen der junge Benjamin unternimmt, um derartig feine Weine einfangen zu können. Am Gaumen zeigt sich „La Crau Ouest“ gewohnt vollmundig und geschmeidig. Die Tannine sind ultrafein, benötigen vielleicht noch 2-3 Jahre, um komplett abzuschmelzen, denn wir sprechen hier von echtem vin de garde, während die Frucht bereits höchst verführerisch über die Zunge gleitet. Das ist ein seidiger Châteauneuf von besonderer Güte, ein fast schon schwebender Wein voller Magie, mit einem Nachhall, wie wir ihn sonst nur von weitaus konzentrierteren Weinen kennen, die allerdings niemals derartige Finesse und Balance erreichen. Gänsehaut-Wein! Für Liebhaber eleganter Rhôneweine im Stil eines Rayas ein unbedingtes Muss. 29

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