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PINwand N° 304

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Weinmailing Ausgabe Dezember mit großer Dankeschön-Aktion und Verlosung - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinfachhandel und Weinversender.

ITALIEN PIEMONT Burlotto

ITALIEN PIEMONT Burlotto Neben den längst vergriffenen, da so grandiosen Barolo-Schwergewichten auf absolutem Weltklasseniveau, sind ganz frisch bei uns eingetroffen, die Basisweine des Jahrgangs 2018. Sie werden selbstredend mit dem gleichen handwerklichen Ethos vinifiziert wie die legendären Spitzenweine. Denn Fabios Maxime ist stets die höchste Qualität, was bedeutet, alle wichtigen Arbeiten mit eigener Hand zu bewerkstelligen. Auf dem Weingut Burlotto steht die Winzerfamilie noch selbst im Keller und Weinberg und jettet nicht permanent zu Verkostungen um den Erdball. Denn Fabio ist ein absolut Weinbesessener, so wie Klaus Peter Keller beispielsweise, der ihn mittlerweile auch selbst, begeistert von den großartigen Qualitäten, in Verduno besuchte. Fabios Weine und Vita belegen unsere immer wieder gemachte Beobachtung: Große Weingutsbetriebe können gute Weine machen. Emotional berührende, die unter die Haut gehen, kommen aber stets von kleinen Familienbetrieben: Nur wer die finale Verantwortung trägt für sein Handeln und hohes ethisches Verantwortungsbewusstsein für die Natur, der gibt alles! Kämpft um das letzte Quäntchen Qualität! Und produziert Heimatweine von unverwechselbarem Charakter. Und diese packenden Barbera, Dolcetto und Nebbiolos gibt es heute noch zu Preisen, die im Kontext der besten Weine dieser so prestigeträchtigen Region dem kundigen Genießer ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern vermögen. Obwohl die ganze Welt hinter den Weinen von Burlotto her ist! Welch altruistische Einstellung eines Winzers, der sich mit Haut und Haaren seiner Berufung verschrieben hat. Die sanft gewellte Hügellandschaft der Langhe im Piemont, dem „Land am Fuße der Berge“, diese mit ihrem herben Charme und ihren kulinarischen Köstlichkeiten verzaubernden Weinanbauregion, ermöglicht es Fabio, dem sympathischen Star ohne jegliche Allüren, große Weine individuellen Charakters und der einzigartigen Typizität seiner großen Lagen zu vinifizieren. Unser persönliches Fazit: Die wahren Liebhaber Großer Gewächse, die eher das Leise suchen denn das marktschreierisch Laute, fruchtige Finesseweine mit exemplarischer Feinheit, mit betörendem Schmelz und packender Mineralität, die finden die Seele des Piemont in den berührenden Pretiosen des genialen Sympathieträgers aus Verduno. Salute! 26 PINwand 303 304 | November Weihnachten 2019 2019

Burlotto PIEMONT ITALIEN DIVES LANGHE SAUVIGNON 2018 Der Sauvignon blanc von Burlotto ist so klar, so frisch, so knackig und so sortentypisch – ein Muss für Sauvignon-Fans. IPI011418 Comm. G. B. „Dives” Burlotto, Langhe, Dives bianco Langhe 2018 Sauvignon 2018 14% Vol. 19,93 €/l 14,95 € Sauvignon blanc, diese in den letzten Jahren international so erfolgreich gewordene Sorte, fühlt sich in vielen Gegenden zu Hause. Den ursprünglich von der Loire stammenden Sauvignon findet man schon seit dem frühen 19. Jahrhundert auch im Piemont – ähnlich wie Chardonnay und Pinot. Und genauso wie die beiden burgundischen Sorten fühlt sich der Sauvignon blanc sehr wohl auf den oft von Kalk und Kreide durchsetzten Böden. Bei Burlotto schafft Fabio Alessandria das Kunststück, einen Wein zu vinifizieren, den man eigentlich innerhalb weniger Minuten getrunken haben möchte, der also fast wie Wasser (nur besser) die Kehle hinunterrinnt und dabei alles andere als gewöhnlich ausfällt. Das wäre im Übrigen eines Burlotto-Weines auch keineswegs würdig. Im Gegenteil ist der Dives ein Sauvignon blanc, der nicht laut, sondern intensiv und mit feiner Mineralität sowie knackiger Säure daherkommt. Im Duft erinnert er an Stachelbeeren und Holunderblüten mit ein wenig grüner Paprika, mit etwas geriebenem Gummi, mit Gartenkräutern und dem frischen Saft von Meyer-Zitronen samt Abrieb. Diese herbe Frische sorgt am Gaumen zusammen mit der Fruchtsüße und der angenehmen Säure für den schon angesprochenen Trinkfluss. Alles ist in sich sehr stimmig, das ist schlichtweg gekonntes Winzerhandwerk. Den Dives trinkt man jetzt und bis ca. 2022. DOLCETTO D’ALBA 2018 Was für ein zeitlos schöner Wein. In diesen Dolcetto kann man sich geradezu verlieben. IPI010518 Comm. G. B. Dolcetto Burlotto, d’Alba, Dolcetto rosso d’Alba 2018 2018 12,5% Vol. 14,60 €/l 10,95 € Wie nah die Piemonteser Rebsorten eigentlich zusammenliegen und sich doch voneinander unterscheiden, wird einem klar, wenn man Nebbiolo, Barbera, Freisa und diesen wunderbaren Dolcetto einmal nebeneinander trinkt. Dann fällt auf, dass die Sorten in den letzten Jahrzehnten in ihrer Stilistik immer extremer auseinander getrieben wurden und manchmal nur noch eine Karikatur ihrer selbst waren. Bei der Rebsorte Barbera ist das so und erst recht beim Dolcetto, den man mit Maischeerhitzung und Farbextraktion malträtiert hat, um einem Bild vom dunkelsüßen Piemonteser zu entsprechen, der manchmal fast wie ein Pendant zum ähnlich gemachten Beaujolais wirkt. Nicht so bei Fabio Alessandria, der alle seine Rebsorten gleich klassisch und mit so wenig Intervention wie möglich behandelt. Deshalb zeigt sich der Dolcetto d’Alba auch in einem leicht transparenten Granatrot mit violetten Reflexen und eben nicht in einem dichten Purpur. Schon im ersten Moment wird klar, dass es sich um einen zeitlos klassischen Piemonteser Wein handelt, denn die Kombination aus Kräutern, Trockenholz, getrockneten Rosenblättern und Veilchen, Sauerkirschen und Waldboden findet man in dieser Balance aus Bodenständigkeit und Eleganz nur dort. Beim Dolcetto d’Alba wird dieses Piemontesische noch ergänzt durch duftige Pflaumen- und Zwetschgennoten, hellen Tabak, ein wenig Beerenkompott und einen Hauch von Weihnachtsgewürzen. Am Gaumen hebt sich der Dolcetto d’Alba von seinen verwandten Rebsorten vor allem durch sein schmeichelndes Tannin ab, durch die Seidigkeit, mit der der Wein über die Zunge gleitet. Dazu findet sich eine feine Süße in der Frucht, aber eben auch eine leicht herbe Note und eine säuerliche, die an Granatapfelsaft und rote Johannisbeeren erinnert. Dazu findet sich etwas Herbstlaub, Unterholz und Süßholz. Klingt das nicht nach einem wirklich wunderbar bodenständigen Wein? Wird nicht jetzt erst klar, warum dieser Wein ganz klassisch zu Salami und anderem Aufschnitt gereicht wird? Auf, Freunde, setzen wir uns an die große, reich gedeckte Tafel … Diesen Dolcetto d’Alba kann man sicher mit Genuss bis 2024 trinken, aber am meisten Spaß macht er in den ersten beiden Jahren. 27

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