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PINwand N° 299

Weinmailing Ausgabe Juli - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinfachhandel und Weinversender

ITALIEN MAREMMA &

ITALIEN MAREMMA & TRENTIN Ampeleia, ITO010215 Ampeleia 2015 Ampeleia, rosso 2015 13,5% Vol. 35,86 €/l 26,90 € Eine Offenbarung für Toskanaliebhaber! Auf einer Höhe von 450 bis 600 Metern liegen die von ihren natürlichen Gegebenheiten her so gesegneten Parzellen, auf denen die Edelrebe Cabernet Franc unter optimalen Bedingungen gedeiht, die unter anderem dem legendären Cheval blanc sein unverwechselbares Charisma verleiht. Der Temperaturunterschied zwischen warmen Tagen und kühlen Nächten vertieft und verfeinert die Aromen der Trauben, das vulkanische Gestein bringt in der fertigen Cuvée famose Mineralität, Feinheit und Länge am Gaumen. Filetstück von Ampeleia ist die Lage „Bella Vista” – Nomen est Omen! – direkt oberhalb von Roccatederighi. Der nahe Kastanien- und Eichenwald und die bis hierher reichende Meeresbrise, welche die Trauben nach Regenfällen stets gut abzutrocknen weiß und damit vor Fäulnis bewahrt, schaffen ein günstiges Mikroklima. Hier, auf einer mittleren Höhe zwischen 280 und 350 Metern, sind die Weingärten vorwiegend mit Sangiovese, des weiteren mit Carignano, Grenache, Alicante und Mourvèdre bestockt. Kellermeister Marco zitiert dazu ein nur auf Englisch funktionierendes Wortspiel: „Mourvèdre should see the sea.“ Der schönste Platz dieser mittleren Lagen ist Sassoforte, mit wasserdurchlässigen, steinigen, roten Tonböden, umgeben und geschützt von Korkeichen, Olivenbäumen, Felsen und Macchia. „Diesem Terroir verdankt der Ampeleia Feinheit und Eleganz”, urteilt Marco. Auf etwa 200 Meter Seehöhe schließlich finden wir die am tiefsten gelegenen Weingärten: Schwere Tonböden, durchsetzt mit Fossilien und Kalk, um einige Grad höhere Temperaturen als in den hohen und mittleren Lagen geben dem Wein Kraft, Konzentration und Dichte. Jede Parzelle wird separat händisch am Höhepunkt der Reife gelesen. Angesichts der Vielfalt wundert es nicht, dass sich die Ernte über eineinhalb Monate erstreckt: vom Grenache Anfang September bis zum Cabernet Franc Mitte Oktober. Die liebevoll gepflegten Träubchen werden zudem dreimal streng selektioniert – Ausdünnen am Weinstock im Sommer, dann bei der Lese selbst und schließlich noch einmal auf dem Weingut. Das bereits gekühlt (!) in den Keller transportierte, perfekte Lesegut wird, je nach Rebsorte, entweder in Betontanks oder hölzernen Gärbehältern, kleinere Mengen auch in Stahltanks vergoren. Die sieben Grundweine werden zunächst jeder für sich bereitet, dann zweimal assembliert, zuerst im Mai, dann noch einmal im Dezember. Der cuvéetierte Ampeleia reift dann etwa 16 Monate in zart getoasteten französischen Barriques (ein Drittel neues Holz), weitere zwölf Monate in der Flasche. Dicke, reife Brombeeren überfallen förmlich die Nase die Nase, nisten sich unauslöschlich in ihr ein, kombiniert mit dem Aroma von Oliven, die dem Duft ein wenig Würze verleihen. Auf der Zunge präsentiert sich dieser große Wein aus der Maremma saftig, dunkelwürzig und – geheimnisvoll. Thymian und Rosmarin schmieden eine Allianz, Brombeeren, Veilchen und ein wenig Bitterschokolade stellen sich entgegen in einem verführerischen Wechselspiel. Während die Zunge von diesem dunklen Saft umspült wird, herrschen am Gaumen kühle Frische, enorme Klarheit und am Schluss orientalische Würze vor. Wer wissen will, wie sich das anfühlt, der stelle sich am besten einen Sprung ins kalte Wasser vor. Und wenn man wieder auftaucht, schmeckt man reife schwarze Kirschen und ein wenig Bitterschokolade. Das Gebstoffkleid so wohlig flauschig wie das Badetuch, mit dem man sich das kalte Wasser abtupft. Der Ampeleia ist nicht umsonst das Kronjuwel Elisabetta Foradoris in der Maremma. Wer diesen Wein erlebt hat, der vergisst ihn nicht mehr. Es ist ein Tropfen, der sich unweigerlich ins Gedächtnis einbrennt. Geben Sie ihm etwas Zeit und trinken sie ihn gerne kühl zu feiner Wurst, zur rustikalen Pasta oder auch zum Fisch vom Grill. Ein Ausnahmewein. Jahr für Jahr aufs Neue. Der „Ampeleia” ist ein völlig „neuer” Wein der Maremma, die anderweitig nur allzu oft zu opulent-marmeladigen Tropfen neigt. Er verkörpert die andere, die helle Seite des Mondes! Finesse, Geschmeidigkeit, seidene Tannine – welch traumhaft elegant-fruchtige Interpretation einer bisher gänzlich unbekannten Maremma, der wir einen derart emotionalen, feinsinnigen Wein niemals zugetraut hätten! 58 PINwand 299 | Juli 2019

Foradori, ITS010918 Lezèr, rosso Lezèr, 2018 rosso 2018 12,5% Vol. 20,66 €/l 15,50 € Teroldego als leicht gekühlter Sommer-Drink. Das gibt’s nur bei Foradori. Manch tolle Dinge entstehen aus einer eigentlich schwierigen Situation. So war es auch beim Lezèr von Foradori. Der rote Sommer-Teroldego wurde 2017 erstmals abgefüllt als sich die Foradoris nach einem ungewöhnlich heftigen August-Hagel mit 40% angegriffener Trauben dazu entschlossen, die Trauben der betroffenen Reben früh zu ernten und sie nicht lange zu mazerieren. Das hatten Emilio und Theo Zierock, die Söhne von Elisabetta Foradori, die schon seit 2012 für Keller und Weinberge des Weinguts verantwortlich sind, schon lange vorgehabt. Doch sie fanden nie die Zeit. 2017 aber haben sie aus der Not eine Tugend gemacht und die ist so gut angekommen, dass der Lezèr 2018 wieder gefüllt wurde. Lezèr heißt im örtlichen Dialekt so viel wie leichtgewichtig, leicht verdaulich oder auch locker und unkompliziert. All das trifft gleichermaßen auf den Lezèr zu, bei dem schon auf der Flasche vermerkt wird, dass man diesen Teroldego leicht gekühlt zu sich nehmen sollte. Bevor noch der Teroldego aus den anderen Weinbergen in den Keller kam, wurden die Trauben für den Lezèr in unterschiedlichen Gebinden über 24 Stunden hinweg auf der Maische belassen und dann angepresst und vergoren. Das Ergebnis ist ein Wein, der deutlich farbintensiver ist als ein üblicher Rosé, aber ähnlich frisch und saftig daherkommt. Der Teroldego duftet nach Himbeeren, Erdbeeren und roten Johannisbeeren sowie einem Hauch von Erde, Unterholz und Rauch. Am Gaumen ist der beerige Wein jugendlich frisch und zeigt eine verspielte Säure, die die ganze Struktur durchdringt. Neben den roten und dunklen Früchten sind es wiederum Noten von Unterholz, aber auch ein wenig Tabak, die hier den Ton angeben. Das Tannin ist bei dieser kurzen Mazeration natürlich zu vernachlässigen, hinterlässt aber eine schöne Spur in diesem Rotwein, der einfach perfekt zum Sommer, zur Terrasse oder einem Tag am See passt, wo irgendwann der Grill entzündet und der Wein aus dem Kühlbehälter geholt wird. 59

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