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PINwand N° 299

Weinmailing Ausgabe Juli - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinfachhandel und Weinversender

DEUTSCHLAND NAHE

DEUTSCHLAND NAHE Emrich-Schönleber DNA040718 Frühlingsplätzchen Frühlingsplätzchen Riesling Riesling Großes GG Gewächs 2018 52,00 €/l 39,00 € 2018In DNA040718M Subskription Frühlingsplätzchen Riesling GG 2018 MAGNUM 54,00 €/l 81,00 € Frühlingsplätzchen 2018: Erneut in Top-Form! Bereits vergangenes Jahr stach das Frühlingsplätzchen enorm hervor. Wir berichteten über eine Präzision und Strahlkraft, die wir in der Jugend in dieser zarten und tänzelnden Lage zuvor noch nicht derartig ausgeprägt sahen. Uns scheint so, als hätte das Frühlingsplätzchen dieses Jahr erneut alle guten Eigenschaften zu seinem vollen Vorteil aufgefahren. Dank der Schieferböden mit lehmigen Anteilen konnten hier die Rieslingtrauben nämlich bestens durch den trockenen Sommer kommen, sodass Frank gar von fantastischen Trauben berichtet, die er ernten konnte. Eine frühere Lese war das A und O, der richtige Zeitpunkt historisch früh, wenn man sich allerdings auf die geschmackliche Komplexität der Trauben und das richtige Bauchgefühl verließ, fuhr man einen großen Wein ein wie hier. „Dieses Jahr war es so, dass die Trauben auch schon gut geschmeckt haben. Sie haben ihre Mostgewichte früher erreicht, also haben wir geerntet, da ansonsten die Säurewerte abgebaut hätten. Ab diesem Zeitpunkt haben wir dann auch die ganzen Wochen durchgelesen, von morgens bis abends und von montags bis sonntags. Dadurch haben wir die Weine letztendlich auch auf einer sehr feinen und animierenden Seite halten können.“ Normalerweise werden die Großen Gewächse eher zum Schluss der Lese eingefahren. Doch dieses Jahr erkannte Frank, dass frühes Handeln notwendig war und las die Trauben aus den besten Partien mit seinem schlagkräftigen Team in mehreren Durchgängen und bereits deutlich früher. Unserer Meinung nach das Erfolgskonzept für den zugrundeliegenden Wein im Jahrgang 2018. Man könnte meinen, dass es dieses Jahr grandiose Mengen gibt, doch hat die Natur ihre ganz eigene Geschwindigkeit und lässt sich durch nichts aus ihrer Balance bringen. „Da, wo es 2017 zu Frostschäden kam, gab es etwas mehr, ansonsten aber bei normalem Ertrag überraschenderweise kaum Unterschiede zum Vorjahr.“ Es ist schwer, das berührende Erlebnis beim Genuss dieses Großen Gewächses von alten Reben aus einer Parzelle mit tiefgründigem roten Lehm, Flusskieseln und rotem Schiefer adäquat zu beschreiben. Wie erfasst man dieses phantastische Kaleidoskop an Aromen, das komplexe Potpourri an Düften...? Eine feine Nase, mit den frühlingshaften Düften nach weißen Blüten, reifen Meyer-Zitronen und dem Abrieb saftiger Pampelmusenschale verbindet sich zu einem nach warmen Schieferplatten duftendem Riesling. Das Frühlingsplätzchen wirkt bereits in der Jugend ausgewogen, besitzt gegenüber dem kühlen Halenberg eine ausgeprägt gelbfruchtige Charakteristik, die wunderbar den Charme des 2018er Jahrgangs einfängt. Am Gaumen ist das Große Gewächs geschmeidig und fast schon harmoniesüchtig. Nur eine dezente Stoffigkeit begleitet diesen seidigen Riesling, der gebirgsbachklar über den Gaumen fließt und eine Leichtigkeit besitzt wie viele Gutsrieslinge. Nur besitzt dieser Wein einen mineralischen Kern, wie nur große Weine ihn zu eigen haben. Das 2018er Frühlingsplätzchen ist spannungsgeladen und enorm klar in seiner Frucht. Das Kennzeichen der Schönleberschen Gewächse! Das absolute Gegenstück zu Tim Fröhlichs schroffem, vom Fels geprägten Frühlingsplätzchen. Die Gemeinsamkeit: Die Verspieltheit, die Zugänglichkeit in der Jugend und der enorm spannungsgeladene Bogen, den der Riesling aus dieser großen Lage hier hervorbringt. Die jugendliche Zugänglichkeit trügt über die Tatsache hinweg, dass nach 10 Jahren Reife oft das Frühlingsplätzchen auf Augenhöhe mit dem Halenberg steht. Denn das Potenzial beider Weine ist zweifelsfrei gleich! Dieser filigrane Weltklasseriesling schwebt geradezu in einer feinen, prononcierten Säure über die Zunge, fast schon so, wie man es von großen Weinen der Mosel kennt. Seine perfekt balancierte würzig-kräutrige Frucht-Säurestruktur ist betörend, frisch, gelbfruchtbetont und verwöhnt den Gaumen mit komplexen Aromen. Das großartige Terroir (von rotem Schiefer und Kiesel geprägt), das blühende Gehölz inmitten der nachhaltig bewirtschafteten Weinberge und der nahe Wald prägen die faszinierende Aromenkomplexität dieses Weltklasserieslings! Er gewinnt seine Faszination nicht allein durch Kraft und Dichte, sondern durch ein ungemein finessenreiches Spiel, eine traumhafte Frische und eine moselanisch anmutende Eleganz, Präzision und Verspieltheit. Welch Feinheit in nirgendwo zu übertreffender Dimension! Und welch grandiose Länge! Dieser hedonistische „Flatteur“ scheint die Gesetze der Schwerkraft aufzuheben und scheinbar schwerelos über die Zunge zu gleiten – einer becircenden jungen Frau mit wehendem Haar oder gar den Greifvögeln ähnlich, die hoch über den Steillagen der Nahe majestätisch ihre Kreise ziehen. Und es ist ihre Sensibilität, die sich bis zum langen, harmonischen, stets saftigen Ende hinzieht, welche die großen Rieslinge von Werner und Frank Schönleber für uns so unverwechselbar authentisch macht. Ein verspielter, verführerischer Riesling-Klassiker, dem im Jahrgang 2018 der beeindruckender Spagat, nein (!), der friedvolle Handschlag zwischen reifer Frucht und der puren Frische und Leichtigkeit am Gaumen gelingt. Zu genießen ab Freigabe im Herbst, Höhepunkt 2020 bis nach 2037. 14 PINwand 299 | Juli 2019

Emrich-Schönleber NAHE DEUTSCHLAND DNA040218 Halenberg Halenberg Riesling Großes Riesling Gewächs Großes Gewächs 2018 2018 56,00 €/l 42,00 € + DNA040218M magnum flsacher In Halenberg Subskitpitom Riesling Großes Gewächs 2018 MAGNUM 58,00 €/l 87,00 € Halenberg 2018: Vereint Kenner und Novizen! Ralf Zimmermann: „Der Halenberg 2018 von Schönleber ist von allen Großen Gewächsen der Nahe wohl das Monolithischste! Dieses Jahr gelingt ihm der Spagat zwischen unmittelbarem Genuss und Potenzial für viele Jahre. Damit begeistert er Kenner wie Einsteiger in die Materie der großen Weine aus Monzingen gleichermaßen!“ Stuart Pigott über den Halenberg 2017: „Willkommen in der Spitzenklasse des Rieslings! Enorme Konzentration und Druck in einem sehr schlanken Gerüst, in dem Pfirsich- und Zitrusfrüchte zusammen mit kraftvollen Mineralien wie die geschliffenen Muskeln eines Olympioniken abzeichnen. Das Finale ist enorm lang aber super-elegant. 98 Punkte!“ Weinwisser über den Halenberg 2017: „Der Halenberg ist ausschliesslich mit Riesling bestockt. Nach Süden ausgerichtet und mit bis zu 70% Steigung, verlangt er mit seinem steinigen, von blauem Schiefer und Quarzit geprägten Boden den Reben einiges ab. Noch so ein herrlich tiefgründiges, noch etwas unruhiges Bouquet. Sehr würzig, ständig chanchierend, aber tief mineralisch. Im Mund ungemein fokussiert, aber noch etwas unscharf in den Konturen, dennoch sehr nuanciert bleibend, hat auch wieder die wunderbare Liaison aus Kraft und Raffinesse. 18/20 Punkten!“ 2017: 96 Punkte von Sascha Speicher (Meininger)! Die Spitzenklasse des Rieslings! 15

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