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PINwand N° 298

Weinmailing Ausgabe Mai - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinfachhandel und Weinversender

DEUTSCHLAND RHEINGAU

DEUTSCHLAND RHEINGAU Corvers Kauter Denn Finesse und elegante Frucht sind oberstes Ziel bei den roten Burgundern. Dies gelingt ihm mittels zarter Kaltmazeration der Weine. Seine Pinot Noirs duften ätherisch nach Kirschen mit Minze, nach Rosenblättern und Erdbeeren. Sie sind subtil und duftig im Glas anstatt dicht strukturiert und in der Jugend abweisend. Der Rheingauer Pinot Noir ist der höchst preiswerte Einstieg in diese persönliche Interpretation dieser Rebsorte. Am Gaumen zeigt er sich seidig im Tannin und mit frischer Säure. Kräuter umschleiern Herzkirschen. Der Ausbau im Holzfass und gebrauchten Barriques lenkt den Fokus auf die feine rote Frucht. Ein Pinot Noir, der tänzelt und Freude macht auf ein weiteres Glas, der die DNA eines guten Burgunders von der Côte d’Or besitzt und trotzdem ein Heimatwein ist. Die Familie Corvers-Kauter blickt auf eine große Tradition des Weinbaus zurück. Über 500 Jahre seit der Zusammenführung beider Weingüter im Jahre 1996. Vor allem blickt sie aber nach vorn. Bestes Beispiel sind die verführerischen Pinot Noirs aus dem Hause. “Kontinuität in der ganzen Spannweite ist wichtig“. Deshalb fokussiert sich bei Corvers-Kauter nicht alles auf einen Spitzenwein. Nein, die Philosophie beginnt bereits ab der Basis. Es ginge auch anders. Nicht aber im Hause Corvers-Kauter. Trinkreife ab sofort, Höhepunkt wohl ab Herbst 2019 bis 2026. DRG031416 Assmanshausen Assmanshausen Pinot Noir Pinot 2016Noir 2016 13,5% Vol. 37,33 €/l 28,00 € Pinot Noir mit starker Herkunft Der Assmanshausener Pinot Noir ist einfach ein wunderbarer Vertreter seiner traditionsreichen Herkunft. Seit einem halben Jahrtausend wird hier im nördlichen Rheingau der Fokus auf die rote Rebsorte gesetzt. Dieser im größtenteils gebrauchten Holz ausgebaute Wein duftet fein nach Blutorangen, Sauerkirschen und Schlehe. Am Gaumen zeigt er sich fleischig und zugleich fruchtig. Ein echt hedonistischer Pinot Noir, der neben seiner kirschigen Frucht auch eine gewisse seriöse Komponente besitzt. Vor allem zeichnet er sich aber durch seinen Trinkfluss aus. Bei Corvers-Kauter legen Vater und Sohn den Fokus auf eine frühe Lese bei vollreifem Traubenmaterial. Die 13,5% vol.-Grenze soll niemals überschritten werden. Um die Frische zu erzielen, entblättern sie früh und bereits wenn die Fruchtansätze erbsengroß sind. Dies verzögert die Reife. Ein weiterer Schritt ist das Freihalten des unteren Rebstockbereiches und Abhärten der Beeren durch eine frühzeitige Besonnung. Die Trauben werden so automatisch als Schutzreaktion dickschaliger. Die Rotweinproduktion macht nur einen kleinen Teil im Weingut aus. Um so mehr legen Matthias und sein Sohn den Fokus voll und ganz auf die Qualität. Das zahlt sich aus. Im aktuellen Vinum Weinguide punktet unser Neuzugang aus dem Rheingau mit einer Kollektion auf Viersterneniveau und der Assmanshausener Pinot Noir unterstreicht diese exzellente Auszeichnung eindrucksvoll! DRG031516 Rüdesheim Rüdesheim Drachenstein Drachenstein Pinot Noir 2016 Pinot Noir 2016 13,5% Vol. 64,00 €/l 48,00 € Schon jetzt einer der großen Rotweine Deutschlands! Den Rüdesheimer Drachenstein prägt ein Trio aus Schiefer, Löss und Quarzit. Allein diese Tatsache hebt ihn von den kalkgeprägten Böden Burgunds ab. Doch im Herzen, da ist er klar gen Frankreich orientiert. Dr. Matthias Corvers hat immer die unverwechselbare Finesse und das große Potenzial im Kopf, wenn er von Pinot Noir spricht. Er spricht auch nicht vom Spätburgunder, sondern bewusst vom Pinot Noir. Die beiden großen Pinots des Hauses, der Drachenstein und der Assmanshausener Höllenberg unterscheiden sich dramatisch voneinander. Dabei liegt ihnen die gleiche Vinifikation zugrunde. Entblätterung der Reben, um sie gegen intensive Sonneneinstrahlung abzuhärten, eine frühe Lese um Finesse zu bewahren. Im Keller Kaltmazeration und zarte Extraktion, um eine finessenreiche Frucht zu bewahren. Ausbau in überwiegend neuen Barriques französischer Provinienz. Der Höllenberg hat mit seiner würzigen Cassisfrucht ein unverwechselbar fragiles Profil, wie es nur diese Lage hervorbringt, der Drachenstein ist dabei runder und extrovertierter. Er duftet nach reifen Pflaumen, Herzkirschen und Zündholz. Das Holz ist bestens integriert, zeigt sich mehr durch die Struktur im Wein als den Duft frisch gerösteter Barriques. Am Gaumen da ist der Drachenstein fleischig und gleichwohl seidig im Tannin. Mit jedem Kreisen am Gaumen animiert der Pinot Noir zum Schlucken. Dabei verkörpert er eine mineralische Tiefe, die ihn vom Rheingauer Pinot Noir abhebt, ohne selbige Leichtigkeit in der Jugend zu verlieren. Hier ist einfach alles facettenreicher und noch subtiler, ja eleganter ineinandergreifend. Schlichtweg ein beeindruckender Pinot Noir, der die potenzielle Größe Rheingauer Rotweine bestens unterstreicht. Trinkreife wohl ab Herbst 2019, Höhepunkt 2024 bis 2040. 76 PINwand 298 | Mai 2019

Corvers Kauter RHEINGAU DEUTSCHLAND DRG031616 DRG031616 Assmanshausen Assmanshausen Höllenberg Höllenberg Pinot Noir Pinot 2016 Noir 2016 13,5% Vol. 90,66 €/l 68,00 € Legendäres Pinot-Noir-Terroir! Bis ins späte 15. Jahrhundert lässt sich der Spätburgunderanbau am nördlichen Ende des Rheingaus in Assmanshausen zurückverfolgen. Und über den legendären Höllenberg schrieb bereits Goethe zu Beginn des 19. Jahrhunderts und lobte ihn nach einer Reise durchs Rheingau. Diese bis zu 300m hohe Lage zählt mit bis zu 60% Neigung zu den steilsten Lagen im Rheingau. Verwitterter Schiefer und Lösslehm prägen die Böden. Im speziellen Mikroklima der Berglage Über den legendären Höllenberg schrieb bereits Goethe zu Beginn des 19. Jahrhunderts und lobte ihn nach einer Reise durchs Rheingau. treiben die Reben oft schon mehrere Wochen früher als andernorts aus, wodurch sie besonders lange bis in den Herbst ausreifen können und eine selten gesehene aromatische Tiefe besitzen. Liebhaber deutscher Spätburgunder geraten ins Schwärmen, wenn der Name Höllenberg erklingt. Die Rotweine besitzen unter Kennern Kultstatus, weil Exemplare aus den 20er bis 50er Jahren noch heute ungemein frisch daherkommen. Der 2016er Höllenberg vereint Finesse und Tiefe, duftet leicht pflaumig und mit seinen Cassisnoten kühl aus dem Glas. Dahinter steigt Schieferduft auf, auch Nelke und Rosenblätter. Am Gaumen ist er filigran und seidig, bleibt aber deutlich introvertierter als der kräftigere Pinot Noir vom Drachenstein. Das ist definitiv ein großer Wein, der eine gewisse philosophische Tiefe besitzt, wie sie fast nur die Pinot-Noir-Traube hervorbringen kann. Ein wegweisender Höllenberg und eine detailgetreue Herausarbeitung der Lage, bei dem neben Matthias Corvers auch Sohn Philipp (einer der jüngsten Absolventen Geisenheims) all seine Erfahrungen und Ideen einbringt, die er im Ausland gesammelt hat. 77

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