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PINwand N° 296

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Weinmagazin für Weinfreunde - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinhändler des Jahres 2019

DEUTSCHLAND MOSEL

DEUTSCHLAND MOSEL Weingut Markus Molitor präsent, aber ausnehmend fein. Dazu gibt es einen Hauch von Lanolin und ein wenig grünen und gelben Apfel. Das alles wirkt ungemein frisch und leicht, gleichzeitig aber auch steinig und geerdet, und man kann es kaum erwarten, den ersten Schluck im Mund zu haben. Bei so viel Zitrusaromatik wundern wir uns dann auch nicht, wie viel Druck der Kabinett am Gaumen aufbaut. Der Wein ist sehr stringent und klar, mit viel Zug am Gaumen. Hier hat man das Gefühl, dass neben dem Saft reifer Zitronen auch die Zesten Verwendung finden. Dabei bleibt Fuder 6 immer auf der saftigen Seite, ist feinwürzig, immer terroirgeprägt und zieht den Spannungsbogen vom ersten Schluck bis ins lange Finale. Kurz gesagt: dieser Wein ist ein echtes Erlebnis. Trinkreif ab jetzt bis 2035 DMO066517 Ürziger Würzgarten, Ürziger Würzgarten, Riesling Spätlese Riesling (trocken, Spätlese weiße 2017 Kapsel) (trocken, 2017 weiße Kapsel) 11% Vol. 26,00 €/l 19,50 € In der Reihe großer Spätlesen ist die Ürziger sicher die dunkelste, würzigste und kraftvollste. Die Weine des Ürziger Würzgartens gehören immer wieder zu den beeindruckendsten Rieslingen der Mittelmosel; denn dieser Weingarten, dessen Name so hervorragend zum Charakter der Weine passt, bringt so viel dunkle Schieferwürze, so viel Mineralität und Druck in den Riesling wie kaum ein anderer Weinberg. Dabei sind die Weine trotzdem von feiner und finessenreicher Art, zudem elegant – wie diese 2017er Spätlese, deren weiße Kapsel auf den trockenen Inhalt deutet. Der Wein öffnet sich mit einer leicht feuersteinigen, rauchigen und an Spontangärung erinnernden Petrol-Note, bevor die Kräuterwürze und der Stein voll durchschlagen. Sind es bei den Zeltinger Spätlesen eher reife gelbe Orangennoten, welche die Aromatik des Weines bestimmen, so wechseln sich hier Zitronen und rote Beeren ab. Ja, man hat hier ganz klar den Duft von Walderdbeeren in der Nase – ungewöhnlich für Mittelmosel-Rieslinge, nicht aber für jene aus dem Würzgarten. Am Gaumen beeindruckt die Spätlese mit ihrer tiefen Kraft, von der man sehr gut Rückschlüsse daraus ziehen kann, dass uralte Rebstöcke mit tief reichenden Wurzeln sie aus dem dunklen Boden extrahiert haben. Was schon im Duft zu erahnen war, wird am Gaumen Gewissheit: Die hellen, brillanten Zitrusnoten vermählen sich mit der Würze des Steins. Hier entsteht nicht nur ein weit reichender Säurebogen vom ersten Schluck bis ins lange Finale, sondern auch eine mineralische Grundspannung und ein großer Druck. Ja, der Wein presst sich geradezu an den Gaumen, offenbart dabei immer mehr Schichten von heller Frucht, Würze und Salz. Dabei bleibt er stets elegant und finessenreich und gleitet seidig und klar wie ein Gebirgsbach über die Zunge. Dieser Wein, werter Riesling-Liebhaber, sorgt für immens viel Trinkvergnügen und Lebensfreude. Zu genießen ab sofort bis 2034 DMO060817 Zeltinger Zeltinger Sonnenuhr Sonnenuhr, Riesling Auslese** Riesling (trocken, Auslese** weiße 2017 Kapsel) (trocken, 2017 weiße Kapsel) 12% Vol. 50,66 €/l 38,00 € © Weingut Markus Molitor Ein solch gelungenes Maß an Balance von Frucht, Frische und Kraft findet man nur ganz selten. Für Markus Molitor ist die Zeltinger Sonnenuhr sein wichtigster Weinberg. Und das merkt man den Weinen auch in besonderem Maße an. Hier ist die Vielfalt am größten. Und egal, ob trocken, halbtrocken, fruchtsüß oder edelsüß, ob Kabinett oder Auslese – Molitor legt eine extreme Sorgfalt an den Tag, und er weiß genau, wo welche Partien für welche Prädikate wachsen. Das kann man in diesem Fall auch bei seinen Auslesen beobachten. Die Auslese***, gerade erst von Mosel Fine Wines mit 96 Punkten und dem Titel »bester trockener Wein des Jahrgangs« geadelt, ist ein ganz anderer Wein als diese Zeltinger Sonnenuhr Riesling Auslese**. Auch wenn bei beiden die Herkunft völlig offensichtlich ist, die Anlagen also gleich sind, so sind die Weine doch unterschiedlich. Die Sterne sind dabei keine Qualitätsabstufung im eigentlichen Sinne, sondern es gibt einen Unterschied in der Dichte des Weines entsprechend den unterschiedlichen Reifegraden der Beeren. So ist die Auslese** der Wein, der leichter tänzelt, schwebt und Pirouetten auf der Zunge dreht. Der Riesling öffnet sich mit Noten von Lanolin, Schieferwürze, sogar mit einem Hauch von Holz sowie Rauch und viel Stein. Die Frucht ist hier erstaunlich weit im Hintergrund angesiedelt. Zusammengenommen ist dies im Duft eine sehr feine, höchst elegante Auslese, die Tiefe erahnen lässt, diese aber noch nicht preisgibt. Am Gaumen ist das anders – auch wenn gerade bei der trockenen Zwei-Sterne-Auslese klar wird, dass dieser Wein 14 PINwand 296 | März 2019

Weingut Markus Molitor MOSEL DEUTSCHLAND für die nächsten Jahrzehnte gemacht ist und heute noch gar nicht alles verrät, was in ihm steckt, so ist im ersten Moment trotzdem klar, dass sich hier eine fantastische Frische und Kraft mit einer klaren hellen Frucht und wiederum mit viel Schiefer und Rauch verbindet. Grapefruit, Zitronen und Ananas sind hier viel offensichtlicher, ebenso die brillante Säure. Das ist vielleicht der ausgewogenste, der finessenreichste und brillanteste Wein der trockenen Kollektion – großartig! Ab sofort bis 2035! DMO063017 DMO063017 Graacher Himmelreich Graacher Himmelreich Riesling Spätlese Riesling 2017 Spätlese (feinherb, (feinherb, grüne Kapsel) grüne Kapsel) 10% 2017 Vol. 26,00 €/l 19,50 € An Eleganz und Cremigkeit ist diese feinherbe Graacher Spätlese kaum zu überbieten. Die tiefgründigen Tonschieferböden des Graacher Himmelreichs liefern im Jahr 2017 die ideale Grundlage für feinherbe Prädikatsweine. Das beste Beispiel dafür ist diese traumhafte Spätlese, die so unglaublich komplett und charmant wirkt, dass man Mühe haben dürfte, selbst beim Einkauf größerer Mengen genügend davon wegzulegen; denn natürlich wird sich dieser Riesling locker über zwei Jahrzehnte und mehr entwickeln. Was bei diesem Riesling auffällt, ist die geradezu perfekte Balance aus Süße und Säure, die sich hier im steten Wechselspiel zeigt. Im Duft ist der Wein fast filigran. Es ist ein weißer Blütenduft mit einer Grundlage aus Balsam. Der Wein ist floral, hier und da schimmert ein Hauch Zitrus durch, eine noch grüne Ananas und vollreife, traubige Noten. Im Gegensatz aber zu vergleichbaren Spätlesen beispielsweise aus der Sonnenuhr wirkt das Himmelreich fast scheu. Das allerdings ändert sich am Gaumen. Als habe sich der janusköpfige Wein schnell um die eigene Achse gedreht, entfaltet sich hier die volle Frucht, die in hohem Maße von Orangen, Zitronen und Grapefruits geprägt wird. Gleichzeitig aber dringt mit Macht eine reife, aber frische Säure durch und ferner eine vibrierende Mineralität und Steinigkeit, die irgendwo zwischen Schiefer, Kalk und rauchigem Quarz zu pendeln scheint und sich mit Macht an den Gaumen schiebt. Puh, was für ein Wein! Einen ganzen Mund voll hat man hier mit jedem Schluck. Und wer jetzt denkt, das könnte mit dieser feinherben Fruchtsüße dann auch schnell zu viel werden, dem muss entgegnet werden: Nein, dieser Riesling bleibt immer druckvoll und frisch mit viel Biss und Spannung sowie einer spielerischen Leichtigkeit – trotz aller Intensität. Das ist ein Traumstoff für die nächsten Jahrzehnte. © Weingut Markus Molitor Zu genießen ab sofort bis 2040 DMO063417 DMO063417 Zeltinger Sonnenuhr, Zeltinger Riesling Sonnenuhr, Kabinett Riesling 2017 Kabinett (fruchtsüß, (fruchtsüß, goldene goldene Kapsel) Kapsel) 7,5% 2017 Vol. 22,66 €/l 17,00 € Riesling Kabinett mit viel Sonne und viel Schiefer Von allen Disziplinen, die es im internationalen Weinbau heute gibt, ist zumindest eine unverwechselbar. Es ist die des fruchtsüßen Riesling Kabinett von der Mittelmosel. Kein anderer Wein weltweit schafft es, so viel Komplexität, Würze, Saftigkeit und Tiefe mit solch einer schwebenden Leichtigkeit und einem Alkoholgehalt von gerade einmal 7,5 % zu verbinden. Wenn dieser Kabinett dann noch von teils über 80 Jahre alte, wurzelechten Rebstöcken vom blauen Devonschiefer stammt, dann hat man mit ziemlicher Sicherheit einen Wein von Markus Molitor im Glas. Der 2017er Jahrgang ist hell, fast weißgolden, und öffnet sich zunächst mit einer leichten Note von Spontanvergärung, die an Petrol und an Knallplättchen erinnert, jedoch schnell verfliegt und den Weg frei macht für einen Korb an reifen, orangefarbenen Zitrusfrüchten, Stein- und Kernobst. Obwohl der Wein ja fruchtsüß ist – die goldfarbene Kapsel macht es am Flaschenhals deutlich –, ist der Restzucker wunderbar balanciert und fällt bei der frischen, druckvollen Säure kaum ins Gewicht. Viel offensichtlicher ist im Moment die pikante Schieferwürzigkeit, die fast salzig schmeckt und neben den steinigen Noten auch einen Hauch von Curry und Ingwer in sich birgt. Die Fruchtsüße gibt dem Kabinett eine hedonistische Note, eine Fülle, der man sich nicht entziehen kann und will und die zusammen mit der pikanten und der zitrischen Bitterkeit für viel Trinkfluss und noch mehr Vergnügen sorgt. Das ist einfach herrlich! Ab sofort zu genießen bis 2040 15

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