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PINwand N° 293

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Weinmagazin von Pinard de Picard - Erlesene Weine und Feinkost. Weihnachtsausgabe Dezember 2018 mit traditioneller Dankeschönaktion und Verlosung

DEUTSCHLAND PFALZ

DEUTSCHLAND PFALZ Weingut Ökonomierat Rebholz nächst üppig, auch hier kommen wieder Assoziationen an einen guten Corton-Charlemagne auf, der immer von viel Kraft geprägt ist. Und dann begibt sich die dralle Frucht wie auf magische Weise in Verjüngungskur, denn es beginnt ein ungemein feines Säurespiel, welches den Wein durchströmt bis zum Nachhall, der erst im Ausklang mit dezenten Vanillearomen das Holz schmeckbar macht. 2017 ist ein wunderbarer Pfälzer Chardonnay, der sich herrlich komplex und kräftig zeigt, aber dank des sehr guten, gekonnten Holzeinsatzes eine subtile Frucht besitzt. Hier stimmt wirklich alles. Und so verwundert es uns nicht, dass dieser Vorzeigechardonnay seit vielen Jahren ein Gastro-Klassiker ist. Denn wo sonst bekommt man derartig guten Chardonnay zu solch fairem Preis? Ein Überraschungscoup für Degustationen mit weitaus teureren Prestigegewächsen aus dem Burgund und Kalifornien. Und ganz nebenbei ein idealer Essensbegleiter zu Steinbutt in Vanille-Buttersauce, Kaninchenkeule mit Pfifferlingen oder Knollensellerie-Lasagne. PS: Dieser Wein profitiert wie alle Weine von Hansjörg Rebholz enorm von 1-2 weiteren Jährchen der Flaschenreife. Zu trinken ab sofort und über ein Jahrzehnt. DPF030517 Im Sonnenschein Im Sonnenschein Riesling Großes Riesling Gewächs GG 2017 (Bio) 13% Vol. 58,66 €/l 44,00 € 97 Punkte Hier spricht der Muschelkalk! Rebholz-Weine sind stets Ausdruck eines authentischen Naturweinstils, niemals einer Mode. Und mehr noch: „Mein Bild vom Wein aus einer großen Lage entsteht zuerst im Kopf. Das ist für mich wichtiger noch als jede Jahrgangscharakteristik! Wenn der Wein im Fass nicht meinem Ideal entspricht, kann ich mein Bild nicht malen.“ Und welchen Traum konnte sich Hansjörg erstmals mit seinem grandiosen und mittlerweile schon legendären Jahrgang 2008 erfüllen, da er uralte Reben (1961 gepflanzt) aus derjenigen Partie des Sonnenscheins neu erwerben konnte, die aus traumhaften Muschelkalkböden besteht und die seine Vision Wirklichkeit werden ließ, neben den genialen Großen Gewächsen vom Buntsandstein (Ganzhorn) und vom roten Schiefer (Kastanienbusch) einen Riesling vom Muschelkalk zu erzeugen, eine uralte stille Liebe von ihm. Damit hat er das Trio vollendet. (VINUM Weinguide) 19/20 Punkten (Weinwisser) 2017 strahlen die Rieslinge von den unterschiedlichen Böden wieder und es ist uns eine große Freude, die drei großen Gewächse nebeneinander zu verkosten. Dabei geht es nie, darum welcher Wein nun der Bessere sei. Es ist vielmehr ein Luxus, großartige Weine in ihren Unterschieden zu fassen und die drei Portraits herauszuarbeiten. Der Riesling „Im Sonnenschein“ 2017 besitzt eine anziehend expressive Nase, duftet würzig und exotisch. Pfeffrige Anklänge und eben der pure Muschelkalk tummeln sich hier. Am Gaumen wirkt der Wein griffig, ja fast massiv, wie kühler und schwerer Marmor. Viel Aprikose und Zitrone strahlen dieses Jahr hervor, auch ein Hauch von Limoncello. Bei aller Zitrusfrucht bleibt der Riesling puristisch, besitzt kein Gramm Fett zu viel. Wer cremig fülligen Riesling sucht, liegt hier falsch. Das ist präziser Riesling, perfekt aufgeräumt und stimmig und mit unglaublichem Spannungsbogen. Ein Dreiklang aus Finesse, Frische und Präzision! Welch gleichzeitig kraftvoller wie komplexer Wein, dessen prickelnde, ungemein zupackende, expressive Mineralität vom Klang der „muschligen“ Mineralien aus den Tiefen des Bodens erzählt, die dieser kühlen Muschelkalkparzelle ihr einzigartiges, unverwechselbares Profil verleihen und im Glase zu einem gewaltigen vielstimmigen Chor mit einer faszinierenden Tiefe anschwellen. So manifestiert sich am Gaumen als Resultat einer behutsamen Weinbergsarbeit und einer intensiven, ja liebevollen Betreuung der alten Reben ein beeindruckend fokussierter Wein von atemberaubender Rasse, brillanter Struktur, vibrierender Strahlkraft und kühler Eleganz. Alles wohlig eingepackt in eine schier unergründliche aromatische Tiefe und in einen enorm dichten, „griffigen“ Körper mit saftig-frischem Esprit, durchaus athlethisch, mit grandioser Fülle und Dichte und einem vibrierend mineralischen, kräuterwürzigen Nachhall. Ein Schluck dieses raren Rieslings von nobler und edler Gestalt führt Sie, liebe Kunden, auf eine vinologische Reise zu den Ursprüngen von Geschmack und Terroir. Kalkstein pur! Eine Hymne an die Mineralität und Komplexität großer trockener Rieslinge! Ein transzendentaler, ein beseelter Wein, Maßstäbe definierend, Kultwein-Charakter, ein göttlicher Tropfen, die Inkarnation seines Terroirs, dessen Ausstrahlung, dessen vibrierender Energie sich niemand wird entziehen können! PS: Druckfrisch ausgezeichnet, verleiht der Vinum Weinguide 97 Punkte, ebenso Stuart Pigott und der Weinwisser zählt ihn mit 19/20 Punkten zu den besten des Jahrgangs! Foto: istock/ BrilliantEye 64 PINwand 293 | Weihnachten 2018

Weingut Ökonomierat Rebholz PFALZ DEUTSCHLAND DPF031717 „Ganz DPF031717 Horn“ „Ganz Riesling Horn“ Großes Riesling Gewächs Großes 2017 Gewächs (Bio) 2017 12,5% Vol. 58,66 €/l 44,00 € Der Pfälzer Urtyp vom Buntsandstein! Hier erwächst in den letzten Jahren ein ernsthafter Konkurrent für den bisher unumstrittenen Kastanienbusch! Der Riesling „Ganz Horn“ stammt wie der Großteil der Pfälzer Lagen vom Buntsandstein. Er ist durch und durch Pfälzer, aber eben von Querdenker Hansjörg Rebholz interpretiert. Was haben wir hier einen sagenhaft salzigen und mineralischen Wein im Glase, vom ersten Beschnuppern mit der Nase bis hin zum fulminanten, sehr, sehr langen Abgang! 97 Punkte! (im Gault Millau) 96 Punkte! (von Sascha Speicher, Meiniger) Der 2017er „Ganz Horn“ duftet nach Zitronenmelisse, wirkt gelbfleischig und ist von rauchig-mineralischem Duft unterlegt. Ananas, Aprikose, Orangenschale und frische Kräuter neben grüner Ananas. Und am Gaumen: „Power without weight“ – Eine tolle Konzentration und ein phantastischer Zug, rauchige Noten, weiße Frucht, gut in den Wein verwobener Säurebiss. Unfassbar druckvoll und ausgewogen. Das ist typisch Pfalz, aber in präzisester Form. Der Wein bekommt seine Kraft durch eine gewisse erdige Note, die dem Wein seinen Unterbau gibt. Langer Nachhall durch eine irre, meersalzige Mineralität und eine traumhaft reife Säure, wie ein Weißwein ihn ganz selten besitzt, ein sehniger Marathonläufer, der gewaltig kommen wird auf Dauer, nach Jahren 65

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