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Das Weinmagazin von Pinard de Picard im Oktober 2018 - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen - Weinfachhandel und Weinversender

FRANKREICH

FRANKREICH VILLIÉ-MORGON Marcel Lapierre Marcel Lapierre VILLIÉ-MORGON „Terroir ist wichtiger als Technik.“ Mathieu leitet das Weingut gemeinsam mit seiner Schwester Camille. Die Erfolgsgeschichte dieses Weinguts, welches für viele Weinliebhaber als die „Seele des Beaujolais“ und gleichzeitig als Referenz für die gesamte Region gilt und in Insiderkreisen absoluten Kultcharakter besitzt, beginnt mit Marcel Lapierre, der 1973 in dritter Generation das zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts gegründete elterliche Weingut in Villié –Morgon von seinem Vater übernahm, und wohl niemand in der gesamten Weinwelt ahnte zu diesem Zeitpunkt, dass er auf dem Weg war, eine Legende zu werden. Das Jahr 1981 bildet den Wendepunkt in der Weingutsgeschichte. Maßgeblichen Einfluss hatte dabei Jules Chauvet, der heute als geistiger Pate von Marcel Lapierre gilt und der selbst Winzer, Forscher, Chemiker und auch Weinphilosoph war und als Wegbereiter der französischen „Naturwein“-Bewegung angesehen wird. Er war es, der sich bereits in den fünfziger Jahren mit dem Aufkommen von Kunstdünger und Pestiziden als Erster für "natürlichen Wein" aussprach und eine Rückbesinnung auf die traditionellen Methoden des Beaujolais forderte. Dieser Funke sprang auf Marcel Lapierre über, und gemeinsam mit einigen Mitstreitern in der Region wurde er zum engagierten Kämpfer für die Philosophie einer natürlichen Weinherstellung und Nutzung alter Praktiken und Rebell im Kampf gegen die Industrialisierung im Weinanbau und somit zur treibenden Kraft bei der Entwicklung biodynamischer Methoden und einer minimalistischen, nicht-interventionistischen Weinherstellung, und sein Morgon Vieilles Vignes wurde durchgehend zu einem der angesehensten Spitzenweine des gesamten Beaujolais. Lapierre verknüpfte Chauvets Ideen mit einigen der traditionellen Techniken, die er bereits auf seinem Weingut verwendete, und ergänzte sie mit neueren biologischen Praktiken. Er verbannte jegliche chemische Düngemittel und Herbizide aus seinen mit alten Rebstöcken bestückten Weinbergen, setzte auf eine späte Ernte perfekt ausgereifter Trauben, eine strenge Sortierung, um nur die gesündesten Trauben zu verwenden, verzichtete auf den Einsatz von Reinzuchthefestämme und fügte während des Vinifizierungsprozesses keine bzw. minimal wenig Sulfite dem Wein bei, die Chaptalisierung der Weine war verschmäht. Diese Mischung von für die damalige Zeit 32 PINwand 290 | Oktober 2018

Marcel Lapierre VILLIÉ-MORGON FRANKREICH revolutionärer (die Massenproduktion und Beliebheit des heute fast schon berüchtigten Beaujolais Nouveau steuerte parallel langsam auf ihren Höhepunkt zu) wie traditioneller Methoden, die Detailversessenheit und die Präzision, mit der er arbeitete, waren und sind bis heute völlig verschieden von der „industriellen“ Produktion des Beaujolais, der auch heute leider noch immer auf dem Markt zu finden ist. 2010 ist Marcel Lapierre gestorben, hoch angesehen und geachtet für sein Lebenswerk, als charismatischer Pionier für natürlichen Weinbau und Gentleman mit einem großen Herzen. „Auf unseren granitischen Schieferböden ist die traditionelle halb-kohlensäurehaltige Mazeration mit einheimischen Naturhefen in Holzbottichen der beste Weg, um die Identität der Gamay-Trauben zu entwickeln und das feine Aroma zu extrahieren.“ Ein Vorteil dieser Methode: Diese Technik setzt Kohlendioxid frei, welches den Wein schützt und bis zur Flaschenabfüllung einen weitest gehenden Verzicht von Schwefelzugaben ermöglicht. Das Ergebnis all dieser Bemühungen lässt sich sehen, oder besser schmecken. Lapierres Weine stehen idealtypisch für reintönige, filigrane, fruchtbetonte Beaujolaisweine, die einen fast unstillbaren Trinkreflex auslösen. Mit moderaten Extrakten, hellen Fruchtnoten und einer schönen Frische. Der Vater hätte sicher seine helle Freude daran, mit welcher Hingabe und Leidenschaft seine Kinder die Fackel auf dem Weingut weitertragen. FBJ060117 „Raisins Gaulois”, VdF rouge 2017 FBJ060117 „Raisins Gaulois”, VdF DV rouge 2017 12,5% Vol. 13,26 €/l 9,95 € Leichtigkeit und Frische begeistern bei diesem Gaumenschmeichler. Dieser Wein ist der Knaller! Und das Etikett ist Programm. Frühling in der Nase – Veilchen satt und rote Kirschen, Anklänge von zarten Rosenblättern, sogar ein wenig Lakritze und leicht pfeffrige Noten. Flüssige Freude! Spaß hoch Zehn. Im Mund eine traumhafte Balance zwischen zarter Frucht und einer vibrierenden Frische. Total verspielt tänzelt der Raisins Gaulois auf der Zunge, man kann die wunderbare Kombination von Veilchen und Kirschen schmecken, im Hintergrund zieht eine feine Wolke von Lakritze vorbei, es wirkt kurz süß, und kaum den Gedanken zu Ende gedacht, dreht der Tropfen um und zeigt seine feine Würze. Ein geradezu zärtlicher, finessenreicher, tänzerischer Wein. Nichts ist aufdringlich an diesem perfekt harmonischen Gamay, der mit seinen subtilen Aromen besticht. Der Wein macht Spaß im Mund, begeistert, weil er gar so leicht und frisch ist, so herrlich unkompliziert. Flott ist auch die Säureader, die dem Kerl diesen hohen Puls einhaucht, die für Tempo sorgt und Zunge wie auch Gaumen bestens unterhält. Ein Beaujolais, der nicht zum Philosophieren gemacht ist, der - am besten in Durstlöscher-Dosis - getrunken und genossen werden will. Zu jedem Anlass, zu jeder Zeit, zu allem was aus der Küche kommt. Leicht (nur 12,5% Vol.), schlank, frisch, verspielt und richtig temporeich. Ein wunderbarer Alltagswein zum unschlagbaren Genusstarif. Funky wine! Ladet Eure Kumpels ein und seht zu, dass Ihr mehr als nur eine Flasche im Haus habt! Zu genießen sofort bis ca. 2020 FBJ060217 Morgon FBJ060217 Tradition, Morgon rouge Tradition, 2017 rouge 2017 13,5% Vol. 25,33 €/l 19,00 € Kühle Eleganz trifft animierende Mineralität – Beaujolais der Spitzenklasse. Morgon - einer der 10 Crus des Beaujolais, die sich durchaus mit burgundischen Pinots messen können. Steinige Aromen wehen durch die Nasenflügel, man meint, den harten Granitboden riechen zu können, gefolgt von roten Pflaumen und rauchigen Tabaknoten, wirkt in der Nase bereits sehr komplex und frisch. Am Gaumen zeigt sich eine große innere Dichte, die Tanninstruktur ist fein komprimiert, dieser wunderbare Tropfen wirkt von der Zungenspitze bis in den Abgang hinein sehr fokussiert. Gewürzte schwarze Kirschen dominieren die Aromatik im Mund, dazu Brombeeren und Cassis, saftig, hinten raus dann dunkle edle Bitterschokolade. Unterfüttert von einer Mineralität, die steinig-rauchig, gleichzeitig aber ungewöhnlich fein, fast filigran ist. Dieser Morgon ist faszinierend druckvoll mit einer superanimierenden Frische, was den Trinkfluss angeht wäre es fast angebracht, einen Warnhinweis auf der Flasche anzubringen. Das ist Beaujolais von Weltformat. Ein Pflichtwein für alle Freunde feinster Gamays. Zu genießen ab sofort bis 2025. Coup de Coeur „Schmeckt jedem!“ - RvF 33

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