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PINwand N° 287

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ÖSTERREICH BURGENLAND

ÖSTERREICH BURGENLAND Uwe Schiefer Uwe Schiefer ist ein Meister seines Handwerks und vinifiziert aus diesem ‚Projektwein’ einen glasklaren, sauberen und hochinteressanten Tropfen, der sich wohltuend von oft fehlerhaften, naturtrüben Orangeweinen, die in letzter Zeit oft als ‚Naturwein’ propagiert werden, abhebt. Das ist vielmehr ein grenzgenialer Aperitifwein, der in seiner herben und animierenden Art zum nächsten Schluck einlädt und uns immer wieder am Glas nippen lässt. Er duftet nach saftigen Blutorangen, ja erinnert fast etwas an die in Italien in kleinen Fläschchen gefüllten Bitterorangenlimonaden, die man gerne bei heißem Sommerwetter als Durstlöscher trinkt, weil die Chinotto-Orangen nicht süß, sondern herb sind. Der „M“ hat keine überbordende Säure, wirkt aber auch nicht breit. Das Aroma ist dabei glockenklar mit viel Orangenzesten. Doch noch viel mehr geht es bei diesem Wein um das Mundgefühl, welches er erzeugt. Er wirkt nämlich kräftig, ja hat richtig Grip am Gaumen und ist dabei knochentrocken. Es tut sich einfach eine ganz andere Texturen- und auch Aromenwelt auf als bei konventionellem Weißwein. Und somit ist er eine herausragende Erweiterung unseres Portfolios, vom Grenzgänger Uwe Schiefer aus dem Burgenland. Es lohnt sich, sich auf diesen extrem spannenden Wein einzulassen, denn er weitet das Verständnis von Wein und wie wir darüber denken. Unbedingt Probieren, es lohnt sich! Unser geschätzter Kollege Leo Quarda (Weinquellen.at) trifft den Nagel auf den Kopf: "Kaum hat man den Weißer Schiefer „m“ im Mund, spürt man, wie kraftvoll dieser Wein ist. Jedoch nicht vom Alkohol, sondern rein vom Druck, den er im Mund ausübt. Er ist dicht, kompakt und dabei weich im Mundgefühl. Wie Balsam gleitet er über die Zunge und hüllt sie in einen fleischig-saftigen und leicht rauchigen Mantel (...) kilometerweit entfernt von dem was man von Welschriesling und Weissburgunder erwartet hätte (...) mit einem Finale, das würzig-mineralischer nicht sein kann, das überreife Frucht mitnimmt und noch lange nachwirkt (...) Das ist kein Wein, den man so mal rasch zum Mittagessen trinkt, das ist reiner Meditationswein. Das ist Wein zum Fliegen." Zu genießen sofort und ohne Dekantiergehabe. Wobei er in der Tat von der Luftzufuhr über mehrere Tage profitiert und sich hierdurch neue Aromen erschließen. 2013 ist der aktuelle Jahrgang! Blaufränkisch OBL040416 Burgenland, Blaufränkisch rot 2016 13,5% Burgenland, vol. rot 2016 13,5% Vol. 16,00 €/l 12,00 € Uwe Schiefers Klassiker! Alles dreht sich darum, dass der Wein zum nächsten Schluck animiert. Uwe Schiefer hatte sie so satt, die plüschig getrimmten, süßlich konzentrierten und Vanille-geschwängerten Blaufränkisch, die, als er selbst noch als Sommelier arbeitete, von der nationalen Fachpresse gefeiert wurden. Also suchte er, wie Roland Velich, einen neuen Ansatz, der dieser dem Pinot Noir ähnlichen Rebsorte die Ele- 60 PINwand 287 | Juli 2018

Uwe Schiefer BURGENLAND ÖSTERREICH ganz entlockte und den Herkunftscharakter sprechen ließ. Galt er damals noch als Provokateur des österreichischen Weinbaus, so zählen eben jene Journalisten ihn heute zur klassischen Avantgarde. Gemeint sind hiermit jene Winzer, die den Weg für kühle, herkunftsgeprägte Blaufränkisch bereiteten und somit das mittlerweile geschliffen klare Profil Burgenländischer Top-Weine etablierten und somit die Region in eine der spannendsten weltweit verwandelten. Dabei erkannte Uwe Schiefer das Potenzial in den Böden und der Rebsorte. Der ‚Burgenland Blaufränkisch’ ist der Einstieg in diese präzise, geschliffene und erfrischende Welt seiner Blaufränkisch. Ein Wein, der mit seinem satten Purpurlila bereits andeutet, dass er durch Abwesenheit von hitzigen Elementen glänzt. Das duftet nach Blaubeeren, süßlich vollreifen Brombeeren und allerlei Waldfrüchten. Und neben diesen Beerenaromen schlängelt sich ein Hauch Schieferwürze vorbei. Das ist fein, elegant, kühl und nobel. Am Gaumen bleibt der ‚Burgenland Blaufränkisch’ bewusst schlank, die Tannine sind geschliffen und fein, der Wein zieht sich geradlinig am Gaumen entlang. Das ist präzises Handwerk, pures Terroir und eben eine Interpretation der Rebsorte, die auf pure Trinkfreude ausgelegt ist. Alles dreht sich darum, dass der Wein zum nächsten Schluck animiert, Tiefe, aber keine Schwere hat. Das ist große Kunst. Darauf kommt es an. Zu genießen sofort bis ca. 2024 OBL040515 Blaufränkisch „vom blauen Schiefer“, rot 2015 13,5% Vol. 25,20 €/l 18,90 € Der Eisenberg lässt grüßen! Der Blaufränkisch „vom blauen Schiefer“ stammt aus dem Eisenberg, der Paradelage Burgenlands für Blaufränkisch und hier aus den Filetstücken wie Reihburg, Szapary, Hummergraben sowie kroatische Riede. Die Böden bestehen hier aus eisenhaltigem Ton und Lehm sowie blauem Schiefer. Beide Terroirs zusammen ergeben unglaublich kühle Rotweine, die von ihrer Präzision und Eleganz leben. Ungeschminkt zeigt sich dieser Blaufränkisch im Glas. Dunkle Würzigkeit, schwarzer Pfeffer, satte und reife Waldbeeren im Bouquet und kühle Seide um Beerenfrüchte gehüllt am Gaumen. Das duftet fein ätherisch und animiert dazu, rasch das Glas zum Mund zu führen. Ein Klassiker aus dem Burgenland und für uns einer der größten Weinwerte Österreichs. Die flüssige Antithese zu allen opulenten Blaufränkisch dieser Welt, ein Wein, der asketischen Verzicht von allen oberflächlichen Weinsünden übt und genau deshalb so begehrenswert und einmalig ist. Ausgebaut in Holzfässern von 1.200 bis 3.600 Litern. Uwe Schiefer bringt jetzt erst den 2015er Jahrgang auf den Markt und unterstreicht hiermit die Besonderheit seines eindrucksvollen Terroirs! Zu genießen ab sofort und nach Uwe Schiefers eigenen Angaben bis mindestens 2026 Foto: Markus Rössle 61

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