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PINwand N° 225

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Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinfachhandel und Weinversender

Erlesene Weine DNA030812

Erlesene Weine DNA030812 Halenberg Riesling GROSSES GEWÄCHS 2012 13% Vol. 51,33 €/l 38,50 € DNA030812M Halenberg Riesling Großes Gewächs 2012 MAGNUM 13% Vol. 56,47 €/l 84,70 € Zeitenwende! F. Scott Fitzgerald gilt als einer der Hauptvertreter der amerikanischen Moderne. Seine Romane avancierten zu weltweiten Bestsellern und viele seiner Bücher zählen zu den Klassikern der angloamerikanischen Literatur. Fitzgeralds postulierte „Prüfung eines erstklassigen Geistes” besteht darin, „zwei widersprüchliche Ideen gleichzeitig hegen zu können”. Das ist die höchste Schule des Verstandes. Aber auch die eines absoluten Weltklasseweines. Einen wahrlich attraktiven, körperreichen, kräftigen, mächtigen Wein zu vinifizieren ODER einen aristokratisch filigran-finessenreichen, das können alle Spitzenwinzer der Welt, die ein großes Terroir besitzen. Magische Weine jedoch gehen darüber hinaus, sie können das vermeintlich Paradoxe. Sie vereinen majestätische Kraft mit ungeheurer Präzision und unvergleichlicher Eleganz. Und einen solch raren singulären Riesling haben wir hier im Glas. Elementare Urgewalt trifft auf aristokratische Finesse! Das kennen wir bereits vom fabelhaften 2008er Jahrgang bei Schäfer-Fröhlich. Doch seither, Jahrgang für Jahrgang, setzte eine sublime Entwicklung ein, gipfelnd jetzt in Tims Überfliegerjahrgang 2012, gesellt sich eine elementare FEINHEIT hinzu, die allen Tendenzen diametral entgegenläuft, die sich leider in allzu vielen Großen Gewächsen aus ganz Deutschland immer mehr breit macht: Immer cremigere, fülligere, bisweilen auch alkoholische Rieslinge auf Kosten der Primärtugenden Finesse, Feinheit und Eleganz! Doch im 2012er Halenberg finden wir diese drei Parameter, vereint noch mit der jahrgangstypischen Kristallinität, die Schäfer-Fröhlichs Rieslinge zu einzigartigen Unikaten macht, in einer unübertrefflichen Brillanz, die vielleicht dem einen oder anderen Winzer die Rückbesinnung auf die Urtugenden deutscher Rieslinge aufzuzeigen vermag. Vielleicht gar der Beginn einer Zeitenwende? Es ist der im Halenberg dominierende blaue Schiefer, der die Basis legt für die unermessliche Komplexität, und, bei aller notwendigen Kraft und grandiosen Dichte (zwei Parameter, die bei meinen 2012er Fassproben wie ein Leuchtfeuer aus zwei Partien von Schönlebers Halenberg funkelten!), insbesondere die, je nach Sichtweise, moselanische oder burgundische Finesse, filigrane Feinheit und tiefgründige SALZIGE Mineralität dieses berührenden, ungemein rassigen Rieslings, der von einer der besten und gerühmtesten Rieslinglagen der Welt stammt! Dieser noble Riesling brilliert durch eine abgrundtiefe, extrem mineralische Nase mit spektakulär schönen Anklängen an gelbe Früchte, reife Grapefruit, Zitronenschalen und kräutig-tabakige Aromen sowie noblen Noten von weißen Blüten und würzig-rauchigem Feuerstein. Dieses rassige, brillante, edle Große Gewächs macht süchtig in der Intensität seiner Aromen, mit seiner ungemein verführerischen Mischung aus seidiger Mineralität und Komplexität, präzisem Mundgefühl und großer Finesse sowie seiner betörenden salzigen Mineralität und kristallinen Struktur (DAS Signum des Jahrgangs in allen Rieslingdiamanten von Schäfer- Fröhlich) auf der Zunge, den unverwechselbaren Charakteristika seines legendären Terroirs. Wahrlich werte Kunden: Der Halenberg 2012 ist ein Extremist der Feinheit, wie ich ihn in meiner langen, leidenschaftlichen Beziehung zu den großen Rieslingen der Welt nicht eine Handvoll mal erleben durfte. Dieser Solitär ist definitiv nichts für Rieslingliebhaber, die schiere Opulenz und Cremigkeit als ihre entscheidenden Qualitätsparameter schätzen. In ihrem ureigenen Interesse: Finger weg! Stattdessen: Aristokratische Filigranität. In seinem jetzigen Babystadium (meine letzte Fassprobe war Mitte April) so zärtlich, so piano im Glas, nobles britisches Understatement so unaufgeregt wie souverän demonstrierend. Dieser Fabel-Halenberg umgarnt zunächst vornehm distinguiert seine möglichen Liebhaber, dann, wenn er Luft bekommt, scheint er förmlich zu explodieren: Dann erobert er eine neue Dimension, dann steigen aus den unergründlichen mineralischen Tiefen seiner Seele zuvor verborgene Schichten auf, seine grandiose Wildheit beispielsweise, die auch das ‚Felseneck’ immer wieder auszeichnet, und er mutiert zur becircenden Sirene, die nicht 32

Erlesene Weine nur Odysseus auf der sittlichen Ebene in seelische Konflikte zu stürzen vermochte. Welche Menge prallen Lebens! Und dann zeichnet sich am Gaumen nochmals ein grandioser innerer Spannungsbogen ab, baut sich muskulöse Kraft auf, eingebettet in eine reife, rassige Säure und ein betörendes, mächtiges, aber gleichzeitig seidenes (Dichotomien prägen diesen fesselnden Rieslingsolitär!) mineralisches Fundament, das vom vielstimmigen Klang der Mineralien aus schiefrigen Tiefen erzählt. Welch irrsinnige Länge, in Wellen schleicht er sich auf die Zunge zurück, wenn er längst ausgetrunken ist, welch nobles Extrakt, gepaart mit einer Finesse und Filigranität, wie sie in dieser Kombination nur den ganz großen Rieslingen Deutschlands zu eigen sind. Schauer laufen über den Rücken, bei jedem Schluck dieses beseelten Weines. Diese grandiose Hymne an die Transzendenz und Komplexität großer deutscher Rieslinge ist ein emotional berührender Wein und, ebenso wie Werner Schönlebers stilistisch anders geartete legendäre Halenberg-Interpretation, die Inkarnation seines mythischen Terroirs (wahrlich die Essenz der Schiefermineralität), die den wahren Weinliebhaber einen Zipfel der Unendlichkeit erhaschen lässt. Ein atmosphärischer Riesling aus einem Filetstück seiner legendären Lage, ganz und gar ursprünglich und authentisch, der alle Sinne streichelt und beispielhaft steht für eine neue Generation trockener deutscher Rieslinge. Hedonistischer Genuss in Vollendung. Ein Rieslingsolitär, ein Weltklassewein, ganz nahe dem Ideal, einer der größten trockenen deutschen Rieslinge aller Zeiten! Weniger im Stil „Riesling aufs Äußerste verdichtet”, wie der Gault Millau Halenberg-Urgesteine wie seinen Vor-Jahrgangsvorgänger treffend bezeichnete, stattdessen ein Unikat singulärer Feinheit, Finessenreichtums („moselartig” urteilte letztjährig zutreffend Stephan Reinhardt im WEINWISSER) und Zartheit, das sich auf eine bisher nicht dagewesenen Art und Weise mit tiefgründigster Mineralität paart – Welch Gänsehautwein! Potential für Jahrzehnte! 50 Jahre gar meint John Gilman (aber das Zeug wird bereits im nächsten Frühling phantastisch munden: Große Gewächse KANN man lange lagern, muss man aber nicht. Das ist einer der großen Vorteile des Rieslings!) und urteilt: „This will be a beautiful wine in the fullness of time.” DNA033212 Stromberg Riesling Gr.Gewächs 2012 13% Vol. 51,33 €/l 38,50 € DNA033212M Stromberg Riesling Gr. Gew. 2012 MAGNUM 13% Vol. 56,47 €/l 84,70 € „Der Felsen ist so jähe, so steil ist seine Wand”, Clemens Brentano Der Stromberg. Ein Urmeer an extrem steinigem Vulkangestein. Im Untergrund noch karger als die von Felsen durchsetzten berühmten Schlossböckelheimer Lagen. Welch dramatisch steile Porphyr-Enklave im Schiefermeer des weltberühmten Nahe-Örtchens Bockenau. Peu à peu hat unser Dream-Team in den letzten Jahren die Filetstücke in dieser jähen Felswand gekauft, die Bodenstruktur liebevoll restauriert, die lockerbeerigen Träubchen von den sehr, sehr alten Reben dem ‚Vulkangestein’ als „Leckerli” beigegeben und sich in aller Stille auf einen großen Coup vorbereitet. Letztes Jahr bereits riet ich Tim, in unserer gemeinsamen Verkostung total begeistert, diesen betörenden Wein jetzt doch endlich als separates Großes Gewächs abzufüllen, da er sicherlich auf Anhieb in den TOP TEN Deutschlands landen würde. Doch er zögerte noch. „Tino, lass mir noch ein Jahr, dann sind die Weinberge wirklich für ganz Großes vorbereitet. Dann kann der Stromberg das Niveau des Felsenecks erreichen. Ich will diesen Riesling erst auf den Markt bringen, wenn er mit der absoluten Spitze des Landes mithalten kann. Also, wenn 2012 mir gelingt, dann greifen wir nächstes Jahr an!” Und dann saßen wir in diesem Frühling zwei Mal in seiner kleinen gemütlichen Probierstube und degustierten den neuen Jahrgang. Einige Weine machten mich schier sprachlos (Und das will schon was heißen!). Einer dieser göttlichen Pretiosen auf absolutem Weltklasseniveau ist das Große Gewächs ‚Stromberg’ 2012. 33

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