Aufrufe
vor 4 Jahren

PINwand N° 212

  • Text
  • Picard
  • Pinard
  • Weinfachhandel
  • Weinanbau
  • Winzer
  • Weingut
  • Weine
  • Wein
  • Riesling
Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinfachhandel und Weinversender

Erlesene Weine und

Erlesene Weine und werden dafür – infolge des optimalen Verhältnisses zwischen Saft und Haut – um so aromenreicher; die Erntemenge ist gering. Erst bei sehr hoher Reife und wesentlich später als bei prallen, dicht gepackten Reben setzt unter diesen Bedingungen (lockerbeerige Trauben, die sich nicht berühren) die Edelfäule ein, so dass auch die edelsüßen Weine von kistallkklaren, reintönigen, feinsten Fruchtnoten geprägt sind. Dazu kommt eine weitere Besonderheit der geographischen Lage: Monzingen liegt im Regenschatten der feuchten Westwinde. Denn der 816 m hohe Erbeskopf, der Idarkopf und vor allem der Hellberg teilen zumeist die tief hängenden Wolken auf, so dass bereits in vier, fünf Kilometer Luftlinie, Richtung Soonwald, schon um die Hälfte mehr Niederschlag fällt als in Monzingen. Die Schönlebers wissen: Bergige Landschaften bringen die Wolken zum Ausregnen. Das bestimmt schon seit Generationen die Standorte der Reben und ist ein wichtiger Faktor, warum manche Orte selten oder nie, andere aber regelmäßig hervorragenden Wein hervorbringen. Werner Schönleber geht sehr behutsam und äußerst sensibel mit diesem Geschenk der Natur um: Aufwändige Boden- und Laubarbeiten, Ausdünnen der Triebe, späte selektive Lese sehr reifer Trauben ausschließlich von Hand, schonende Pressung der Trauben, kühle Vergärung und sorgsamer Weinausbau, mit dem Vorsatz, möglichst wenig menschlichen Einfluss auf die ureigene Werdung des Weines zu nehmen, gewährleisten die bestmögliche Entwicklung und Bewahrung der terroirgeprägten Frucht und Mineralik in seinen großen Rieslingen. „Das Potential und die Charakteristik der Lage, der Rebsorte und der klimatischen Bedingungen des Jahrgangs möglichst unverfälscht in die Flasche zu bringen“, lautet Werners Maxime. Nicht selten haben seine zumeist durch Spontangärung im Holzfuder und Edelstahltank ausgebauten Rieslinge, die keinerlei Manipulationen ausgesetzt sind, um schon früh auf Jungweinverkostungen brillieren zu müssen, nach der Flaschenfüllung einen kleinen Durchhänger im Sommer nach der Ernte; doch um so brillanter präsentieren sie sich im Herbst danach. Die logische Konsequenz solch fabelhafter Weißweine auf absolutem Weltklasseniveau: Nicht nur Parker vergibt Traumbewertungen, der „Halenberg“ wird von den renommiertesten Kritikern der Welt wiederholt als bester trockener Riesling Deutschlands gefeiert und Werner Schönleber wird nach der grandiosen Auszeichnung für die ‚Kollektion des Jahres‘ vom Gault Millau zwei Jahre später auch als ‚Winzer des Jahres‘ geehrt! Wir zitieren sehr gerne aus der berührenden Laudatio: „Mit Beharrlichkeit und seltener Intensität arbeitete sich der Monzinger in die Weltspitze empor. Sein vorbildliches Streben nach Perfektion, kleine, wohlüberlegte Schritte, Arbeit an den so wichtigen Details, brachten den Erfolg. Ausrutscher – auch bei kleinen Weinen – gibt es bei ihm nicht. Er hat die großen Monzinger Lagen ‚Frühlingsplätzchen‘ und ‚Halenberg‘ erst wieder bekannt gemacht, hat ihr Potenzial mit seinen Weinen aufgezeigt. Kein Geheimnis steckt hinter den Qualitäten des Hauses, nur sorgfältige Arbeit: späte, häufig selektive Handlese, schonende Pressung, kühle Vergärung. Die eleganten Weine atmen jenes Understatement, das auch Werner Schönleber ausmacht, genau wie dessen gradlinige Bestimmtheit. Nichts ist in seinen Weinen vage, alles ist auf den Punkt, nichts protzt, doch jeder Wein weiß um seinen Wert“, schmeckt bereits herausragend im jugendlichen Stadium und reift über viele behutsam seinem Höhepunkt entgegen. Werner Schönleber und seine gleichfalls ungemein sympathische Frau Hanne (ein Goldstück!) haben somit binnen dreier Jahrzehnte das über 250 Jahre alte, traditionsreiche Weingut von einem soliden Familienbetrieb zu einem im Gault Millau mit der fünften Traube geadelten und damit in den kleinen Olymp deutscher Weltklasseerzeuger aufgenommenen Spitzengut entwickelt. Mittlerweile werden sie weit mehr als nur unterstützt von ihrem Sohn Frank, der in den letzten Jahren stetig in die Mitverantwortung für die Weine hineingewachsen ist und der mit seinen Ideen zweifellos zur nochmaligen Qualitätssteigerung der Schönleberschen Rieslinge beigetragen hat. Der Gault Millau 2012 bringt es auf den Punkt: „Die Weinwelt singt seit Jahren ein Loblied auf Werner Schönleber - und vergisst dabei, dass Sohn Frank bereits seit 2006 Zwei starke Charakterköpfe, die natürlich nicht immer einer Meinung sein können. Aber wenn’ 24

Erlesene Weine für den Keller verantwortlich ist. Hier ist der Übergang so fließend gewesen, dass ihn kaum jemand außerhalb der Familie wahrnahm. Ein Riesenkompliment für Frank Schönleber und ein klares Indiz für die Harmonie in der Winzerfamilie. Ihre Arbeit gleicht einer perfekten Deklination.“ Gut beobachtet! Nicht wenige Kenner der Szene, meine Wenigkeit eingeschlossen, halten Frank für mit das größte Winzertalent des Landes. Nein, nicht nur der Nahe, sondern ganz Deutschlands! Er ist ein ausgesprochen kluger Kopf und obwohl „ich schon als Jugendlicher einen großen Teil meiner Freizeit im Weinberg verbracht habe, machte ich trotzdem mein Abitur, habe danach Weinbau und Önologie studiert und nach Praktika bei großen Winzern bereits seit 2006 den Keller unseres Weingutes weitgehend selbständig geführt“, berichtet er mir nicht ohne berechtigten Stolz. Denn Frank arbeit mit so viel Herzblut, Sorgfalt und Perfektion, dass der gleitende Übergang in der Weingutsverantwortung völlig harmonisch, leise und unspektakulär verläuft und in der Öffentlichkeit, wie der GM zutreffend anmerkt, noch quasi gar nicht wahrgenommen wird. Welch spektakuläre Leistung! Werte Kunden: Mit großer Freude besuche ich jährlich diese so gastfreundliche und sympathische Familie an der oberen Nahe: Die Gespräche (sie pflegen bei gutem Essen und großartigen Rieslingen stets bis tief in die Nacht zu dauern: Die Zeit vergeht wie im Fluge) mit den grundehrlichen Schönlebers sind immer wohltuend, ihre Analysen von profundem Tiefgang und ungeschminkt in der Sache. Selbstkritisch werten sie ihr eigenes Tun, freuen sich bei aller Bescheidenheit aber auch zutiefst über ehrliches Lob, denn ihre phantastischen Weine sind schließlich das Resultat harter Arbeit und bedingungsloser Hingabe. Doch alles Laute und Marktschreierische ist sowohl Frank als auch Werner, dem stillen ‚Grauen Wolf‘ mit der großen, hageren Gestalt, absolut wesensfremd. Und so sind es ausschließlich die sensationellen Qualitäten im Glase und die dadurch bedingten großen Erfolge bei vergleichenden Proben, die den mittlerweile legendären Ruf dieses Vorzeigeweingutes begründet haben – aber keinerlei Marketingstrategie. Werner Schönleber ist allen Elogen zum Trotz ein wohltuend bescheidener Mensch geblieben, aber auch ein begnadeter Winzergenius: Sein unermüdliches Schaffen dient ausschließlich der Transformierung seines phantastischen Terroirs in große Weine mit einem legendären Alterungspotential, zutiefst mineralische Rieslinge ureigenen Charakters mit einer Rasse, Tiefe und Komplexität, wie man sie sich weltweit kaum beeindruckender vorstellen kann. Werner kennt seine Landschaft, seine Heimat nicht nur haargenau; nein, er ist geradezu in sie eingetaucht. Er „spürt“ seine großen Lagen, ist ihnen seelenverwandt, ist lebender Bestandteil seines legendären Terroirs! Und seine Reben drücken im Wein die bleibenden Eindrücke ihrer Heimat auf einfühlsame Menschen aus. Meisterlich! Eine persönliche Anmerkung zum Schluss: Ein großer Riesling transportiert wie keine andere Rebsorte das Terroir, aus dem er stammt, ist ein einzigartiges Unikat, ein Heimatwein mit unverwechselbarer Seele. Diese Seele ist mittlerweile in Gefahr! „Authentisch“ und „echte Gefühle“ schreit es uns aus den Regalen der Supermarktweine entgegen, deren Flascheninhalt nur allzu oft Industriewein ohne jeglichen Terroir-Bezug enthält, „Terro(i)rhefen“, sei Dank, mit denen unkritische Winzer von der Industrie geködert werden. Doch Werner Schönleber hat seine Seele niemals verkauft, seine grandiosen Charakterweine – ein Spiegelbild seiner eigenen unverfälschten Persönlichkeit wie der großen Monzinger Lagen, aus denen sie stammen – stehen in der großen Tradition einer jahrhundertealten Kultur und gehören zur schönsten und edelsten Ausprägung ihrer Sorte: Meine ganz besondere Empfehlung, Kategorie persönliche Lieblingsweine. Und ich bin mir ganz sicher: Mit Frank Schönleber wird das auch zukünftig so bleiben: Das Weingut Schönleber hält klaren Kurs! Seine emotional unter die Haut gehenden Rieslinge sind in der Weinwelt gesetzt. Hier sind wir zweifellos unter den Top-Five der deutschen Winzerelite! s mal kracht, werden danach die Friedensflaschen getrunken.... Zum Jahrgang 2011 in Deutschland: Die besondere „Magie der 11er Jahrgänge“ in den letzten drei Jahrhunderten scheint auch in 2011 25

1997-2021 Pinard de Picard GmbH & Co. KG, Saarwellingen, Germany. ALL RIGHTS RESERVED.