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PINwand Nr. 308

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Weinmailing Ausgabe April - Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinfachhandel und Weinversender

SPANIEN RIOJA Bodegas

SPANIEN RIOJA Bodegas Bhilar PHINCA LA REVILLA, BLANCO 2013 Riojas Montrachet! SRI030813 Phinca La Revilla, Phinca blanco La Revilla, 2013 blanco (Puntkte 2013 neu!!!!) 14% Vol. 118,66 €/l 89,00 € 96 Punkte: „Das ist jene Sorte von Wein, die lokale Bürokraten in Rioja verwirrt aber Anklang bei aufgeschlosseneren Verkostern findet, die seine Brillanz erkennen.“ – Tim Atkin 95 Punkte: „Erinnert mich an Rioja-Weißweine der alten Schule, wie Castillo Ygay oder Tondonia… ein einzigartiger Weißwein.“ – Luis Gutierrez (Parker) Sie wollen wissen, wie weißer Rioja der alten Schule früher schmeckte? Dann probieren Sie diese Hommage an urklassische weiße Riojaweine, ein Liebesbeweis an Lopez de Heredia und ein Meisterwerk Hors catégorie! 96 Punkte TIM ATKIN David Sampedro Gil liebt gereifte weiße Riojas. Und sein Vorbild sind die legendären Gran Reservas aus dem Hause Lopez de Heredia mit der Spitzenlage Tondonia. Liebe Kunden, wir sind diesen Klassikern ebenso verfallen und wer einmal einen 1981er Gran Reserva oder noch ältere Weine im Glas hatte, wird dieses Erlebnis nie wieder vergessen. David setzt mit seinem Einzellagenwein eine Hommage genau an diese Kategorie Wein. Knapp 1.000 Flaschen hat er lediglich gefüllt von diesem Meisterwerk. 6 Jahre ausgebaut im Barrique, eine Selektion verschiedener Klone. Das ist ein reinsortiger Viura von Buschreben, die auf Kalk und Lehm stehen (übrigens wie die größten Weißweine im Burgund). Werte Kunden, dieser Weißwein von 1925 gepflanzten Reben zählt nicht nur zu Spaniens Weißweinspitze und zeigt damit eindrucksvoll, wie unterbewertet und missachtet doch die Weißweine Spaniens sind (nur ein kleiner Kreis von Kennern und Liebhabern frönt dem Genuss jener Weine und dezimiert beständig die geringen Bestände der edlen Gewächse, wir zählen uns stolz dazu!) und spielt in der Kategorie Weltklasse-Format. Dieser bernsteinorangene Wein mit silbernen Reflexen wirkt zunächst älter, als er es tatsächlich ist. Der mehrjährige Ausbau im Holz setzt den Wein einer gewünschte Mikrooxidation aus, was die dunkle Farbe erklärt und hält gleichzeitig paradoxerweise den Wein so frisch. Frisch für Generationen von Weinliebhabern, ähnlich wie dies auch bei einem Vin Jaune aus dem Jura der Fall ist und was Parker-Verkoster Gutierrez als „Jura-like-twist“ bezeichnet. Man riecht den langen Holzfassausbau und die Tiefe, welche der Wein dadurch erreicht hat. Der orange bis bernsteinfarbene Wein duftet intensiv nach Walnüssen, Bienenwachs und Brotkruste. Das Florhefeschichtaroma liegt wie ein salziger Teigling über der subtilen Frucht. Alle Indizien zeugen von der Handschrift eines großen mineralischen Weißweins. Am Gaumen kreist dieser Wein wie ein Corton-Charlemagne, stets kraftvoll, aber immer in festen Bahnen, niemals schwankend und aus dem Gleichgewicht kommend, sondern felsenfest und unbeschwert seine Runden drehend. Meersalz, getrocknete Aprikose, Ceylon-Tee und tabakige Noten treten auf, auch Mango und Zitronen. Dabei lässt die Frucht dem Terroir hier ehrfürchtig den Vorrang und über allem legt sich ein Hauch der feinen Mikoroxidation durch den Holzausbau und gibt Struktur. Zu genießen ab sofort, auf einem Plateau bis 2025 und danach mühelos zwei Jahrzehnte sich bester Entwicklung erfreuend. Servieren Sie den Wein nicht zu kalt bei 12- 14 Grad Celsius und gerne in der Karaffe. Dann entfaltet sich seine ganze Intensität. 14 PINwand308 | April 2020

Bodegas Bhilar RIOJA SPANIEN PHINCA LA REVILLA TINTO 2013 Sexto Año – wie eine Rioja Gran Reserva höchster Güte – und das, ohne dass davon etwas auf dem Etikett vermerkt wäre SRI031113 Bhilar – Phinca Phinca La Revilla La Revilla, tinto tinto 2013 2013 15% Vol. 118,66 €/l 89,00 € Möglicherweise kennen Sie den Phinca La Revilla ja schon als blanco; denn den Weißwein hat David Sampedro Gil aus dieser historischen Einzellage zuerst vinifiziert. Die Lage findet sich in Elvillar in der Rioja Alavesa. 1925 wurde La Revilla mit unterschiedlichen roten Sorten und verschiedenen Viura-Klonen bepflanzt, und zwar im sogenannten Gemischten Satz, wie er früher absolut üblich war. Die Reben stehen im Gobelet also in der Einzelstamm-Erziehung in von Kalkstein geprägten Böden. David arbeitet hier wie in seinen anderen Weinbergen biodynamisch, und anstelle von Maschinen kommen Pferde zum Einsatz. Das macht er nicht etwa um der Romantik willen; denn diese Bewirtschaftung ist viel aufwendiger als die maschinelle. Er macht es, weil die Weinberge davon profitieren. Und das ist so offensichtlich, dass seine biodynamisch arbeitenden Kollegen mittlerweile die Pferde bei ihm und seinem Pferdeführer leihen. Nach der Handlese in kleine 10-Kilo-Kisten wird das Lesegut noch einmal auf Sortiertischen überprüft, entrappt und in offene Tonneaux gegeben, um mit den Füßen leicht angequetscht zu werden. Auch hier geht es also ganz traditionell zu. Der Saft wird anschließend spontan vergoren und nach der Gärung leicht abgepresst und über sechs Jahre – seis años – hinweg in gebrauchten Barriques ausgebaut. Daher stammt der zusätzliche Name des Weins, SEXTO AÑO; denn so wurden die sechsjährigen Weine traditionell bezeichnet, bevor die Betitelung Reserva oder Gran Reserva üblich wurde. Was Sie nun im Glas vorfinden, werte Kunden, ist ein Rioja, der vom ersten Moment an Größe zeigt und vom ersten Moment an völlig eigenständig daherkommt. Er wirkt bei Weitem nicht so traditionell wie ein Viña Tondonia, ist aber genauso weit entfernt von den modernen Blockbustern der Rioja. David schafft hier eine Verbindung zwischen Tradition und Moderne nicht zuletzt dadurch, dass er die Barriques nach der erstmaligen Füllung nicht neu auffüllt. Das heißt, er nähert sich der Oxidation des Weines an, wie sie bei den ganz klassischen Riojas betrieben wird, und steht damit konträr zu den modernen, reduktiv ausgebauten Weinen. Gleichzeitig schätzt David Sampedro Gil aber auch die Kraft und Konzentration moderner Weine, und die findet man hier ebenfalls. In der Farbe leuchtet der Wein in tiefem Purpur mit violetten Reflexen. Im Duft erinnert er im ersten Moment an Likör, aber nie an Fruchtaufstrich. Hier ist also Konzentration vorhanden, aber keinerlei Fett und vor allem keine Hitze. Diese Konzentration beinhaltet den Duft von Schwarzkirschen, Blaubeeren und Brombeeren, von bester Vanille, aber nur von ganz wenig, von einem Hauch, wie ein i-Tüpfelchen in diesem Meer von reifer dunkler Frucht. Balsamische Noten kommen hinzu, violette Blüten, Blütenpollen, etwas edles Holz, ein wenig Rauch, Nüsse und eine kühle steinige Note. Am Gaumen ist dieser Rioja wie aus Samt und Seide oder gleichsam so, als habe man dem Buttler den Auftrag gegeben, den großen Esszimmertisch mit Hingabe zu polieren. Die dunkle, fast schwarze, aber immer saftige Frucht ist genauso präsent wie der süße reife Fruchtkern. Die Säure spielt eine tragende, aber dienende Rolle. Sie ist gleichfalls reif und trägt zum seidigen Mundgefühl bei. Das Tannin ist ausgesprochen fein. Hervorzuheben wäre zudem das cremige Mundgefühl dieses Weines, fast so, als wäre die Frucht mit einem üppigen Klecks Sahne garniert. Genauso prägnant sind die Kräuter- und Gewürznoten, der dunkle Tabak, der kühle Stein und die unbändige Mineralik, die von den alten Reben zutage gefördert wurde. All das wirkt jetzt schon so harmonisch, dass man von diesem Phinca La Revilla gar nicht mehr die Finger lassen möchte. Zudem ist der Wein enorm lang und hallt für Minuten nach. Er ist umwerfend gut. Zu genießen ist dieser Wein sofort, nur dass dann das Holz noch deutlich zu spüren ist. Ein Dekantieren macht auf jeden Fall Sinn. Der Wein hat sicher eine Lebensdauer von 20 Jahren und mehr, also 2040 +. 15

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