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PINwand N° 293

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Weinmagazin von Pinard de Picard - Erlesene Weine und Feinkost. Weihnachtsausgabe Dezember 2018 mit traditioneller Dankeschönaktion und Verlosung

FRANKREICH BURGUND

FRANKREICH BURGUND Domaine Boisson-Vadot 22 PINwand 293 | Weihnachten 2018

Domaine Boisson-Vadot BURGUND FRANKREICH um kühle Waldfrüchte. Das ist Finesse pur und eine Art Pinot Noir, die bereits in der Jugend puren Trinkfluss besitzt. Am ehesten vergleichbar mit den ebenfalls hedonistisch animierenden Volnays aus dem Hause Joseph Voillot oder der eleganten Art der Kaiserstühler Weine von Holger Koch. Es sind der mineralische Spannungsbogen und die kühle Frucht, welche diesen Monthelie so auszeichnen. Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2021 bis ca. 2026. FBU020716 Auxey-Duresses FBU020716 Auxey-Duresses 1er Cru Pierre 1er Boisson, Cru Pierre rouge Boisson, 2016 rouge 2016 13,5% Vol. 60,00 €/l 45,00 € Vom goldenen Schnitt des Pinot Noir Leonardo da Vincis berühmtes Ende des 15. Jahrhunderts gezeichnetes Bildnis des vitruvianischen Menschen, der mit Armen und Beinen einen Kreis formt, gilt als Inbegriff der Ästhetik- und Proportionslehre. Der sogenannte „Goldene Schnitt“ faszinierte nicht nur in der Renaissance. Auch wir sind stets auf der Suche nach DEM perfekten Pinot Noir, gleichwohl wissend, dass die Stärke der Rebsorte gerade in ihrer mannigfaltigen Ausdrucksart liegt. Pinot Noir ist nicht einfach Pinot Noir. Das Großartige an Region und Rebsorte sind die differenzierten Geschmäcker, welche die für ihre Liebhaber größte Rotweinrebsorte der Welt auf den besten Lagen ihrer mythischen Landschaft hervorbringt. Und doch entspricht dieser Auxey-Duresses von 1er-Cru-Lagen unserem Idealbild eines Pinots. Auxey-Duresses ist westlich von Meursault und Pommard gelegen und ein echter Insidertipp, besitzen doch hier viele Spitzenwinzer aus Meursault Top-Lagen, die sie mit gleicher Aufmerksamkeit bewirtschaften. Dieser 1er Cru duftet fein nach Sauerkirsche, Hagebutten und einem Hauch Schlehe. Im kalten Keller ziehen die Trauben hier einige Tage, wodurch die Kühle und Klarheit der Frucht herausgearbeitet wird. Im Vergleich zum Monthelie ist das hier aber bereits eine ordentliche Spur seriöser, auch das Lagerpotenzial und die Struktur betreffend. Himbeeren und Erdbeeren gesellen sich im Glas dazu. Am Gaumen vereint der Auxey-Duresses einen kühlen mineralischen Kern und saftige Frucht. Die Tannine sind seidig weich aber vorhanden, werden über die Jahre immer mehr abschmelzen und dem Wein so Lagerpotenzial von mehr als einem Jahrzehnt bescheren. Als Begleiter zu gebratenem Fleisch, Geflügel oder kleinem Federwild mit Preiselbeersauce ein Hochgenuss, oder in aller Ruhe für sich genossen. Höhepunkt 2020 bis nach 2032. FBU021316 Bourgogne FBU021316 Bourgogne blanc Pierre blanc Boisson Pierre 2016 Boisson 2016 13% Vol. 33,20 €/l 24,90 € Burgunder in seiner Urform, animierend, klassisch, ohne übertriebenen Holzeinsatz. Pierre Boissons Bourgogne blanc ist für uns eine absolute Referenz für weiße Burgunder. Es gibt in diesem Einstiegsbereich nur ganz wenig andere Erzeuger, die einen derartig komplexen Bourgogne blanc füllen. Außerdem verkörpert die Domaine für uns den Urstil Burgunds, wie er reintöniger und eleganter nicht ausfallen könnte. Die feine Reduktion und damit einhergehende Feursteinnase, ein Hauch von frisch gepopptem Mais und einer weißen Frucht ist state-of-the-art und momentan einer Stilistik entsprechend, an der sich alle Spitzenbetriebe Burgunds und auch außerhalb Frankreichs orientieren und rückbesinnen. Die Devise: Weg vom Holz, zurück zum Terroir! Anfang November besuchten wir dieses Jahr die Domaine, um unsere 2016er Allokation zu verkosten (die Weine werden hier streng nur an langjährige Kunden und Partner verteilt und in den besuchsreichen Herbstwochen muss Bernard vielmal täglich Besuchern vor Ort absagen, die versuchen, spontan einen Besuchstermin oder einige Flaschen zu ergattern). Papa Bernard verkostete mit uns die Weine, davon einige bereits seit mehreren Tagen geöffnet. Man weiß, dass die Weine gut sind, vertraut ihnen. Und so wundert es nicht, wenn manch Meursault nach vielen Tagen der Öffnung besser denn je zuvor dasteht. Doch das Schöne an Spitzenbetrieben ist, und zu jenen zählen wir die Weine der Familie absolut, dass sie auch bereits in der Basis überzeugen. Allein die Nase dieses Basis-Chardonnays ist bereits ein Traum. Weiße Blüten, Brioche, Birne und eine helle Frucht steigen aus dem Glas. Darüber liegt die angenehm mineralische Feuersteinnote und auch ein Hauch vom kaum merklichen Fassausbau. Papa Bernard betont immer wieder, wie wichtig ihm der lange Ausbau der Weißweine im Holz ist. Sie verbringen oft bis zu 22 Monate im Keller anstatt der oft praktizierten 12 bis 15. Für ihn geben die vier weiteren Monate erst die vollständige Komplexität („Der Wein bedankt sich regelrecht dafür.“, Bernard Boisson). Und die Weine sprechen dafür! Am Gaumen reichhaltig, saftig, mineralisch, traumhaft frisch, damit sehr trinkanimierend und schon jetzt mit größtem Vergnügen zu genießen. In seiner Stilistik bei aller Konzentration eher der „mineralisch-rassig-elegante“ als der opulent-cremige Typus. Buttrige Noten findet man hier nicht, dafür den puren Kalk im Glas! 23

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