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PINwand N° 230

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Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinfachhandel und Weinversender

Erlesene Weine Magisches

Erlesene Weine Magisches Piemont © Werner Richner ITALien LUCIANO SANDRONE – PIEMONT Weiser Winzermagier, lebender Mythos und einer der großen Persönlichkeiten der Wein-Welt. Seine legendären Baroli gelten, Jahrgang für Jahrgang, als Inbegriff höchster Winzerkunst! Gambero Rosso: „Luciano Sandrone könnte man als beliebtesten Modernisten unter den Traditionalisten des Langhe-Weins bezeichnen. Wie alle ganz Großen des Weinbaus gelingt es ihm, seine Barolo-Selektionen zum Reden zu bringen. Von ihrer Herkunft berichten sie mit Kraft und Charakterstärke!“ Eine Reise ins Piemont, diese atemberaubend schöne Landschaft und Heimat des Barolo, ist jedes Jahr ein Höhepunkt in meinem Weinhändlerleben. Inspirierend und ein steter Quell der Freude sind dabei meine Gespräche und Verkostungen mit der so sympathischen, ungemein authentischen und zugleich charismatischen Winzerpersönlichkeit Luciano Sandrone. Der Grandseigneur des Barolo gehört zu den lebenden Legenden des Piemonts und weiß ganz bewegt aus eigener Anschauung von einer Zeit zu erzählen, als im Piemont die Uhren noch ganz anders tickten als heute, von den schweren Jahren der älteren Winzergeneration, der harten Arbeit in den Weinbergen und der ständigen Angst ihrer Väter, im Herbst genügend Trauben ernten zu können, um durch deren Verkauf an Händler (Heute kaum noch vorstellbar, aber damals verkauften die Weinbauern im Piemont, das heute zu den großen, mythischen Weinbauregionen der Welt zählt, ihre Trauben noch lose an einige wenige Groß-Händler, die eine Monopolstellung besaßen!) die Familie, oft mehr schlecht als recht, ernähren zu können. Und wie so viele Winzer seiner Generation, die quasi bei Null angefangen und den Sprung in die Selbständigkeit gewagt haben, ist Luciano Sandrone qualitativ geradezu explosiv, aber quantitativ sehr behutsam gewachsen. Er war zunächst lange Zeit mit leidenschaftlicher Hingabe als Kellermeister bei Marchesi di Barolo tätig, erarbeitete sich hier eine hohe Reputation und kaufte nach und nach erst eigene Weinberge. So begann er 1978, kleinere Traubenmengen, und zwar gleich aus der Spitzenlage Cannubi, in eigener Regie zu verarbeiten (ein Donnerschlag in der gesamten Weinwelt!) und hat sich dann in den 80er Jahren endgültig selbstständig gemacht. Angesichts der spektakulären Qualitäten von Beginn an war ihm rasch großer Erfolg beschert, der durch den Eintritt seines jüngeren Bruders Luca in das Weingut (1992) weiter gestützt wurde. Beide konnten ihre wertvollen Erfahrungen zusammen einbringen und so finden wir bei den Sandrones heute ein „kostbares Zusammenspiel alter Weisheit und moderner Kompetenz, die sich im Glas widerspiegelt“ (Maurizio Ross in ‚Mythos Barolo’, einem wunderschönen Weinbuch). „Die alte Weisheit“, das meint insbesondere die handwerkliche Weinbergsarbeit nach alter Tradition: „Qualität im Weinberg ist zwar nicht alles, aber das absolut Entscheidende. Meine Aufgabe ist es, die Einzigartigkeit meines Terroirs mit meinen Händen im Weinberg zu fördern. Im Weinberg wird der Wein gemacht und nicht im Weinkeller. Im Weinkeller geht es nur noch darum, die Trauben möglichst schonend und sauber zu vinifizieren und ihnen die besten Möglichkeiten der Entwicklung zu gönnen, so Luciano“. Dazu gehört ein strikter Verzicht auf Düngemittel (war DIE Unsitte der 70er Jahre!) und ein drastisch reduzierter Ertrag sowie eine bestmögliche Traubenselektion in den großartigen Lagen, die zu den Besten des Piemonts gehören. Die Weinbergsbearbeitung geschieht in biologisch-organischem Ansatz. Doch nicht zertifiziert, denn man will nicht auf einer populären Biowelle mitschwimmen und scheut verständlicherweise die schwerfällige italienische Bürokratie. 24

Erlesene Weine Luciano Sandrone „Die moderne Kompetenz“, die der Gambero Rosso zutreffend attestiert, weist auf die behutsamen Umstellungen in der Kellerarbeit hin, die Luciano das Image des „beliebtesten Modernisten unter den Traditionalisten“ (Gambero) eingebracht hat. „Es hat somit einen gewaltigen Qualitätssprung gegeben, in Spitzenjahrgängen ebenso wie in durchschnittlichen. Verkürzte Extraktion und entsprechend einer uralten Piemontester Tradition der behutsame Einsatz von erstklassigen 500 l Holzfudern, (davon nur ca. 20% neu, der Rest gebraucht. Holz hat nur eine dienende, strukturgebende Funktion) bester französischer Provenienz in unserem 1998 am Fuße der legendären Lage Cannubi erbauten neuen Weinkeller haben dazu entscheidend beigetragen. Damit will ich nicht sagen, dass man früher nicht in der Lage war, guten Wein zu machen, aber mit den Kenntnissen von früher war es eben auch nur der Wein von früher“, so Luciano in seiner engagierten, verschmitzt lächelnden und ruhigen Art, die auf den ersten Anschein gar nicht erkennen lässt, dass man hier einen legendären Qualitäts-Revolutionär des Piemonts, einen der dynamischen Erneuerer des Barolo, vor sich sitzen hat. Und all die Evolutionen in den letzten drei Jahrzehnten, zu denen immer mehr auch Lucianos höchst engagierte Tochter Barbara beigetragen hat, haben dazu geführt, dass der Name Sandrone weltweit einen mythischen Klang erhalten hat. Sandrone, das ist wie ein burgundischer Grand Cru aus dem Piemont, Finesse und Eleganz paaren sich mit großer innerer Dichte und majestätischer Kraft. Lucianos große Baroli gelten, wie sein Barbera, sein Dolcetto und sein Nebbiolo Valmaggiore, Jahrgang für Jahrgang, als Inbegriff höchster Winzerkunst! Großer Piemonteser Wein kann vielleicht anders schmecken, aber niemals besser! IPI040112 Dolcetto d‘Alba rosso 2012 13% Vol. 15,33 €/l 11,50 € Ein saftiger, vollmundiger Dolcetto aus elf verschiedenen Lagen mit ihren unterschiedlichen Böden, die alle ihre Komplexität in diesen betörenden Tropfen mit seinem phantastischen Preis-Genuss-Verhältnis einbringen! In der verführerisch-sinnlichen Nase ein einladender tiefdunkler Duft nach roten Früchten (Himbeere!), Veilchen und prallen Kirschen, feinst unterlegt mit einer betörenden floralen, pfeffrigen und tabakigen Note. Aber auch am Gaumen ist sie wieder da, diese betörende, extraktsüße, sagenhaft schmeichlerische Frucht, ungemein saftig, ein Charmeur und Schmeichler der Zunge, bei aller faszinierenden Minz-Frische (das ist europaweit DAS Signum des Jahrgangs!) und bemerkenswerten Struktur sehr geschmeidig und wunderbar harmonisch balanciert mit lebendigem Frucht-Säure- Spiel, das lange nachklingt. Welch Klassiker im Stil ohne jeglichen Holzeinsatz und saftigen Tanninen. Zum Hineintauchen schön! Zu genießen ab sofort bis 2017+. Parker: „Wunderschöner Einstiegswein in die fabelhafte Weinwelt einer der führenden Domainen des Piemonts mit einer seidenen Persönlichkeit und phantastischen Feinheit, mit einer unvergleichlichen Eleganz und Finesse.“ Aurélie Botton: „Definitiv der beste Dolcetto bisher von Sandrone!” IPI040211 Barbera d‘Alba, rosso 2011 14% Vol. 26,60 €/l 19,95 € Welch betörender klassischer Barbera im entspannten Stil in der unverkennbaren Handschrift von Luciano Sandrone: Ein Kaleidoskop betörender Früchte, eine trinkanimierende Säure und weiche, cremige, softe Tannine. In der betörenden Nase dieser Barbera-Pretiose ein reizvoller Duft insbesondere nach blauen Beeren und saftigen, reifen, süßen schwarzen Kirschen, Pflaumen, Lakritze und edlen Gewürzen, im Hintergrund auch Veilchen, Graphite und zarte Anklänge an einen duftenden Waldboden nach einem erfrischenden Sommergewitter. Am Gaumen vermählt sich eine leckere Fruchtfülle und-süße, zart 25

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