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Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinfachhandel und Weinversender

Erlesene Weine Barone

Erlesene Weine Barone Francesco Ricasoli hat das legendäre Castello di Brolio zurückerobert... ITALIEN Barone RICasolI – TOSKana Das älteste Weingut Italiens! Und eines der besten aus einer wunderschönen Kulturregion. Und das schon seit der Erfindung des Chianti durch den legendären „Eisernen Baron“ Bettino Ricasoli! Laue Abende in der Toskana verführen zum Träumen: Bei Vollmond tauchen die Hügel in ein bleiches Märchenlicht und Dörfer, romantische Gehöfte und Zypressen zeichnen sich wie Scherenschnitte in die Nacht. Die Toskana kann man riechen in diesen Nächten („Da packt mich ein Verlangen”, sang dereinst Konstantin Wecker): Den schweren Duft des steinigen Bodens, den erdigen Morgendunst ihrer Wälder. Im Frühling das betörende Parfum aus Gärten und Olivenhainen, den wilden Lorbeer und die Süße der Akazienblüten. Den berauschenden Geruch des Herbstes, wenn die Traubenernte begonnen hat. Und schließlich den Wein, die Seele der Toskana. Es ist die süchtig machende Gesamtheit all der betörenden Sinneseindrücke, die sanfte, allumfassende Harmonie, welche den einzigartigen Charakter dieser großen Kulturlandschaft prägt. Gänsehautatmosphäre, unvergesslich in der Seele verwahrt. Kein Wunder, dass seit meiner Jugend die wirklich großen Weine der zauberhaften Toskana zu meinen persönlichen Lieblingsgewächsen gehören: Herzblutweine! Und heute präsentieren wir den neuen Jahrgang eines Traditionsgutes, das als Herzstück der Toskana bezeichnet werden muss: „Die Geschichte des Ricasoli-Guts ist mit der des Chianti Classico untrennbar verbunden”, lautet folgerichtig die Botschaft des Gambero Rosso. Jeder Ziegel, jede Mauer, jeder Quadratmeter Boden atmet Geschichte. Besucht man das Gut und schließt für einen Moment die Augen, vermeint man das Klirren von Schwertern, das Wiehern von Schlachtrössern, den Gefechtslärm eines mittelalterlichen Scharmützels zu hören – im Angesicht dieser wahren Trutzburg mit ihren uneinnehmbar scheinenden, mächtigen Bastionen und jäh aufragenden Festungswällen. Wechselvolle kriegerische toskanische Geschichte. Florenz gegen Siena. Doch heute: Welche Idylle! Heute thront Castello di Brolio friedlich und verträumt auf seinem malerischen Hügel in den Chianti-Bergen, umgeben von Weingärten, Olivenhainen und Zypressen, und die untergehende Sonne taucht den eleganten, im Renaissance-Stil erbauten Wohntrakt der Burg in leuchtendes Terracotta-Rot. Hinter diesem toskanischen Postkartenidyll verbirgt sich das traditionsreichste Weingut im Chianti: Barone Ricasoli und das legendäre Castello di Brolio, gelegentlich als „Château Lafite Italiens“ bezeichnet, 20

Erlesene Weine können auf eine lange Geschichte zurückblicken und sind seit Jahrhunderten mit dem Weinbau der Region untrennbar verbunden: Seit 1141 residiert das noble Geschlecht derer von Ricasoli auf dem Schloss und produziert hier Wein – damit gilt Barone Ricasoli als das älteste Weingut ganz Italiens. Bereits im 16. Jahrhundert exportierte man Weine nach Amsterdam und London. Nachdem die Fehden des Mittelalters, die Waffengänge der napoleonischen Kriege und die Schlachten um die Einigung Italiens geschlagen waren (Wer es noch etwas genauer wissen will: Die Familie stammt von den germanischen Langobarden ab und war eine der „edlen” Würdenträger des Reichs Karls des Großen. Sie verteidigte Florenz gegen die Angriffe Sienas bis zur Einigung Italiens) konzentrierten sich die Barone auf dem Castello auf die Landwirtschaft, besonders auf den Wein. Und „erfanden” quasi den Chianti: In den späten 1860er-Jahren tüftelte der damalige Schlossherr, der „Eiserne Baron“ Bettino Ricasoli, Premierminister in den ersten Jahren des neu gegründeten Staates Italien (Spitznamen „Barone di Ferro” d.h. „Eiserner-Baron”, ein Mann von Prinzipien, wie ihn sich so viele Europäer auch heute an der Spitze Italiens wünschen würden!) an der optimalen Rebsortenmischung für den seiner Meinung nach identitätsstiftenden, idealtypischen, repräsentativen und charakteristischen Wein der Region Chianti. Nach jahrelangen Versuchsreihen legte Bettino 1872 die im Großen und Ganzen bis heute gültige „Chianti-Formel“ – mit Sangiovese als Hauptsorte – fest. Damit avancierte Ricasoli zum „Erfinder“ dieses Weins, zum „Vater des Chianti“. Er schrieb damals in einem Brief: „Ich fand mich bereits durch die Ergebnisse der ersten Versuche darin bestätigt, dass der Wein von der Sangiovese- Rebe den Hauptanteil seines Buketts (nach dem ich in besonderer Weise trachte) bezieht ...“ Die Vision Bettinos ist im historischen Rückspiegel betrachtet geradezu verblüffend: Auch heute muss Chianti zu mindestens 80 % aus Sangiovese bestehen. Für den Rest sind andere rote Trauben wie die heimischen Canaiolo und Colorino bzw. die französischen Sorten Merlot, Cabernet und Syrah zugelassen. Angesichts der Geschichte und der wirkungsmächtigen Traditionen von Brolio könnte man glatt in Ehrfurcht erstarren. Doch genau das tat der Ur-Enkel von Bettino, Francesco, der 32. Barone von Ricasoli, zum Glück nicht, als er das 240 Hektar große Weingut 1993 ins Familieneigentum „zurückkaufte“: Es war – und das tat allen Traditionalisten im Herzen weh – vorübergehend an einen internationalen Getränkekonzern bzw. ein australisches Weinkonsortium verloren gegangen, unter deren Regime die Qualität, sagen wir es mal vorsichtig, nicht die oberste Priorität genoss. Nach dem gelungenen Rückhol-Coup war in der Zeitschrift „Wine Today“ über Francesco, zu lesen: „He has the key to the castle again.“ („Er hat den Schlüssel der Burg wieder in der Hand.“) Und der neue, alte Besitzer war fest entschlossen, diese „Schlüsselgewalt“ zu benützen, um das Weingut zu neuer – und damit traditioneller – Größe und Glorie zu führen. „Ich will einen dritten Weg gehen – zwischen Massenproduzenten mit Durchschnittsqualitäten einerseits und Elitewinzern andererseits, die aber so wenig produzieren, dass man sich deren Weine nicht leisten kann oder gar nicht bekommt“, so erläutert Francesco, ein feinsinniger Mensch mit echter Persönlichkeit, Charakter und Eleganz, seine Philosophie. Der Erneuerer des Weinguts mit humanistischer Bildung verfügt über Humor und eine ordentliche Portion unternehmerischer Dynamik. Mit ihm zu plaudern in seinem 21

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