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Erlesene Weine, Feinkost und Spirituosen von Pinard de Picard - Weinfachhandel und Weinversender

Erlesene Weine ITS010111

Erlesene Weine ITS010111 Fontanasanta Manzoni, bianco 2011 12,5% Vol. 23,33 €/l 17,50 € Die Manzoni Bianco ist eine Hommage an den Direktor der Weinbauschule Conegliano, Luigi Manzoni, der die höchst eigenständige Sorte mit ihrer ursprünglichen Wildheit in den 1930er Jahren aus den Edelreben Riesling und Weißburgunder kreuzte. Typisch sind die strohgelbe Farbe, ein elegantes Bouquet mit einer zarten Note nach duftenden Heublumen und wildem Honig. Am Gaumen ist der Wein vollmundig und frauenweich, eine sensible Liebkosung der Zunge und geprägt von einer höchst angenehmen Säure und grandiosen Frische, trotz eines Ausbaus in 20-Hektoliter-Holzfässern aus Eiche und Akazie. Welch phänomenale Weinbergsarbeit, die im Keller keinerlei Schwere – bei aller grandiosen inneren Dichte und hoher Konzentration – aufkommen lässt. Ein großer, authentischer Weißwein Italiens, der mindestens eine halbe Stunde im Glase braucht, um sich in aller Brillanz in seinem charaktervollen Wesen – jenseits aller grell geschminkten und industriell vinifizierten Modepüppchenschönheiten – wie eine feinfühlige Frau verschenkend zu entfalten. Man sollte den Manzoni daher nicht wie ein billiges Weißweinchen kalt wegschlürfen, sondern ihn bei wenigstens 12 bis 13° C aus möglichst großen Gläsern schwelgerisch genießen. Er präsentiert sich dann alle paar Minuten ein wenig anders, wie ein faszinierendes Chamäleon und entwickelt sich im Glas ständig weiter: ein unverfälschter Ausdruck der grandiosen Lage Fontanasanta! PS: Dieser weiße Terroirwein Foradoris ist von singulärer Authentizität. Warum? Elizabettas intellektueller wie intuitiver Erfahrung nach ist es die Umstellung auf Biodynamie im Wingert, die dann im fertigen Wein ein terroirtypisches, unverwechselbares Profil bekommt. Elisabetta: „Die Rebe wird von der Last der Agrarchemie befreit. Befreite Rebe heißt befreite Trauben und heißt in letzter Konsequenz befreite Weine.” In solch unbefleckten Heimatweinen kommen alle singulären Eigenheiten des Weingartens charakteristisch zur Geltung, sie brauchen aber ein wenig Zeit und Geduld, sind natürlich, eigenwillig, in ihrer Jugend fordernd und anspruchsvoll und bleiben stets ein bisschen geheimnisvoll – wie die Winzerin. Aber mit etwas Geduld verwöhnen sie den kundigen Genießer wie eine verzaubernde Geliebte. Salute! © Andrea Scaramuzza Mythische Abendstimmung in den Bio-Weingärten von Foradori AMPELEIA (ELISABETTA FORADORI) – MAREMMA IN DER TOSKANA Flüssige Seide aus der Maremma – Der im Schnee „geborene” Ampeleia ist eine Hommage an die Sinnenfreuden mediterranen Lebens! Gambero Rosso: „Kompromissloses Qualitätsstreben, ein persönlicher, innovativer Stil unter bestmöglicher Einbeziehung des Terroirs”. Alles begann im Schnee der italienischen Alpen – beim Skifahren. Abends in der Hütte philosophierten drei Freunde, die Naturverbundenheit, Liebe zur mediterranen Kultur und Leidenschaft für das Ursprüngliche teilen, wie wohl ihr gemeinsames Idealbild eines Rotweines aussehen sollte: Geschmeidig und elegant, bei aller Kraft fein und fließend wie Seide, dabei harmonisch, facettenreich und von komplexer Frucht geprägt. Es wäre wahrscheinlich beim Philosophieren geblieben, wären die drei Freunde nicht die beiden tatkräftigen Südtiroler Unternehmer und Weinliebhaber Thomas Widmann und Giovanni Podini gewesen, sowie unsere Trentiner Kultwinzerin Elisabetta Foradori, die von Weinliebhabern wie -kritikern euphorisch als ungekrönte Königin des Teroldego gefeiert wird. 28

Erlesene Weine Die drei waren alsbald fest entschlossen, ihre Idee zu verwirklichen und den Wein, der zuerst im Kopf entstand, auch in der Realität zu produzieren. „Bei mir kam als Motivation verstärkend hinzu, dass ich den Wunsch hatte, nach meinem 40. Geburtstag neben dem Teroldego noch etwas Anderes zu machen, eine neue Herausforderung zu suchen”, erzählt Elisabetta mit funkelnden Augen und ihrer ansteckenden Begeisterung. In den vergangenen 20 Jahren hatte die engagierte, naturverbundene Winzerin schließlich im Alleingang und gegen alle modischen Torheiten des Zeitgeists die nur in ihrer Heimat wachsende Rebsorte Teroldego aus dem Halbdunkel der Geschichte geholt, deren Qualitätspotential erkannt, voll ausgeschöpft und in die absolute Elite der italienischen Rotweine geführt. Sie hatte im Trentino wahrlich Drachenblut zu Wein veredelt! Und ihr „neuer” Wein sollte die betörende pralle Vielfalt der mediterranen Kultur und ihrer einzigartigen Landschaft zum Klingen bringen. Als die Vision der drei Freunde immer klarer wurde, suchten die Weinaficionados nach dem best geeigneten Ort zur Verwirklichung ihres Zieles. „Das Unternehmen gestaltete sich viel schwieriger als gedacht, wir hatten uns bereits viele Plätze in Italien angesehen und wollten fast schon aufgeben, als wir 2002 das hier fanden”, sagt Elisabetta und weist mit den Armen auf die Hügel rund um das „Ampeleia” (griechisch „ampelos”, „Rebstock”) genannte neue Weingut. Dieser magische Ort liegt einige Kilometer nördlich von Grossetto im Landesinneren, in Sichtweite des malerischen Bergdorfes Roccatederighi. Dieser wilde Teil der zur Toskana gehörenden Maremma entspricht so gar nicht dem gängigen Toskanabild mit sanften Hügeln, Säulenzypressen, Kulturmetropolen und Renaissance- Palästen. Stattdessen liegt eine vom Tourismus nahezu unberührte, raue, aber unwiderstehlichen Charme ausstrahlende Hügellandschaft vor dem staunenden Betrachter – unaufgeregt, dennoch spektakulär. Schier endlose Kastanien- und Eichenwälder, unterbrochen von kleinen Olivenhainen, Wein- und Obstgärten prägen diese von würzigen Düften durchwehte mediterrane Kulturlandschaft. Nur wenige enge Straßen und Wege führen durch das undurchdringlich scheinende, immergrüne Buschwerk der Macchia – ein Paradies Am Fuße des pittoresken Bergdörfchens Roccatederighi sonnen sich die Weinberge von Ampeleia. Im Hintergrund links oben schimmert das blaue Mittelmeer.... für Wildschweine im Übrigen! – zu verborgenen, im Hinterland liegenden Bauernhöfen und zu Bergdörfern hinauf, die wie Schwalbennester auf den felsigen Hügelkuppen kleben. Von dort oben zeigt sich die pittoreske, zum nur 30 Kilometer entfernt liegenden Meer hin sanft abfallende Landschaft in ihrer vollen Pracht. Die küstennahe Region gilt als historischer Handelsplatz und Einflussbereich verschiedener mediterraner Kulturen: Die Toskana, Sardinien und Südfrankreich haben im Laufe der Jahrhunderte ihre Spuren hinterlassen. Foradori, Widmann und Podini waren begeistert von der Vielfalt der Böden und der Natur in den verschiedenen Höhenlagen, erkannten das phänomenale Potential für den Weinbau und beschlossen, genau hier ihren Traum zu verwirklichen. Die begnadete Winzerin stellte umsichtig ein junges Team zusammen, dem sie ihr volles Vertrauen schenkt. Doch natürlich ist sie mit ihrem einzigartigen Know-how unverzichtbarer Spiritus Rector von Ampeleia, die leitende, treibende Kraft. Das Weingut selbst ist weder ein atemberaubender futuristischer Neubau aus Beton und Glas noch eine protzige Villa Rustica, sondern ein für die Bautradition dieses magischen Landstriches typisches, sanft in die Landschaft eingefügtes kleines „Podere”, ein landwirtschaftliches Gut, das man den Vorbesitzern – traditionellen Weinbauern und Viehzüchtern – abgekauft und umstrukturiert hat. Zu den von den tüchtigen Vorgängern übernommenen Weinbergen kamen nach gründlichem Studium der Bodenprofile und der mikroklimatischen Gegebenheiten 54 (!) weit im Umkreis verstreute Parzellen auf verschiedenen Höhenniveaus mit insgesamt sechs verschiedenen Bodenarten hinzu, auf denen sieben verschiedene Rebsorten für den Ampeleia kultiviert werden. Jede Rebsorte wurde entsprechend den klimatischen und geologischen Gegebenheiten genau dorthin gepflanzt, wo sie ihrer Natur nach am besten gedeiht. Man setzte die Rebstöcke extrem eng – 7.000 bis 8.000 Rebstöcke pro Hektar –, um ihre Konkurrenz um Nährstoffe und damit die Qualität der Trauben zu fördern. Den Hauptanteil machen Sangiovese und Cabernet Franc aus. Sangiovese, die toskanische Rebe par excellence, gibt dem Ampeleia seine Stand- 29

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